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Handelsm. v. Gönniugen. -pt. Filius, Rcnimeist. 9. -Btitn» heim. Hrn. Geschäfts!. Adam v. Bottenhorn, Höchster v Schweinsberg u. Stepp ü. Hatzfeld. Hr. Köster, Buchb. v. Parchim.
Im Stern: Hrn Schmiedmeist Wertz v. Darmstadt u. Hauck ». Craifa Hr. Langrebe, Web. v. Dornhagen. Hr. Lelaburg, Comm. v. Danzig. Fr. Fischer v. Frankfurt u. Fr. Homeper v. Schlitz. Hr. Weiser, Handelsm. v. Schabenhausen. Hrn. Fuhrt. Hens v. Herborn u. Knüppschild v. Karlshafen. Hr. Engelbach, Bote v. Biedenkopf. Hr. Schmidt, Web. v. Arolsen. Jungfer Hufeisen v. Zwisten. Hr. Hei- dingsfeld, Optic. v. Mainz. Hrn. Handclsl. Bogel v. Semmt u Weiser v. Schabenhausen. Hr. Becker, Kelln, v. Bieben. Hr. Stemmler, Lohgerb. v. Homberg. Hr. Fillgraf, HandelSm. v. Dutenrod. Hr. Größer, Fuhrm. v. Geißmar. Hr. Appel, Privatm. v. Grebenau.
In der Sonne; Hrn. Handelst. Wagner v. Beuern n. Goldmann v. Ershausen. Hr. Sehrt, Scrib. v. Grünberg. Hr. Sauer, Geschäftsm. v. Rauschenberg.
In der Rose: Hr. Erb, Fabrik, v. Echzell. Hr. Mas- stng, Metzg. v Schotten. Hr. Eifert, Gastw. v. Felda. Hr. Epüng, Geschäftsm. v. Ruttershausen. Hrn. Weißbind. Cubinetspredigt, welche Gottlieb Kober ?um
Tröste des llandmnnns geholten hat.
(Schluß.)
Freue dich, Bauer! Du lebst fetzt in einem gesegneten gechrten und glückseligen Stande. Du wirst dich nähren von deiner Hände Arbeit; wohl dir, du hast es gut, Bauern sind die glückseligsten Leute, ihnen wachst Alles selber zu. Ein Bürger muß allen Quark in der Stadt theuer bezahlen. Bauern sind die reichsten Leute, des Herrn Segen macht sie reich, sie sind ost vergnügteren Herzens bei ihrem Wenigen, als die Großen in der Stadt bei allem Ucberfluß. Bauern sind die gesundesten Leute. Wie kommt es? Sie arbeiten fleißig und machen das Geblüt gangbar, sie wohnen aus dem Dorfe in gesunder und freier Luft, dürfen nicht aller Leute Gestank und Unflat auffangen, wie die Großstädter. Kaiser Friedrich III. pflegte zu fugen: Ein gesunder Bauer sei besser als ein kranker Kaiser. Aus was für Ursachen begibt sich anders der Adel Sommerszeit aus der Stadt hinaus auf seine Landgüter, als der Gesundheit wegen? Glaube du, daß dir deine frische Milch auf dem Dorfe, und die Bäche und Flüsse, wodurch du oft mit bloßen Füßen gehst, weit gesünder still als den Reichen ihre Sauerbrunnen, Karls- und Töplitzer Bäder.
Bauer, laß dir's also immer sauer werden! Dein Feld-, Wiesen- und Gartenbau ist dabei nicht ohne Lust, dein Gemüth kann sich das ganze Jahr durch auf dem Lande erlustigen, vor deinen Augen liegen grüne und lustige Landschaften, ein schöner Berg ragt
Buchhammer v. Darmstadt tt. Conradi v. Münden Hr Bruck, Geschäftsm. v. Aßlar. Hr. Staubach, Privatm. v' Herbstein. Hrn. Gcschästsl. Hartmann v. Dieburq u Klotz v. Ronshausen. ' v
3 n den Privathäusern.
Bei Fr. Jnspect. Melior: Hr. Heinrichs, Cand. v. Ge- bmt. — Bei Hrn. Uhrm. Scharmann: Hr. Scharmann, Psarr. v. Derbach. - Bei Wittwe Michel: Hr. Krieacr, Privatm. v. Dillenburg. — Bei Hrn. Bauaufsch. Mirka: Hrn. Pflaster. I. Bach u. Ehr. Bach v. Lauter. - Bei Hrn. G Becker: Fr. Kilian v. Biedenkopf. — Bei Hrn. Buchh Heyer, Sohn: Fr. v. Schenk v. Wetzlar. - Bei Hrn Andr. Möhl: Jungfer Siegfried v. Grünberg. — Bei Fr. Hofkamm.-R SartoriuS: Frl. Scharmann v. Laubach. — Bei Hrn. L. Steinmeper: Jungfer Homeper v. Schlitz — Bei Hrn. Hofger.-Advoc. Gottschalk: Hr. Gottschalk, Pfarr. v. Oberscemen. - Bei Frl. Jungk: Frl. Klingeldöfer v. Gladenbach. — Bei Hrn. Kfm. Meper: Hr. Meyer, Weinh. v. Frankfurt. - Bei Hrn. Geh. Just.-R v. Helmolt: Hr. v. Rotsmann, Licutn. v. Worms. — Bei Hrn Andr. Möhl: Hr. Siegfried, Metzg. v. Wetzlar. — Bei Hrn. Univ-Buchh. Heyer, Vater: Fr. Affeff. Ortwein v. Grünberg u. Frl. Diehm v. Lauterbach.
über dem andern hervor, eine Heerde schneeweißer Schafe klettert darauf herum, im Grunde weiden junge Lämmer, auf den bunten Wiesen steht das Mastvieh im Grase bis an die Euter, ein klares Wässerchen fließt hindurch, und wässert sie in der Dürre ; im Garten^ stehen die Bäume bald voller Blüten, bald voller Früchte; auf dem Felde schoßt in einer schönen Aue Korn und Weizen; ein Dorf, eine Wiese, ein Garten, ein lustiges Wäldchen liegt dem andern gegenüber. Wie schön kannst du da betrachten, wie voll die Erde sei der Güte des Herrn, wie frohlockend kannst du mit David ausrufen: Die Wohnungen sind fett, daß sie triefen! Und die Hügel umher sind lustig. Die Anger sind voll Schafe, und die Auen stehen dick mit Korn, daß man jauchzet und singet.
Ach Bauer! so bleib in deinem schönen und vergnügten Stande, arbeite fleißig, jäte und dabei bete, vertraue Gott, so hat es mit dir keine Noch. Dein einfältiger Glaube ist Gott angenehmer, als der Gelehrten ihrer. Noch Eins merke zuletzt. Laß dies bekannte Sprüchwort an dir nicht erfüllt werden: Der beste Bauer ein Schelm. Geize, schinde und schabe nicht zu sehr, leg' dich nicht auf lose Ränke und Schwänke. Halt nicht Getreide auf Wucher auf, unterwirf dich der Obrigkeit, und gib, was sie dir auferlegt. Folge deinem Prediger und thu nach seiner Lehre. Nichte nicht muthwillige Theuerung im Lande an, vielweniger Unruhe und Empörung. Fürchte Gott und ehre den Fürsten des Landes, so hast du Glück und Segen vom Fürsten des Himmels!
Druck und Verlag der G. D Brübl'fchen Buch- und Steindruckerei in Gießen.


