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I n den Privathäusern.

Bei Wittwe Rosenthal: Hr. Vowinkel, Stud. 0. Ba­benhausen Bei Frl. Jungk: grl. Orth ö. Darmstadt Bei Hrn. Gastm. Heß: Frl Haustein d. Friedberg Bei Wittwe Mutter: Jungfer Blöcher ». Gießen. Bei Hrn. Präsid v Preuschcn: Fr Rentincist. Schüler ö. Hanau. Bei Hrn. Buchhändl Heper, Vater: Hr Bender, Advoc. v. Frankfurt. Bei Hrn. Schneid Loth: Fr. Domänenbot. Loth v. Niederohuien Bei Hrn. Schneid. Bamberger: Jungfer Bamberger v. Hungen Bei Wittwe Pimper: Fr. Werburg v Battenberg. Bei Hrn. Scrib Wehner: Hr. Wehner, Oecon. v. Obcrgleen. Bei Hrn. Buchhändl.

Haus' und Landwirthschastliches.

Oie Feldmaus und ihre Vertreibung.

Aus Bakern wurde gemeldet, daß die Feldmäuse in vielen Feldern wieder ihre Verheerungen begonnen hätten. Man macht übrigens daraus aufmerksam, baß, wenn sich auch die Feldmäuse nicht in großer Menge zeigen, so muß doch auf die wenigen, beson­ders im Frühjahr und Herbst, Jagd gemacht werden, und zwar nicht in in einer Flur, sondern gleichzeitig in der ganzen Gemeindegemarkung, gleichzeitig von allen Gemeindegliedern Die Vermehrung der Feldmäuse ist besonders, seit der Kleebau eine größere Aus­dehnung erlangt hat, unglaublich.

Ein Paar Mäuse, welche den Winter überleben und sich im Frühjah- e begatten, werfen nach 5 Wochen 1012 Junge; diese sind nach 4 Wochen -ebenfalls schon zur Begattung reif und erzeugen nach 5 Wochen auch wieder Junge. Wenn sich daher ein solches Elternpaar mit seinen Nachkommen erhält, so können in einem Jahre Tausende von Mäusen erzeugt werden. Die Natur war nicht unthätig, dieser Vermehrung Grenzen zu setzen, indem folgende Thicre zu ihrer Nahrung besonders mit auf die Mäuse angewiesen sind, als: Katzen, Füchse, Marder, Igel, Iltisse, Wiesel, Raben, Krähen, Dohlen, Eulen, Falken, Störche u s w. Von Seiten der Menschen kön- n n nun aber auch mehre Mittel angeweudet wer­den, z B. der Erdbohrer. Dieser besteht aus einem ungefähr 1'/, Fuß langen und 4 Zoll breiten, halb,zirkel - oder löffelförmig gebogenen eisernen oder auch starken hölzernen Stiele, an dessen oberem Ende ein 2 Fuß langes Querholz befestigt ist, um damit als Handgriff den Bohrer drehen zu können.

Mit diesem Instrumente bohrt man in den Lauf­gängen der Mäuse, besonders in den.Ackerfurchen und in den Grasrainen, in entsprechender Entfer­

Hepcr, Sohn: Fr. v. Breidenbach v. Breidcnstcin. Bei Hrn Kaufm. Oeser: Frls. Schmidt v. Bingenheim u. Kröll v. Frankfurt. Bei Fr. Revis Roth: Frl. Nagel v. Grün­berg. Bei Hrn. Stud. Lorbacher: Hr. Rach, Reet. v. Steinheim. Bei Hrn. Buchbind. Rühl: Fr. Rumpf u. Frl. Rumpf v. Rödelheim. Bei Hrn. Hofr. Langsdorf: Hr. Kißmann, Pfarr. v Niedergemündeu. Bei Hrn. Ober« stnd.-R. Hillebrand: Hr. Jesse, Advoc. v. Paris. Bei Hrn Hofger. Advoc. Rumpf: Frl Kempf v. Rödelheim. Bei Hrn. Conduct. Heiner: Jung'er Struth v. Lauterbach. Bei Hrn. Schneid. Loth- Hr. Rickolai, Forstsch. v. Rausch­holzhausen.

nung, 2 Fuß tiefe Löcher, die ganz glatt sein und bleiben müssen; unten an diesen Löchern darf kein Mauseloch hinein münden, denn sonst würden die Mäuse entwischen. An die Löcher steckt man kleine Zweige, um jene leicht wieder aufzufinden. In diese Löcher fallen nun die Mäuse zu Dutzenden, können wegen der Höhe und Glätte der Wandungen des Bohrlochs nicht n>ehr heraus und bringen sich ost selbst untereinander um. Täglich müssen die Bohrlöcher untersucht lind gereinigt werden; man kann dies mittelst Drahtzangen thun, womit man die Mäuse herausholt und tödtet. Sie in den Lö­chern selbst zu tödtcn, wobei Blut vergossen wird, ist deshalb nicht gut, weil alsdann die "Mäuse nicht gern hineingehen. Das Bohren der Löcher gelingt am besten in schweren Bodenarten. Im trocknen Sande, der häufig nachrollt, feuchtet man das Loch beim Bohren mit Wasser an. Wenn die Wandun­gen der Löcher durch die Versuche des Heraufkletterns der Mäuse oder sonst uneben geworden find, so kann mit einem runden hölzernen Stampfer, der den Durch­messer des eisernen Bohrlöffcls enthält, nachgeholfen und die Glätte der Seitenwände wieder hcrgestellt werden. Einen solchen Bohrer kann ein jeder Dorf­schmied machen, und es können auf die angegebene Weise durch einen Mann täglich mit Beihülse eines Kindes 300 Mäuse gefangen werden.

Ein anderes Mittel zur Vertilgung der Mäuse ist das Ausräuchern der Löcher mit Schwefel oder starkem Schmauch , wozu es aber mehrer Vorkeh­rungen bedarf. Die Mäuse durch Gift zu tödten, als durch Arsenik, Baryt, Phosphor, Krähenaugen, ist und bleibt gefährlich, trifft ost, auch unschuldige Thicre.

Zur Vertreibung der Mäuse aus Scheuern, Ge­bäuden und Getreidekästen empfiehlt man: Napsstroh, Haidekraut, Zweige von Vogelkirschcn, die Königs­kerze, die wilde Minze u. s. w.

Druck und Verlag der G. D. Brühl'schen Buch- und Stcindruckcrei in Gießen.