Ausgabe 
15.4.1846
 
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Edictalladung.

593) Nachdem der Heinrich Breul und dessen Ehefrau, Anna Catharine geb. Schade zu Kal­kobes eegen den Johannes Sticbing von da, folgende Klage:

Nach gerichtlich bestätigtem Kaufverträge vom 6. Juni 1833 erwarb David Stiebing zu Kalkobes von der Witkwe des Johannes Stiebing und deren Kinder Haus und Gär- ten und übernahm dagegen die Verpflichtung dem Verklagten den freien Aufenthalt tut Hause während des ledigen Standes, zu ge- währen, 41 Tbaler Erbgeld und 10 Tbaler zur Erlernung eines Handwerks zu geben. Wir haben nun von dem Erwerber bezüg­lich dessen Frau durch gerichtlich bestätig- ten Vertrag vom 20. Juni 1833 diese Grund- ,,stücke erworben und besstzen sse noch. Ver- klagter, welcher damals nach Amerika aus- wanderte, erhielt von uns die 51 Tbaler ansbezablk, und verzichtete zu unfern Gun- sten auf sein Einsitzrecht, versprach uns auch hierüber eine löschungsfähige Urkunde aus- zustellen, was wir anuabmen. Da er dies seither jedoch gütlicher Anforderung nnge- achtet nicht gethan hat, so klagen und bit- len wir:

Verklagten hierzu anzubalten und zum Kostencrsatz zu verurtheilen"

angestellt und behauptet haben, daß der Wohnort des Verklagten unbekannt sei, so wird dem Ver­klagten die Klage hierdurch mitgetheilt um sich darauf im Termine

den 8. Mai d. I., und im Falle des Ungehorsams im zweiten Ter­mine

den 22. Mai d. I., bei Meldung des Eingeständnisses und der Aus­schließung zu erklären und mit den Klägern 'bis zum Schlüsse zu verbandeln, dem Verklagten auch eröffnet, daß alle weitern Veisügungen in dieser Sache, im Falle des Ausbleibens nur durch An­schlag am Gerichtsbrcltc werden bekannt gemacht werden.

Hcrsfeld am 28. März 1846.

Kurfürstliches Landgericht Bechtel.

vdt. Schraub.

Versteigerungen.

463) Montag den 4. Mai d. I., Nachmittags 3 Uhr,

soll die der abgeschiedenen Ehefrau des Barbiers Schmidt dabier gehörige Hofraitbe,

13iDKlftr. in der Wetzsteingasse, öffentlich unter den in dem Termin bekannt zu machenden Bedingungen auf dahiessgem Rathhause versteigert werden.

Gießen den 13. März 1846.

Gr. Hess. Stadtgericht.

Muhl. Df. Seitz.

478) Freitag den 8. Mai d. I.

soll nachbenanntes, dem Küfer Balthasar Weidig dahier gehöriges Grundstück:

alt neu

28. 125 it. 126, 208 Klftr. Acker, zehntfr., auf dem Heegstranch u. Sand- kant-Weg

auf dem hiesigen Ratbbause versteigert werden. Gießen den 10. März 1846.

Gr. Hess. Stadtgericht das. Muhl. Haberkorn.

483) Freitag den 8. Mai d I, sollen nachbenannte, dem Emanuel Simon, Roth- gerbcr zu Gießen, gehörige Grundstücke:

alt neu

19. 4.

156 Klafter Acker zwischen dem Wetz­larer Weg und der Lahn,

19. 4a

152

//

Wiese daselbst,

19. 5

132

ft

Acker daselbst,

19. 5a

131

ff

Wiese daselbst,

19. 6

318

t»

Acker daselbst,

26. 172.328

ff

Acker auf der Sternmark

oder am alten Schlag, auf dem hiesigen Rathhause versteigert werden. Gießen den 9. März 1846.

Gr. Hess. Stadtgericht. Muhl. Haber körn.

372) Montag den 20 April l. I., Nachmittags 2 Uhr,

soll die Hofraitbe der Schuhmacher Heinrich Strob'- schen Eheleute dahier in der Flügelsgasse

8 mKlftr. Haus mit Hofraum, giebt 12 fr. Zins dem Fiskus, ferner

40/ 412 Acker, links am Schwarzlachweg,

auf dahiesigem Rathhause versteigert und der Zu­schlag nach erreichtem Schätzungswcrthe, ohne An­nahme von Nachgeboten, ertkeilt werden.

Gießen den 26. Februar 1846.

Großh. Hess. Stadtgericht.

Muhl. I)r. Zimmermann.

591) Versteigerung von Bauarbeiten. Die zur Unterhaltung der Central-, Cameral-,