237

781) Wohnungsveränderung

Ich zeige hiermit ergebenst an, daß ich nicht mehr bei Hrn. Kaufm. Stern, sondern bei Hrn. Lohufutschcr Rühl in der Flügelsgaffe wohne.

Heinrich Vogel, Glasermeister.

797) Meinen verehrten Freunden und Gönnern zeige ich hiermit ergebenst an, daß ich meine bis­herige Wohnung verlassen, und jetzt in dem früher Küfer Weidig'schen Hause auf dem tiefen Weg wohne. R a uten strauch, Hebamme.

785) Die diesjährige Eröffnung der Wellen- Badeanstalt au der Neumühle wird hiermit zur Kenntmßnahme der Herrn Abonnenten gebracht.

Bieler.

722) Ein junger Mensch, welcher die Schuh- macher-Professson zu erlernen wünscht, kann mit oder ohne Lehrgeld in die Lehre treten. Bei wem? sagt d. Erped. d. Bltts

766) Musikalisches.

Mit obrigkeitlicher Erlaubniß wird der ans seiner Durchreise, aus Italien dahier eingetroffeue, ausge­zeichnete Orgel-Virtuos I. M. Homeyer, Kam­mer-Virtuos Sr. königl. Hoheit des Herzogs von Lucca, Samstag den 9 Mai, Nachmittags 4 Uhr, in der hiesigen katholischen Kirche ein großes Orgel-Concert geben und dabei dem hiesigen kunstliebenden Publikum, durch seine ausgezeichneten Talente, einen höchst überraschenden, angenehmen und seltenen Genuß bereiten. Die Augsburger Allg. und Musikalische Leipziger Zeitung erwähnen seiner Con- certe in Nord-Deutschland und Italien, in Lucca, Modena, Neapel und Rom (wo er in einer Audienz Sr. Heil, dem Pabste mehrere eigene Compo- silionen zu überreichen das Glück hatte) und an­dern Orten vor einem gewählten Publikum. Unter seinen Vorträgen zeichnen sich eine von ihm kom- ponirte und der Königin von Sachsen gewidmete Sinfonia eroica und ein griechischer Hymnus mit mannichfachen Veränderungen aus. Homeyer ist in dem Besitz günstiger Zeugnisse von Spohr, Mendelsohn-Bartholdy, Rossini rc. Es läßt sich nicht bezweifeln, daß er auch hier die gerechte Anerkennung finden wird, welche dem wahren Ta­lente gebührt.

793) Ein Cananenvogel mit brauner Hanpt- sarbe (Elpe) mit einem gelblichen Streifen auf der Stirne, ist weggeflogen. Wer denselben in der Erped. d. Bltts. abgiebt, erhält eine sehr gute Be­lohnung.

794) Am Dienstag Abend ist eine goldene Vor­stecksnadel in bieffger Stadt verloren worden. Wer dieselbe in d. Erpedit. d. Bltts. abgiebt, er­hält 2 Reichsthaler Belohnung.

Theater in Gießen.

Sonntag den 10. Mai 1846.

Zum Erstenmale:

Der ewige Jude.

Romantisches Gemälde in 5 Abtbeiluugen. Rach dem Französischen des Engen Sue. Für die deutsche Bühne bearbeitet von Carlschmidt.

Montag 11. Wai 1846.

Zum Erstenmale:

Die schöne Athenienserin.

Original-Lustspiel in 4 Akren, von L. Feldman.

Herr v. Remay vom Stadtcheater zu Mainz: Baron Falken, als Gast.

August Friese.

Literarische Anzeige.

77i) Bei B. C. Ferber ist zu haben:

Heldmann Dr. C , Obcrbessische Flora, Taschen­buch zum Gebraust) auf botanischen Ercursio- nen in der Umgegend von Marburg und Gießen, enthaltend eine Aufzählung der wildwachsenden und häufiger angebauten Ge­fäßpflanzen. 2 fl. 24 fr.

Pape Dr. W, Handwörterbuch der Griechischen Sprache. In drei Bänden, deren dritter die griechischen Eigennamen enchält. 13 fl 12 fr.

Ir und 2r Band aparte 10 48

Frischbacken.

Sonntag den lt) Mai. Carl Löber am Lindenplaß. Carl Noll in den Neuenbäuen. Christian Löber in der Neu­stadt. Louis Kämmerer auf dem Seltersweg.

Kirckliebe Anzeigen.

Evangelische Gemeinde.

Gottesdienst. Am 10 Mai. Morgens: Pfarrer Donhard. Nachmittags: Kirchenrath Dr. Engel.

Beerdigt. Den 6 Mai Heinrich Lorenz Martin Emil Karl Enders, des Burgers und Stadtrechners, Johan­ne« Enders, ehelicher Sohn, alt 4 I. 1 M. 7 T, gestorben den 28. April

Die Pfarrgeschäfte in der nächsten Woche be­sorgt Pfarrer Bonhard.