Beilage z»)U87. des

Anzeigeblatts fnr die Stadt und den Kreis Gießen.

Vermischte Nachrichten.

1782)

Mit Vergnügen benachrichtigen wir das knnstliebendc Publicum, daß in Folge sehr günstiger Verhältnisse die bevorstehende diesjährige Gemäldeausstellung weit bedeutender und glänzender werden wird, als die frühern, indem uns eine beträchtliche Anzahl wahrhafter Meisterwerke der ausgezeichnetsten Künstler dcS Jn- und Aus­landes zugeführt ist, worunter wir die Namen: Deberain, Dubnffe, Giroux, Franqtielin, Roqueplan, Horace Vern et, Schopin und Volpellier in Paris, Begas, Hildebrandt, Hognet und Cretius in Berlin, Ilonin in Mecheln, de Coch in Gent, Morgenstern in Copcnhagen, Lotze, Schleich, Müller, Kaiser, Rottman» und AlerS in München, Götting, E Schmidt, Schröder und Scheirs in Düsseldorf, Kummer in Dresden, u. f. w. hervorheben. Die Eröffnung der Ausstellung, so wie' der Beginn der in Aussicht genommenen gesellschaftlichen Zusammenkünfte werden noch näher bekannt gemacht werden. Indem wir daher zu recht zahlreicher Theilnahme einladen, bemerken wir noch, daß der Vereinsdiencr Koch angewiesen ist, auf Verlangen die Statuten des Vereins zur Einsicht mitzutheilcn.

Gießen den 23. October 1844. 'Der Ausschuß des Kunstvcreins.

1805) Es wird ein junger Mensch in einen Spcccrey-Waaren-Gcschäft gesucht. Nähere Aus­kunft crtheilt Ferdinand Mayer.

1806) Ein Wagen voll guter Dickrüben wird zu kaufen gesucht. Wo? sagt die Erpedition d. Bltts.

1809) Ein junger Mensch, der schon mehrere Jahre als Bürgermeisterei-Gehülfe gearbeitet hat und die besten Zeugnisse besitzt, wünscht dahier auf ähnliche Art Unterkunft zu finden. Das Nähere ist bei Wirth Bramm dahier zu erfragen.

1804) Zn ein auswärtiges Spezerei- und Lang-Waaren-Geschäft wird unter sehr annehm­baren Bedingungen ein braver junger Mensch in die Lehre gesucht; derselbe könnte sogleich eintreten. Das Nähere bei Hrn. Gcbr. Homberger und Söhnen.

1798) Ein Mädcken sucht einen Dienst als Köchin, oder auch als Hausmagd. Das Nähere bei der Erpedition d. Bltts.

1815) Ein Dachshund, braun von Farbe mit einem weißen Fleck auf der afcfeiinfni Pfote und auf den Namen Schlupp hörend, ist abhanden gekommen, derjenige, wel­che denselben bei der Erpedition dieses Blattes abliefert, erhält von dem Eigenthümcr des Hundes eine angemessene Belohnung.

1810) Ein schwarzseidener Regen­schirm mit eisernem ist verloren

gegangen; man wolle gütigst bei der Redaction d. Bltts. die Anzeige machen, wo er wieder ab­geholt werden kann.

Literarische Anzeige.

1814) Im unterzeichneten Verlage ist so eben erschienen und in der I. Nicker'scheu Buch­handlung in Gießen zu haben:

Das

Buch für Winterabende.

Dolksbud) und Volkskatender auf 1845.

Von M. Honcck.

Preis 8 gGr. ob, 10 Sgr. - 36 fr. rhn. = 30 fr. C-M.

Dieses echte Volksbuch erscheint im vierten Jahr­gange und enthält Beiträge von Berthold Auer­bach, K. Buchner, H. Harrys, A. Lewald, K. Mathy. Sieben Stahlstiche, zwei Blatt preusisches Militär nach der neuen Uniformirung colorirt, drei Porträts und das Standbiid Justus Mösers; sodann eine detaillirte Uebersicht aller Eisenbahn-Einrichtungen nach dem neuesten Standpunkte. Zusammcngcstellt und mit- getheilt aus den Directionsaktcn. Diesem Aufsatze ist eine ganz neue Eisenbahnkarte von Mitteleuropa beigegeben.

Die früheren Jahrgänge des Buches für Winterabende sind, so weit der Vorrath reicht, zusammen zu 1 fl. oder 14 gGr. zu haben, einzeln wird der Jahrgang zu 24 fr. oder 6 gGr. ab- gclassen.

Karlsruhe, 1844.

F. Gutsch 8? Rupp.

Artistisches Institut.