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39) Ein Sack
ist gefunden und auf dem Gr. Polizeibüreau abgegeben worden. Gießen am 25. November 1844.
Edictalladungen.
2000) Nachdem in Sachen des Kupferschmieds Baltbaser Schülbe zu Hersfeld, Klägers, gegen den Schenkwirth Jobannes Schmidt und dessen Ehefrau Dorothea geborne Hagemann daselbst. Verklagte, wegen Schuld, der Verkauf des in hiesiger Terminei gelegenen Unterpfands, nämlich:
1) Ch. B. JV5 153. /4 Acker 5 Rth., ein Stückchen zinsfrei Land vor dem Petersthor an der Hohl zum 5. Th eil,
2) Ch. B. ^5 161. Acker 13'/. Rth., ein Stück Land binlerm Spitzgärtchen am Haunweg,
3) Ch. B. 153. 7l& Acker 1% Rth., ein Stück Land zu Vs vor dem Petersthor an der Hohl, durch Bescheid vom 3. September d. Z. erkannt worden, der auf den 30. v. M. anberaumte erste Verkaufstermin aber, weil die nöthige Insinuation an den abwesenden Mitverklagten wegen unbekannten Aufentbaltsorts desselben nicht zu bewirken stand, nicht abgehalten werden konnte, so sind auf klägerischen Antrag folgende andere Verkaufstermine anberauuit worden, näinllch:
erster auf den 15. Januar 1845, und für die nöthigen Fälle
zweiter auf den 12. Februar 1845, und dritter
auf den 12. März 1845.
Weitere Hypothekarzläiibiger haben ihre Ansprüche im ersten Termine bei Meidling der Ausschließung von diesem Verfahren beziehungsweise der besonderen Benachrichtigung auf ihre Kosten auzumelden, und unter Vorlegung der darüber sprechenden Urkunden sofort zu begründen.
Dem Mitverklagten wird hiervon mit dem Anfügen Nachricht ertheilt, daß ihm die künftig in der Sache ergehenden Verfügungen während der Dauer seiner Abwesenheit nur durch Anschlag im Gerichtslocale werden bekannt gemacht werden.
Hersfeld am 13. November 1844.
Kurfürstliches Landgericht.
Bechtel.
vdt. Meier.
2001) Auf den vom hiesigen Gastwirthe I. Friedrich Mickeler gestellten Antrag werden alle sowohl bekannte als unbekannte Gläubiger desselben hierdurch öffentlich vorgeladen, im Termine den 17. Dezember l. I.
entweder in Person oder durch Spezialbevollmäch
tigte hier vor Gericht beim Rechtsnachtheile, daß der Nichterscheinende so angesehen werden soll, als wenn er dem von der Mehrzahl gefaßten Beschlüße beitreten wolle, zu dem Ende zu erscheinen, um dem zur Abwendung eines förmlichen Concurses angeordneten Güteversuche bcizuwohnen.
Marburg am 14. November 1844.
Kursürstl. Landgericht Claus.
Zur Beglaubigung Scheffer.
Besondere Bekanntmachung.
1996) Der Karl Brück von Albach, welcher als Wege- und Wiesenwärter bet der Stadt Gießen bestellt, ist zugleich auf den Feld-, Wiesen- und Wegeschntz vom Großherzogl. Stadtgerichte verpflichtet worden, wovon ich die hiesige Einwohnerschaft hierdurch in Kenntniß setze.
Gießen den 21. November 1844.
Der Großh. Hess. Bürgermeister Gg. Reiber.
Versteigerungen.
1999) Mittwoch den 27. d. Mts., Nachmittags 1 Uhr, sollen in dem Bäcker Ufer'schen Hause auf dem Lindenplatz, 2 Kühe, Heu, Kohlraben, Kartoffeln und sonstige Mobilien, bestehend in Gold, Silber, Weißzeug, Kleidungsstücke und Bettung, öffentlich meistbietend versteigert werden.
Gießen den 25. November 1844.
Ter Beigeordnete E. C. Rühl.
1950) Brennholz-Lieferung.
Die Lieferuitg des in 30 Stecken Buchen- und 200 Stecken Etchenscheitholz bestehenden Brenn« Holzbedürfnisses hiesiger Garnison auf das Jahr 1845 soll auf dem Wege der Soumission, und zwar:
A. einmal mit diesen beiden Sorten im einzelnen Stecken und
B. einmal in 180 Stecken Buchenscheitholz, was der obigen Quantität gleichkommt, ebenwohl im einzelnen Stecken
dem Wenigstgebot ausgesetzt werden.


