Ausgabe 
27.4.1844
 
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675) Uagaierreotyp-Bilder.

Zur Anfertigung von Poriraiten wie Fanri« liengruppen vermittelst des Daguerreotyps em# pfieklt sich der Unterzeichnete bestens, mit dem Be­merken, daß sich sein Aufenthalt nur noch auf 1-1 Tage erstrecken wird.

F. Lehr, Mechanikus.

686) Am 27. April, Abends 8 Uhr, beginnt das samstägige Essen, welches nach der bekannten früheren Einrichtung während der Dauer der gün­stigen Jahrszeit an jedem Samstage in meinem Saale serviert wird. Da die regelmäßigen Tisch­gäste ihre gewäbltcn Plätze nicht gerne verändern, bitte ich, wenn solche Damen einzufübren beabsich­tigen, mich davon einige Stunden vor Servierung der Tafel gefälligst zu benachrichtigen um zeitig für das Ordnen der Plätze sorgen zu können.

Gießen den 26. April 1844.

Job. H. Busch, im Garten.

661) Indem ich so eben einen Miltags-Tisch er­öffnet- babe, so bitte ich die Herrn, welche daran Theil nehmen wollen, sich mit mir gefälligst zu be­sprechen E r n st N o l l,

a. d. Asterweg.

658) Ein gebildeter Scribent kann wäbrend diescö Sommers täglich einige Stunden Befchästi- anng finden. Wo? sagt die Redaction dieses Blattes.

634) Ich liefere in mehrere Häuser zu Gießen jeden Morgen die nöthige Milch und wünsche noch mehrere Abnehmer dazu zu erhalten- Hierauf Re- flcctircnde belieben ihre desfallsige Bestellung bei Hrn. G. E. B ö h m in der Wallthorstraße abzugeben, und versichert zu sein, daß meinen verehrlichen Kunden die Milch ganz rein und unverfälscht in's Hans geliefert wird.

Friedclhäuser-Hvf bei Gießen d. 19. April 1811.

Karoline Bindewald'S Wittwe.

694) Ein vorzüglich gutes Trieb- wie auch Wiesen-Viertel ist bei mir auf mehrere Jahre zu vermietben. Zugleich empfehle ich mich einem ge­ehrten theilnehmciiden Publicum in allen Arten von Reparatur-Arbeiten ergebenst

Heinrich Daniel Rauch, Ziiingießer, wohnhaft auf der Mäusburg Lit. B. 39.

660) In dem hiesigen Postlocal ist vor dem Briespostschalter ein goldner Ring gefunden worden, welchen der Eigenthümer gegen gehörige Legitima­tion auf dem Postbüreau in Empfang nchinen kann.

625) Morgen, Sonntag den 28. April, findet gut besetzte

IIsirsiaoBiie- Musik

auf dem Hardlhofe Statt.

663) Ein wachsamer Hund (sog. Pommer) wird zu kaufen gesucht. Von Wem? beliebe man bei Ausgb. d.- Bltts. zu erfragen.

Gießen den 25. April 1844.

Literarische Anzeige.

669) Prospekt.

Wöchentlicher Literatur- und Kunftbericht

von

Oswald Marbach.

Ein über Inneres und Aeußcres aller allgemein inter­essanten Schriften gleich nach deren Erscheinen berichtendes Anzeigeblatt. Zn beziehen für 2 Thlr. jährl. durch alle Buchhandlungen und Postanstaltcn.

Unter diesem Titel wird vom April d. I. ab ein über Inneres und Aeusseres aller im Buck Han del erscheinenden allgemein interessanten Schrift« und Kunstwerke Rechenschaft ablegendes Anzei'geblatt erscheinen. Dasselbe soll dazu dienen, die Gebilde­ten deS Publikums fortwährend über den Gang der deutschen, und der in Deutschland durch Ueber- setzung, Bearbeitung rc. sich eiiibürgernden answär« tigen Literatur gründlich uud uiipartheiisck zu un­terrichten, damit dieselben nach Geschmack und Geistesrichtuug daS sie Ansprechende zur Lectüre auswählen können. Ausgeschlossen von der Bespre­chung bleiben nur die auf einen bestimmten kleine­ren Lesekreis berechneten Werke, also namentlich die, welche sich innerhalb der Grenzen einer Fach­wissenschaft halten.

Die Mehrzahl der Bücher soll in der Weise besprochen werden, daß über Preis und Atlsstaktuug das Nöthige mitgelheilt, die Aufgabe, welche sich der Verfasser gestellt, bezeichnet, seine Tendenz und Geistesrichtung augedeutet und die von ihm ge­wählte Form der Darstellung charakterisirt wird, also weniger kritisireud (obgleich kritisirende Bemer- kungen durchaus nicht ausgeschlossen sein sollen) als rcferireud. Die ausgezeichnetsten Werke aber, und namentlich auch solche, welche die Tagesimer- essen in geistreicher Weise bisprecken, sowie die Ori- ginalwerke aiierkanutcr Dichter, sollen ausführlich kritisch besprochen werden.

In diesen Kritiken wird der Herausgeber Ge­legenheit nehmen, seiner eigenen Tendenz Geltung zu verschaffen, welche die der Besonnenheit, selbst­bewußten Vernünftigkeit in der Kunst, in der Re­ligion, im Volks- und Staatsleben ist. Er wird jedem wahren Fortschritt in der geistigen Bildung,