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Obgleich diese« früher mehrmals zur öffentlichen Kenntniß gebracht worden ist, so haben doch neuere Erfahrungen auf die Vermuthung geführt, daß jener wohlthälige Zweck der Kasse, namentlich auf dem Lande, nicht allgemein bekannt sein möge, und deßwegen viele Ersparnisse öfters unverzinslich und mit Gefahr von ihren Besitzern längere Zeit verwahrt werden möchten, daher ich mich veranlaßt finde, Ihnen aufruqeben, Ihre Gemeinde-Angehörigen mit den Vortheilen, welche die Anstalt allen denjenigen bietet, welche dergleichen kleinere Geldbeträge — bis zu 1 ff. herab — nutzbringend anlegen wollen, auf geeignete Weise zu unterrichten, und so zur Erweiterung der Wirksamkeit der Anstalt beizutragen.
Prinz.
38) Eine Peitsche,
ein Messer,
eine kleine Scheere und
ein messingenes Krahnenstück
sind gefunden und aus dem Gr. Polizeibüreau abgegeben worden. Gießen am 21. November 1844.
Besondere Bekanntmachungen.
1973) Erhebung der Domanial- Gefalle bei dem Rentamte Gießen vom Jahr 1844.
Diejenigen hiesigen Einwohner, welche Gel* der für das Zahr 1844 an das Rentamt zu be» zahlen haben, wollte man, unter Bezug auf die von Gr. Bürgermeisterei durch die Schelle bereits erlassene Bekanntmachung, wiederholt darauf aufmerksam machen, daß diese Gelder ohne Unter» schied am 11. d. M. fällig waren, deßhalb ganz in der Kürze die Mahnung erfolgt.
Gießen am 20. November 1844.
Der Großh. Hess. Ncntamtmann Schneider.
1980) Diejenigen, welche Bestandgelder von geliebenen städtischen Grundstücken und Steiggelder für Heu- und Grummetgras von städtischen Wiesen verschulden, — werden hierdurch aufgefordert, diese Gelder in den nächsten 8 Tagen an die Stadtkasse zu berichtigen.
Gießen am 21. November 1844.
Der Stadtrechner
Nern.
Versteigerungen.
1971) Die bei Abbruch des der Stadt Gießen gehörenden Stalls an der vormaligen Stadrpforte vorkommenden Arbeiten, als:
1) Steindeckerarbeit, veranschlagt zu 3 fl. — kr
2) Zimmerarbeit, „ „ 8 „ — ,,
3) Handarbeit, „ „ 2 „ 30 ,,
sollen
Montag den 25. d. M., Vormittags 11 Uhr, auf dem Rathhaus versteigert werden.
Gießen den 20. November 1844.
Der Großh. Hess Bürgermeister Gg. Reiber.
1953) Verpachtung des herrschaftlichen großen Fruchtspeicherö auf
dem Zeughause zu Gießen.
Auf dem großen Fruchtspcicher sind sowohl noch Räume zur Niederlegung von je 50 Mltr., als auch solche von 400—500 Mltr. Frucht unter angemessenen Bedingungen zu vermiethen.
Die ersteren stehen, wie bisher schon, unter Mitverschluß durch den Fruchtmesser Krailing, die letzteren werden durch Lattenwände und Thüren abgeschlossen, und haben die Mielher ohne weitere Mitwirkung eines Dritten, jeder Zeit den Zugang.
Die hierzu erforderlichen Einrichtungen können jedoch erst dann getroffen werden, wenn angemessene Concurrcnz um solche Abtheilungen eintritt und soll deshalb
Montag den 25. d. M, Vormittags 10 Uhr, ein Verpachtungsversuch auf dem Speicher selbst gemacht werden.
Die Pachtbedingungen, sowie die projectirten Einrichtungen sind bis zum Verpachtungstermin auf der Rentamtsstlibc zu erfahren.
Gießen am 18. November 1844.
Der Grvßb. Hess. Rentamtmann Schneider.
1950) Brennholz-Lieferung.
Die Lieferung des in 30 Stecken Buchen- und 200 Stecken Eichenscheitholz ^bestehenden Brenn-


