539
1926) Von den am 1. April 1841 emittirten Schuldverschreibungen der hiesigen israelitischen Reli- gionsgcmeiude sind bei der heutigen planmäßigen Verloosung die
29. 43. 46. 37.
zur Rückzahlung bestimmt worden. Indem man die Besitzer derselben hiervon in Kenntniß setzt, fordert man solche zugleich auf, gegen Abliefernng der Original-Schuldverschreibungen und der dazu gehörigen Zinscoupons den Capitalbetrag sannnt den hiervon bereits verfalleuen Zinsen den 31. De- ccmber d. I. bei dem Gemeinderechner Landauer dahier so gewiß in Empfang zu nehmen, als sonst von der Folgezeit keine weiteren Zinsen vergütet werden.
Gießen den 11. November 1844.
Der Vorstand der isrl. Religionögemclnde das.
1924) Man erbietet sich unter billigen Bedin- aunaen zu mehreren Stunden Privatunterricht, sei es als Vorbereitung für eine hiesige Anstalt, oder als Nachhülfe bei Schülern solcher Anstalten. Wer? sagt die Expedition.
1943) Die bisher in der Wohnung meines Vaters Adolph Möhl betriebene Schweine- scklachterei habe ich von heute an in das von mir erkaufte, vorhin Ritter'sche Haus, neben Herrn Holzhändler Wirth, verleg:.
Ich zeige dies hiermit ergebeust an und bitte, mich ferner, wie seither, mit geneigtem Zutraue» beehren zu wollen.
Gießen am 15. November 1844.
Friedr ich Mohl.
1940) Die schon früher in diesem Blatte an- aekündigte Ausspielung meines Patent-Flügels bringe ich hiermit in angelegentliche Erinnerung, mit dem Bemerken, daß ich beabsichtige, die Ausspielung sobald wie möglich vor sich gehen zu lassen, weßhaib ich diejenigen, die sich noch bei dieser Lotterie betheiligen wollen, höflichst bitte, in der Liste, die ich zu diesem Zwecke in hiesiger Stadt circu- liren lasse, sich gefälligst aufzeichnen zu wollen.
PH. Heinbach, Instrumentenmacher.
1921) Ein gesittetes reinliches Mädchen, welches im Kochen und Putzen ersahren und mit guten Zeugnissen versehen ist, wird auf Weihnachten in eine stille Haushaltung zu miethen gesucht. Ausgeber d. Bltts. sagt wo.
1928) Ein gesitteter junger Mensch von 16 bis 18 Jahren, welcher das Marquiren am Billard versteht und sich auch der sonstigen Hausarbeit in einem Gasthause unterzieht, findet sogleich Dienst. Ausgeber d. Bltts. sagt wo.
1937) Tyroler - Alpen - Sänger- Gesellschaft.
a Die hier mit so großem Beifall aner- ti||§ij|Sfannte Familie Niedermeyer Frau Schwester mir Gebrüdern Vogel werden mit vielverlangtem Aufruf von den hiesigen hochlöblichen Herrschaften das zweite und letzte Conzcrt mit ganz neuen Abwechslungen, Montag den 18. November
im Saale zum Prinz Carl wiederholen; M. Niedermeyer wird sich nach Kräften bemühen, das durch Auswahl mit schönen National-Alpcn-Liedern sowohl als mit dem angenehmsten Vortrage in Musik aus dem Baß und streichenden Terz-Zythern#Sn(Irunientc mit eigener Begleitung der Violine und Guitarre das kunstsinnige Publikum in Gießen auf das Angenehmste zu unterhalten suchen. Entree -> Person 18 fr., zweiter Platz 12 fr. Kinder zahlen die Hälfte des Eintritts, auf der Gallerie 3 fr. Wir ersuchen alleHerrn und Damen, welche bestimmte Plätze wünschen, solches gefälligst bestellen zu lassen.
Billets sind in unferm Logis, M. 8., im Prinz Carl zu befommen.
1938) Ich warne Jeden, auf meinen Namen etwas zu borgen. Wihelm Schwalb,
Dachdecker - Meister.
Theater in Giessen.
Sonntag den 17. November.
(8te Vorstellung im zweiten und letzten Abonnement.) Stuf vielseitiges Verlangen:
Der böse Geist
Lurnpacivagabnndus,
oder:
Das liederliche Kleeblatt.
Zanverposse mit Gesang in 3 Aften, von Nestroy.
Mnsif von Kapellmeister A. Müller.
August Friese.
Frischbacken.
Den 17. November. Christian Jughard in der Wallthorstraße. Georg Noll in der Neustadt. Jeremias Wallenfels auf dem SelterSweg. Carl Noll in den Neuenbauen.
Kirchliche Anzeigen.
Evangelische Gemeinde.
Gottesdienst. Am 17. November. Morgens: Kirchenrath Dr. Engel. Nachmittags: Pfarrer Bonhard.
Die Pfarrgeschäfte in der nächsten Woche be»‘ sorgt Kirchenralh Dr. Engel.


