Ausgabe 
16.11.1844
 
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UM

1886) Cfescftäftseröffnung.

>5^7 Einem geehrten Publikum mache ich andurch die ergebenste A

I. Hanau, Uhrmacher und Goldarbeiter auf dem Neuenweg bei Wittwe Wallenfels.

Uhren- un- Wouterie-Geschäft

" eröffnet habe, und alle vorkommenden neuen Arbeiten, wie auch

Reparaturen in Uhren, Gold- und Silberwaaren gut und billig Zugleich bemerke ich, daß ich mit einer schönen Auswahl goldener und silberner Taschenuhren, sowie der modernsten Gegenstände m Gold- waaren, als: Ohrringen, Brosches, Colliers, Armringen, Nadeln, Ketten und allen in dieses Geschäft einschlagenden Artikeln bestens versehen bin und stets bemüht seyn werde, gute und geschmackvolle Maare zu liefern.

Altes Gold und Silber kaufe und tausche lch zum höchsten Merthe em. Meinen geehrten Abnehmern reelle Bedienung zuftchernd, bitte ich geneigten Zuspruch.

Gießen den 7. November 1844.

1890) Ausruf zur Linderung der Noth!

Bereits baben öffentliche Blätter das Publikum vou der großen Feuersbrunst, welche am 10. September das Landstädtchen Sachsenberg im Waldeckischen heimgesucht hat, in Kenntmß gesetzt. Das unbezw-ng- liche Heller raubte innerhalb drei Stunden einem Drittheil der E-nwohner der ohnehin armen Stadt ibrc Wohnungen, Früchte, Fourage und Mobiliar, brachte somit 63 Familien mit 384 Seelen um ihre sämmtliche Haabe und Nahrung. Bon allen nothwendigsten Lebensbedürfnissen für Me.stchen und Meh entblöst, haben^zwar die Unglücklichen vorerst sowohl von ihren Mitbürgern, als auch von der naben Umaeaend auaenblickliche Unterstützung gefunden; allein der Notkleidenden und Hulssbedurftigen sind b, E. S«,l flrigt ,-glich, um s-m-hr, da da» W°°ili-r -ich. m,d di, W°d°»»g-» nUr Das^ unverschuldete Unglück spricht für sich selbst, es erweckt in jedem sichlenden Herzen Theil- nähme und Unterstützung, dieß haben schon mehrere Gemeinden und Personen von nahe und fern durch milde Gaben bereits rühmlich bewiesen, wofür die armen abgebrannten Einwohner der Stadt Sachsen- berq nur mit blutendem Herzen innigst danken können. Auch der Hochherzigkeit der Stadt und Um­gegend Gießen, die sich bekanntlich bei allen Gelegenheiten, wo es galt, Nothbedrangte zu Unterstützen, und gemeinnützige Zwecke zu fördern, rühmlichst auszcichnete, wird die Bitte nicht ohne günstigen Erfolg entgeben, von ihrem Ueberflusse ein Schärflein abzunebmen und zur Unterstützung der armen Abgebrannten !!! Sachse7berg zi- verwenden, die ebenfalls in den früheren Jahren den Abgebrannten ,n der Nachbar­gegend größtentheils die erste Hülfe und Unterstützung brachten. Mochten auch d-cßmal die Einwohner der Stadt und ktmgegend Gießen ihren früheren Rubm durch Mildtkatigkeit vollkommen krönen.

Das Handlungshaus Zoh. Balth. Noll in Greßen ist von uns bevollmächtigt, müde Gaben m

Empfang zu uchmen. ,

Sachsenberg im Fürstenthüin Waldeck im M. October 1844.

" 9 u Bürgermeister und Rath daselbst.

Unter Bezugnahme auf oben stehenden Aufruf des fürstlichen Stadtraths zu Sachsenberg an die bekannte Mildthätigkeit hiesiger Einwohner, erbiete ich mich nach Aufforderung desselben, mit Ver­gnügen milde Gaben für die Unglücklichen in Empfang.zu nehmen.

d,n 4. N-v-mb-r 1ö4«. 8al.