527
UM
”i89m “ Aufruf zur Linderung der Noth!
Bereits haben öffentliche Blätter das Publikum von der großen Feuersbrunst, welche am 10. SchWnber das Laudstädtcken Sachsenberg im WaldeÄischen heimgesucht bat, in Kenutmß gesetzt. Das unbezwmg liebe steuer raubte innerhalb drei Stunden einem Drittheil der Einwohner der obuelnn armen Stadt ihre Wohnungen, Früchte, Fourage und Mobiliar, brachte somit 63 Familien mit 384 Seelen um ihre sämmtliche Haabe^uttd Nahrung. Von alle» nothwendigsten Lebensbedursmssen für Menschen und V eh entblöst baden Zwar die Unglücklichen vorerst sowohl von ihren Mitbürgern, als auch von der naben Umaeaend augenblickliche Unterstützung gefunden; allein der Nothlcidenden und Hülfsbedurftigeu sind ML Ä ®W1W &A <- s-m-h-, d- W g°r »ich, u»° »,e W°h»°»g-»
ffÄÄJÄ' ft- M st«, c« m std,m f»k„»n, W« M iiabtnc und Unterstützung, dieß habe« schon mehrere Gemeinden und Personen von nahe und fern durch Ät&lÄ&li* Kwi*»', wofür di- am,™ S*
berg nur mit blutendem Herzen innig.fl danken können. Auch der Hochherzigkeit der Stadt und ln - qeqend Gießen, die sich bekanntlich bei allen Gelegenheiten, wo es galt, Noihbedrangte zu unterßchtzcn, und gemeinnützige Zwecke zu fördern, rühmlichst auszeichnete, wird die Bitte nicht ohne günstigen Erfolg entgehen, von ihrem Ueberfluffe ein Schäl flein abzunebmen und zur Unterstützung der armen Abgebrannten zu Sachstniberg zu"'venvendcn, die ebenfalls in den früheren Jahren den Abgebrannten ui der Nach ar- geg«id größtentheils die erste Hülfe und Unterstützung brachten Möchten auch d.eßmal d'- Einwohner der Stadt und Umgegend Gießen ihren früheren Ruhm durch Mildthatigkeit vollkommen kwnen.
Das Handlungshaus Zoh. Balth. Noll in Gießen ist von uns bevollmächtigt, müde Gaben m Empfang zu nehmen. ,
Sachsenbcrg im Fürstenthum Waldeck im M. October 1844. , . ,
*' a ° Bürgermeister und Rath daselbst.
Unter Bezugnahme auf oben stehcndeü Aufruf des fürstlichen Stadtraths zu Sachscnberg an die bekannte Mildthcitigkeit hiesiger Einwohner, erbiete ich mich nach Aufforderung desselben, mit Vergnügen milde Gaben für die Unglücklichen in Empfang zu nehmen.
in, 4. $o»,*r <844. Bal.h. R°l>.
iß
.Bäeröffnet naoe, uno aue vorivuiuicuueii i«,« fc®^9icpnroturcn in , ®olt> - unb Silberwaaren gut unb 011119
1886) GescnäflserbffMUttg«
Einem geehrten Publikum mache ich anburch bie ergebenste L Anzeige, baß ich unter bem Heutigen in hiesiger Stabt ein M
Uhren- und Pyonterie - Geschäft
eröffnet habe, unb alle vorkommenben neuen Arbeiten, wie auch
VCVflttlflC*
Zugleich bemerke ich, baß ich mit einer schönen Auswahl golbener unb silberner Taschenuhren, sowie ber mobernsten Gegenstanbe m Golb- waaren, als: Ohrringen, Brosches, Colliers, Armriugeii, Nabeln, Ketten unb allen in bieseö Geschäft einschlagenben Artikeln bestens versehen bm unb stets bemüht seyn werbe, gute unb geschmackvolle Maare zu liefern.
Altes Golb unb Silber kaufe unb tausche ich zum höchsten Werthe ein.
Meinen geehrten Abnehmern reelle Bebienung zusichernb, bitte ich geneigten Zuspruch.
Gießen ben 7. November 1844. I- ..
( Uhrmacher und Goldarbeiter
auf dem Neuenweg bei Wittwe Wallenfels.


