Ausgabe 
5.10.1844
 
Einzelbild herunterladen

Beilage

i» JE SO.

des

Anzeigeblatts für? die Stadt und den Kreis Gießen.

Zu vermiethen.

1598) Lit. C. 46. auf dem Seltcrsweg ist eine Familienwohuung, sowie ein großer gewölbter Keller mit Lagern zu vermiethen.

1671) Die mittlere Etage des Kunbardtischen Hauses auf dem Selrersweg ist auf drei Jahre zu vermiethen und alsbald beziehbar. Hierauf Re- flectirende belieben sich an den Unterzeichneten zu wenden. Dr. Eckstein,

Gr. Hofgerichts-Advocat.

1651) Vierzig Gulden Vormundsgelder lie­gen zum Ausleihen bereit. Ausgeber d. Bltts. sagt bei wem?

1646) Das seither von Herrn Prof. Müller be­wohnte Logis in meinem Hause ist anderweit zu vermiethen. Wießell,

Hofgerichts - Advocat.

1642) Ein freundliches Wohnhaus, bestehend aus zwei aneinander stoßenden Zimmern mit Ka- binct, zwei Dachstuben, Küche, Keller und Holz­raum, alles verschließbar und im besten Zustande, ist zu vermiethen; auch kann ein kleines Gärtchen nebst Hofraum und Mitgebrauch des Negenfasses dazu abgegeben werden. Das Nähere ist bei der Erpedition d. Bltts. zu erfragen.

Vermischte Nachrichten.

1669) Spanische Weine

Xeres und Malaga., ächt, rein und von vorzüglicher Qualität, ist neu angekommen und zu haben bei Witrnze Diehl.

1660) Ich habe meine seitherige Wohnung bei Frau Kaufmann Felsing auf dem Selterswcg ver­lassen und wohne jetzt bei Herrn Professor Dr. v. Klip stein in der unteren Etage.

D o r n se i ff, Hofgerichts - Advocat.

1629) Mein seitheriger Knabenunterricht nimmt Montag den 7. October in dem Hause des Herrn Bäckermeisters Noll in den Neuenbäuen seinen ge­wohnten Fortgang.

Gießen am 26. September 1844.

G. Rappolt.

1568) Ich ersuche Alle, welche die Gewerbs­rechnenschule besuchen wollen, sich bis zum 6. Octo» bcr d. I. bei mir zu melden.

I. Lauckert.

1643) In eine hiesige Waaren-Handlung wird em Ladenmädchen gesucht. Die Erpedition d. Bltts. sagt wo?

1647) Bei dem Unterzeichneten können Kinder täglich einen mehrstündigen Privatunterricht in allen Elementar-Unterrichtsgegenständen erhalten.

Gießen den 2. October 1844.

S. M a y e r.

Lehrer der israelitischen Gemeinde.

1652) In meinem Omnibus sind zwei sei­dene Sacktücher liegen geblieben, diese können ge­gen Vergütung der Jnseratgebührcn bei mir in Empfang genommen werden.

Gießen den 3. Oktober 1844.

Hering.

1670) Der schwarze

Mefenelephmlt

vom Atlas, weiblichen Geschlechts, mit Schlachtzäh­nen, von Abd-el-Kader, 70 Jahr alt, 11 Fuß hoch und 7800 Pfund schwer. Dieser Elephant ist 60 Jahre lang auf der Veste von Mascara gewesen, denn er wurde auf der Jagd jung gefangen, wo seine Mutter vom Großvater Abd-el-Kader's ge- tödtet wurde, und diente dem jetzigen (damals ein junges Thierchen) zu seinem Vergnügen. Er hat ihn abgerichtet, welches die Menge Kunststücke be­zeugen, die er ausführt.

Der Elephant wird um 11, 2, 4 und 6 Uhr an einer gedeckten Tafel speisen, wobei er seine Wünsche durch die Glocke zu erkennen giebt. Wäh­rend 15 Stunden nimmt er 300 Pfund Nahrungs­mittel zu sich, die aus Reis, Brod, Kleie, Hafer, Kartoffeln, gelben Rüben, Heu und Stroh bestehen; fein Getränk während dieser Zeit besteht etwa aus 30 Schöpfeimern Wasser und zuweilen Wein und sehr starken geistreichen Getränken. Von Stunde zu Stunde wird ihn sein Kornak alle seine Spiele aufführcu lassen.

Der Schauplatz ist im Gasthaus zum Prinz Carl. Auch ist daselbst ein Dromedar von außerordentlicher Größe mit doppeltem Höcker und 8 FuH hoch, täglich von Morgens 9 bis Abends 7 Uhr zu sehen.

Hutter, Besitzer.

1645) Es hat sich die Sage verbreitet, als habe ich die Wirthschaft niedergelegt, dieses ist un-