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dann möglich ist, wenn die Nebenläger, gleiche Vorkehrungen unterlassen und welches sich in diesem Jahr« an mehreren Orten des Großberzogthums auf das Beste bewährt hat.
Das fragliche Verfahren besteht in folgendem: , , ,
Ta das Weibchen des Frostnachtschmetterlings seine Eier in die Tragknospen legt, dahin aber beim Mangel eigentlicher Flügeln nur, indem es an dem Stamme hinaufkriecht, gelangen kann, so sichert man sich gegen diesen Feind am besten dadurch, daß man einen, mit klebrigen Stoffen überzogenen, Gürtel um den Baum legt, wobei man jedoch sorgfältig darauf achten muß, daß zwischen der Rinde und diesem Gürtel kein freier Raum bleibt, indem sonst der Schmetterling unter demselben hindurchkriecht. Gutes starkgeleimtes Zuckerhut- und sonstiges dauerhaftes Papier läßt sich hierzu, recht gut verwenden. Man schneidet dasselbe in 5 Zoll breite Streifen, die man dann mit Bindfaden oder Weibe, etwa nach vorheriger Reinigung der Rinde festbindet. Hierauf wird dann der klebrige Stoff aufgctragen, am besten mittelst eines Borstenpinsels. Man hat sich verschiedener Stoffe, wie des Theers, Vogelleims rc. bedient, diese bedürfen jedoch eines öfteren Anstrichs. Am haltbarsten hat sich eine Mischung aus 1 K Eolophonium, 12 Loth Terpentin und 24 Lth. Brenn- oder Leinöl, auch Repsöl, die zusammengckocht werden,^b^cwMt.^^^ des Obstbaues in Deutschland rc., wird eine Mischung von
1 L Faß- oder Gießpech und K dicken Terpentin, wozu man, nachdem man beides in einem Topfe über gelindem Kohlenfeuer flüssig gemacht, 1 ß dickes Rüb- oder Leinöl gießt, empfohlen. Diese Quantität soll für 80—100 Bäume hinreichend sein, und nur alle 8 Tage aufgetragen zu werden brauchen.
Vom September an bis in den December ist Wachsamkeit auf diese Gürtel erforderlich und es müssen dieselben während dieser Zeit stets rein gehalten werden, damit nicht Schmetterlinge, ohne die Salbe zu berühren, darüber wcgkommen, auch müssen sie zweimal wöchentlich überschmiert werden. Sorgfältig ist darauf zu achten, daß den Schmetterlingen nicht an Baumstangen oder an, mit ihren Aesten in den geschützten hineinreichenden andern Bäumen die Möglichkeit hinauf zu kriechen gelassen wird.
Tritt Schnee und Frost sehr zeitig ein, so bleiben die Schmetterlinge in der Erde bis es aufthaut und mild wird. Hauptsächlich an schönen Tagen des Februars und Marz zeigen sie sich dann wieder, wcßhalb zu jener Zeit eine Wiederholung des Anstrichs nöthig ist. —
Auf tiefe Weise wird auch der braune Spanner vernicbtet, der den Blüthen eben so gefährlich ist, wie der oben erwähnte grüne, jedoch nicht so häufig zum Vorschein kommt, wie dieser. —
Bei der Wegnahme des Gürtels ist es eine nothwendige Vorsicht, die darunter befindliche Stelle des Stamms bis zur Erde stark abzukratzen und das Abgekratzte zu verbrenne», weil viele Znsccten in dieser Gegend des Baumes ihre Eier in die Rinde legen, wenn sie nicht weiter hinauf kommen können.
Auch das Aufgraben der Erde etwa 3 —4 Zoll tief unter dem ganzen Umfange des Baumes, oder wenigstens um den Stamm herum ist sehr zu empfehlen, wobei dann sorgfältig auf die darin be- findlichen Puppen zu achten ist. ,
Zu Nr. K. G. 12547. Gießen am 28. September 1843.
Betreffend: Den Ankauf der diesjährigen Remontepfcrde.
Der Großherzoglich Hessische
Kreisrath des Kreises Gießen
an
sämmtliche Gr. Bürgermeister dieses Kreises.
Rach Verfügung Gr. Kricgs-Ministcriunis soll der Ankauf der dicßjährigeu Remontepfcrde am 16. October zu Friedberg, „ 17. „ „ Hungen,
„ 19. ,, ,, Alsfeld
stattfind en, was Sie ungesäumt in Ihren Gemeinden gehörig zu veröffentlichen haben. Prinz.


