Ausgabe 
22.4.1843
 
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Edictalladnng.

817) Georg Knortz von Dutenhofen mit seiner Frau Katharina, geb. Pitz von Allendorf, »nd Johann Müller, Deuber, mit seiner Fran Anna Maria, geb. Krafft von Dutenhofen, beabsichtigen nach Amerika auszuwandcrn.

Es werden daher Alle, welche Ansprüche an deren Vermögen zu machen haben, hierdurch auf- gefordert, solche in deni auf

Mittwoch den 3. Mai d. I., Vormittags 8 Uhr, anberaumten Termin dabier geltend zn machen, indem nach Ablauf dieses Termins das Vermögen derselben zur Erportation freigegeben wird.

Atzbach den 16. April 1843.

Köm'gl. Justiz-Amt.

C. Diestcrweg.

Besondere Bekanntmachungen.

649) Aufforderung.

Diejenigen Schuldner der Pfand- und Leihan­stalt, welche innerhalb der bestimmten Frist ihre Pfänder weder prolongirt noch cingelößt haben, werden hiermit aufgefordert, solche ohnfehlbar bis zum 23. d. M. einzulößen, gegenfalls dieselben ohne Weiteres den 4. Mai versteigert werden.

Gießen den 21. April 1843.

Die Großb. Pfandhausvcrwaltuug. Bieler. Pfeil.

650) PiiblicaHdum.

Bei der am 4. Mai d. I. beginnenden Pfän- dervcrsteigerung werden auch Gegenstände von Pri­vaten zugezogen; man bittet daher Diejenigen, welche solche initverst-ngert zu baden wünschen, um deren Abgabe den 26., 27., 28. und 29. d. M mit Bei­fügung des geringsten Preises. Bemerkt wird übrigens, daß nur solche Effekten angenommen wer­den, welche dem Preis, der dafür erzielt werden soll, auch entsprechen.

Gießen den 22. April 1843.

Die Pfandhausverwaltung Bieler. Pfeil.

620) Unter Bezugnahme auf meine Bekannt­machung vom 12. September 1837 und die Be­stimmung im § 41 der Instruction für Gemeinde- Einnehmer bringe ich hierdurch in Erinnerung, daß an den Wochentagen: Montag, Dienstag, Donnerstag und Samstag, Vormittags, Zahlungen au die Stadtkaffe zu leisten und von derselben zu empfangen sind. Ans Rücksicht auf meine vielfältigen Dienstverrichtungen hoffe und

wünsche ich, daß diese Zahltage pünktlich einge­halten und Störungen an den Nachmitkägen, sowie am Mittwoch und Freitag um so mehr vermieden werden mögen, als dieselben auf meine Geschäfts­führung nur nachtbeilig einwirken und für die Be­theiligten nichts anders als vergebliche Gänge zur Folge haben würden. Hinsichtlich der Erhebung des Qctroi vom Schlachtvieh und der Abgabe für Baumaterialien, sowie des sogenannten Weid- oder Sprunggeldes bleibt es vor der Hand noch bei der bisherigen Einrichtung, wornach diese Erhebung an jedem Tage (Sonn-, Fest- und Jabrmarktstäge ausgenommen) in den gewöbnlichen Büreanstunden stattfiudet. Zugleich bemerke ich, daß, falls ich wegen Verhinderung zuweilen einen meiner Gehül- feu mit der Erhebung und Quittungsertheilmig beauftragen sollte, ich dich jedesmal durch einen Anschlag an der Thüre meiner Geschäftsstube be­kannt machen werde.

Gießen den 19. April 1843.

Der Stadtrechner Ncrn.

621) Die nachverzeickmeten städtischen Gelder sind in den nächsten 8 Tagen an die Stadtkasse zu bezahlen, nämlich:

1) Schulgelder für das erste Quartal d. I. aus der Realschule und den Stadtschulen, und

2) Holzsteiggelder von der, am 16. Februar d. I. in dem Stadtwald abgehalreneu Ver­steigerung.

Gießen den 20. April 1843.

Der Stadtrechner Rern.

Versteigerungen.

581) Auf Antrag des Johannes Rinn, Schnei­dermeisters dabier, sollen dessen Immobilien:

1) 32siHKlstr. Hans mit Hofranm, Hinterbau und Stall auf dem reichen Saud,

2) 111 ,, Grabgarten auf dem Reicheusard,

3) 130 Acker auf der Chaussee, rechts

der Pulvermühle, J/2lr, ya2r Kl., ztbar,

4) 90 Acker, Lag-Gärten am obersten

Riegelpfad, 2r Kl., ztf,

5) 90 Acker, Garten am obersten Rie­

gelpfad, 2r Kl., ztf.,

Montag den 24. April d. I., Nachmittags 2 Uhr, auf dahiesigem Nachhause versteigert werden.

Gießen den 6. April 1843.

Großh. Hess. Stadtgericht.

Müller. Dr. Zimmermann.