Ausgabe 
30.10.1841
 
Einzelbild herunterladen

340

1453) Eine der angenehmsten und gesündesten, aus 2 3 Pieeen bestehende Mansarden-Woh- nung ist zu vermiethen und alsbald zu beziehen. Das Nähere darüber ist in der Erpedition d. Bl. zu erfahren.

1430) Zn Lit. A JVa 36 in der Hintergasse ist ein möblirtes Zimmer mit Kabinet, sowie zwei Zimmer nebeneinander, mit oder ohne Möbel, zu vermiethen.

1491) Auf dem Seltersweg, Lit. C M 148, ist eine vollständige Wobnung, entweder im ersten oder zweiten Stock, bestehend in 3 heizbaren und noch zwei andern Stuben, Küche, Theil an der Waschküche und Keller, sowie verschließbarer Holz« renn'fe, zu vermiethen, welche baldigst bezogen werden kann. A. K. Worms,

Antiquar.

3513) Auf dem Seltersweg, Lit. C M 146, sind zwei möblirte Zimmer zu vermiethen.

1429) Eine neu eingerichtete, bequeme Woh- nung von 6 Zimmern, mit zugehörigen Räumen und Bleiche, ist ganz oder in zwei Wohnungen getrennt, zu vermiethen.

G. Stein, Reallehrer.

Vermischte Nachrichten.

Unterrichts- Anzeige

1516) für Frauenzimmer.

Neuerfundene Lehrmethoden weiblicher Kunstarbeiten.

Marie Nüschclcr aus Zürich ist hier angekommen, um einen Kurs in folgenden Lehrgegenftäuden zu eröffnen:

1) Aus jedem Stoffe die ueucsten Putz-, Fischbein- und gezogenen Hüte zu verfertigen. Ihre Anleitungen sind der Art, daß man statt des sonst jab- relangen Unterrichts in der so kurzen Zeit von 14 Tagen gründlich die Verferti­gung der genannten Gegenstände lernt.

2) Die Verfertigung aller Arten von Putzhauben lehrt sie in der Zeit von 5 Tagen.

3) Neuerfundene Methode im Anmes­sen und Zuschneiden der Frauen­zimmerkleider nach Eintheilung mit dem Maße.

Diese neue Erfindung wird praktisch in der kurzen Zeit von 12 Lectionen ge­

lehrt. Diejenigen Damen, welche diesen Unterricht genießen, der sich noch überall, wo er von der Unterzeichneten ertheilt wurde, des ungetheiltesten Beifalls der Damen zu erfreuen hatte, werden nacbher zu keiner Art von Kleidern ein Modell ge­brauchen, indem Alles nach dem Maße aus freier Hand zugeschnitten wird; eben» so wird dadurch das so lästige Anprobiren beseitigt, und ganz leicht wird es werden, nach jedem Mode-Journal die Kleider an- zufertigen.

Die Unterzeichnete ladet daher Frauen­zimmer, so wie Eltern, denen daran liegt, ihre Töchter die eine oder andere dieser Kunstarbeiten lernen zu lasten, ein, bei ihr das Nähere über die Art des Unterrichts und die Eintherlung der Stunden zu er­fragen.

Auch bemerkt sie noch, daß ihr hiesiger Aufenthalt blosfüreinigeWochenbestimmtist.

Ein Mädchen von unbemittelten Eltern kann den unter M 3 genannten Unterricht unentgeldlich genießen.

Gießen den 27. October 1841.

Maria Nuscheler aus Zürich, wohnhaft bei Fräulein Elwert in den Neuenbäuen.

1521) Mehrere gute Cigarren-Ar- beiter können dauernde Beschäftigung finden bei Wilhelm Braubach, in Butzbach.

1518) Bom Seltersweg aus bis an's Gast­haus zum Rappen ist ein Herr en sch uh verlo­ren worden; der redliche Finder wird ersucht, denselben gegen eine angemessene Belohnung im Gasthaus zum Rappen abzugeben.

1505) Am verflossenen Samstag, den 16. Ok­tober, ist beim Ausfahren der Kühe, dem hiesi­gen Ortsbürger Zacob Strasheim eine Kuh, von Farbe roth, entlaufen.

Man ersucht die Herrn Bürgermeister, wen» sie irgend eine Spur über dieselbe mittheilen oder den Ort der Aussaugung angeben können, den Unterzeichneten alsbald hiervon in Kenntniß zu setzen. Eberstadt am 20. Oktober 1841.

Der Bürgermeister Tempel.

Hierzu eine Beilage