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jedoch seit 12 Jahren abwesenden Schwager Andreas Sell -indessen nur Privatquittung aufgelegt, und um Löschung der deßhalbigen Hypothek gebeten.
Der genannte Andreas Sell wird daher, da dellen Aufenthaltsort unbekannt, hiermit öffentlich aufgefordert, seine Ansprüche wegen der obigen Herausgift so gewiß bis zum Termin
Freitag den 19. März b. I.,
Morgens 9 Uhr, vor unterzeichnetem Gericht anzumelden und zu begründen, als sonst die Löschung der frag!,eben Hypothek bewirkt werden wird.
Marburg den 19. Januar 1841.
Kurfürstlich Hesi. Landgericht. Hille.
vt. Schmidt.
52) Eberhard Weller, an der Landstraße bei Wieseck wohnhaft, besitzt die nachfolgenden Grundstücke:
Pa8-. 831 87 Ruth, oder 347 Klftr.
' No. 18 ll _ AU 4
in der Hausbach.
„ Pag. 3389 82 Ruth, oder 294 Ls Klftr:
Nro. U 4$ ' _ , r . r
Wiese in den Ochsenwiesen.
~ Pag. 3452 46 Ruth, oder 157 in Klft.
Nro. 6 .
Wiese vor den Herrnwiestn.
Er will dieselben theils von seinen Eltern ererbt, theils will er sie erkauft haben, kann sich aber darüber nicht genügend auswcisen.
Auf seinen Antrag bringt man dieses hiermit zur öffentlichen Kenntniß, und fordert alle diejenigen, welche etwa Ansprüche an die gedachten Grundstücke haben könnten, aus, dieselbe» so gewiß innerhalb 4 Wochen von heute an dahier zu begründen, als sie sich sonst selbst die Nach- theile zuzuschreiben haben, die etwa aus der Nichtbeachtung dieser Aufforderung erwachsen können. Gießen den 8. Januar 1841.
Gr. Hess. Landgericht das.
P l o ch.
Versteigerungen.
92) Auf freiwilliges Ansuchen des Postpackers Johannes Haus dahier sollen nachbemerkte, demselben zustehende Güterstücke, als:
1) 180 Klftr. oder 33 Ruth. Acker zwischen dem Mittel- und Wetzlarer Weg, zehntfrei;
2) 78 Klftr. oder 23 Ruth. Acker am
alten Feld, aufs Bruch stoßend, zehntfrei;
3) 106 Ls Klfter. oder 31 Ruth. Acker bei den Gärten am alten Feld, zhtfr.;
4) 153 D Klftr. oder 45 Ruth. 5 Sch. Garten am obersten Niegelpfad, neben Johann Philipp Hoch, zehntfrei, mit Gartenhaus,
Montag den 1. Februar, Nachmittags 2 Uhr, unter den alsdann bekannt gemacht werdenden Bedingungen, öffentlich meistbietend versteigert werden. Gießen den 19. Januar 1841
.Großh. Hess. Stadtgericht. M ü l l e r.
400) Montag den 1. Febr d. I, Vormittags 9 Uhr, soll die Lieferung der Besoldungs- Frucht für die städtischen Diener auf das Jahr 1841, an den Wenigstfordernden nochmals versteigert werden.
Die Frucht besteht in 71 Maltern Korn und 1 Malter Waizen.
Gießen den 25. Januar 1841.
Der Großherzogl. Bürgermeister Schneider.
101) Das Umpflastern der Straßcnrinnen in der Hinlergaffe , veranschlagt zu 72 fl., soll Dienstag den 2. Februar d. I., Morgens 9 Uhr, an den Wenigstfordernden vergeben werden.
Gießen den 28. Januar 1841.
Der Großherzogl. Bürgermeister Schneider.
102) Die Maurerarbeit an der Ausgerinn- sck'leuße, veranschlagt zu 280 fl., soll Dienstag den 2. Februar d. I., Morgens 9 Uhr, auf der Bürgermeisterei dahier an den Wenigstfordernden versteigert werden.
Gießen den 23. Januar 1841.
Der Großh. Bürgermeister S ch n eti d c r.
99) Die Lieferung von Geräthschaften für den städtischen Wiesenwärter, veranschlagt zu20fl. 4kr., soll Mittwoch den 3. Februar d. I. an den Wenigstfordernden vergeben werden.
Gießen den 25. Januar 1841.
• Der Großh. Bürgermeister
, Schneider.
7») Fruchtversteigerung bei dem Rentamte Gießen.
Mittwoch den 3. Februar 1841., Vormittags 10 Uhr, werden
170 Malter Korn, 44 Malter Gerste und 220 Malter Hafer
unter den bekannten Bedingungen auf hiesigem Rathhause versteigert.
Gießen den 19. Januar 1841.
Der Großh. Rentamts-Vicar
S o l d a n.


