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Beilage;« Ml 4 desAazeigeblatts-erStadt Giessem.
464) Serlinische
Lebens - Versicherungs - Gesellschaft.
Zn dem letzten Jahresberichte der Berlinischen Lebens-Versicherungs-Gesellschaft vom 23. Januar b. I. ist vorläufig bemerkt, daß dieselbe die Allerhöchste Genehmigung zur Ausdehnung ihrer Geschäfte auf eine neue Bersicherungsform erwarte, die dem Versicherten neben dem Zweck: bei seinem Tode dritten Personen ein bestimmtes Capital oder eine lebenslängliche Rente zu hinterlassen, auch während seines Lebens nach Ablauf aewisser, im Voraus bestimmter Jahre, den eiaenen Genuß des versicherten Ca- vitals' in Aussicht stellt, und ihm also, außer den Vortheilen einer gewöhnlichen Lebens- Versicherung, noch diejenigen einer wirklichen Sparkasse gewährt.
Nachdem diese allerhöchste Genehmigung nunmehr cingegangen ist, können gedruckte Ercm- plare sowohl einer vollständigen Nachricht über die Bedingungen und Vortheile dieser neuen Ver- sichernngssorm, als auch des, die Grundsätze für dieselbe enthaltenden Nachtrages zu dem Geschäflö- plan der Gesellschaft, nebst Antrags-Formularen im Bureau der Gesellschaft (Spandaucr Straße M 29) und bei den Herren Agenten derselben jederzeit in Empfang genommen werden.
Berlin den 15. März 1841.
Direktion der Berlinischen Lebens - Versicherungs - Gesellschaft.
C.W.Brose. C. G. Brüstlein. F.G.v.Halle. F. M. Magnus, Dircctoren.
Lob eck, General-Agent.
Indem ich obigen Bericht der Berliner Le- bens-Versicherungs-Gesellschaft zur öffentlichen Kenntniß bringe, lade ich zu Versicherungen mit dem Bemerken ein, daß ich stets zu jeder möglichen Auskunft über die neue Versicherung«, form bereit bin.
Gießen den 1. April 1841.
Die Agentur Gießen.
I. Balth. Noll.
442) Von meinem Bauplatz kann sehr guter Lehmgrund abgefahren werden, und bewillige ich, nach vorheriger Ucbercinkunst, eine Vergütung für das Abfahren.
Emil P i st o r.
450) Es ist jemanden ein schwarzer Pinscherhund mit weißer Brust und Blesse zugelaufen, und kann derselbe gegen Inserat- und Futterkasten von dem Eigentbümer in Empfang genommen werden. Wo? sagt Ausgeber dieses.
448) Wohmmqs-VerSnderrmg.
Daß ich meine seitherige Wohnung am Wall- thore verlassen und nunmehr bei Herrn Schuhmachermeister Friedrich Hoch in der Sonne wohne, verfehle ich nicht, meinen Freunden und Gönnern bekannt zu machen.
Gießen den 31. März 1841.
Marcus Löb.
456) Drei tüchtige Schlossergesellen können bei Unterzeichnetem Arbeit finden.
L. Jungk, Mechanikus.
Frischbacken.
Sonntag den 4. April. Balthasar Weidig in der Neustadt. Philipp Lampns auf dem Kreuz. Carl Noll in den Neucnbäuen.
Kirchliche Anzeigen.
Evangelische Gemeinde.
Gottesdienst. Am Bußtage. Morgens: Superin« tendent Simon. Nachmittags: Pfarrer Bonhard.
Am Gründonnerstage. Morgens: Kirchenrath Dr. Engel.
Am Charfreitage. Morgens: Kirchenrath Dr. Engel. Nachmittags: Pfarrer Bonhard.
Kopulirte. Den 28. März. Ludwig Daniel Leonhard Christian Eimer, Bürger und Schneidermeister dahier, des verstorbene» hiesigen Bürgers und Strumpfweberineisters, Jeremias Christoph Ein,er, ehelicher Sohn, und Johannette ' Katharine Beppler, des hiesigen Bürgers und Metzgermeisters, Johann Konrad Beppler, eheliche Tochter.
Getaufte. Den 28. März. Dem Bürger und Wcißbindermeistcr, Christian Petri, eine Tochter, Johanna Luise, geboren den 13. März.
Denselben. Eine uneheliche Tochter, Elise Helene Henriette, geboren den 19, März
Denselben. Dem Bürger und Schuhmachcrmeistcr, Johann Jacob Ramspcck, eine Tochter, Adelheid Christine Wilhelmine Karoline, geboren den 12. März.
Den 30. März. Dem Bürger und Fuhrmann, Ludwig Müller, ein Sohn, Moritz Daniel, geboren den 17. März.
Beerdigte. Den 31. März. Heinrich Schneider, des verstorbenen Bürgers, Daniel Schneider zu Offenbach, ehelicher Sohn, Schornsteinfegcrgeselle dahier, alt 40 I 4M. 20 T, gestorben den 28. März.
Den 2. April. Johannette Margarethe Katharine Reiber, des Bürgers und Tapezierers, Christian Konrad Reiber, Ehefrau, geborne Ziegler, alt 40 I. 9 M.
Denselben. Johannes Frech, Bürger und Fuhrmann dahier, des verstorbenen hiesigen Bürgers und Metzgcrmeisters, Johann Wilhelm Frech, hinterlassener ehelicher lediger Sohn, alt 51 I. 8 M. 16 T., gestorben den 30. März.
Denselben. Gustav Friedrich Koch, des Großherzog, lichen Gpmnasiallchrcrs, Dr Theodor Koch, ehelicher Sohn, alt 9 I. 2 M., gestorben den 30. ^Diärz.
Tie Pfarrgeschäfte in der nächsten Woche bc, sorgt Pfarrer Bonhard.
K a t b o l i f ch c Gemeinde
Beerdigt. Den 31. März. Der Großhcrzogliche pcnsionirte Kanzelist, Friedrich Adam Wigandt dahier, alt 62.1 2 M. 28'$., gestorben den 28. März.


