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,um Abschlüsse eines Arrangements zur Abwendung des Concurses vorgeladen.
Gießen den 20. Juli 1841.
Großh. Hess. Stadtgericht. Müller.
1004) Die Erben des Johannes Kling deS Ersten (sen. oder Reinhards Sohn) in WLese ck, haben den ganzen Nachlaß ihres Erblassers veräußert und die Absicht, über den Erlös aus demselben zu verfügen. Da man zu wissen nöthig hat, welche Schulden auf ihm haften, so fordert man alle Diejenigen, welche Ansprüche zu machen haben, auf, dieselben sogewiß innerhalb 4 Wochen dahier anzuzeigen und zu begründen, als sie es sich sonst selbst beizumessen haben, wenn sic bei der Disposition über denselben nicht berücksichtigt werden.
Gießen am 12. Juli 1841.
Großh. Hess. Landgericht das. P l o ch.
Besondere Bekanntmachnngen.
107.3) Durch die in Gemäsheit des Schuldentilgungsplans Der. Stadt Gießen vorgenommene Berloosung, sind die unten näher bezeichneten Obligationen auf Inhaber, nämlich:
Lit. A Ä 78, 126 und 160 . 3000ff.
„ B „ 45, 48, 164 n. 185 . 2000 „
„ C „ 40, 74, 88, 109, 201,
515, 550, 574 u. 585 900 „
„ D „ 2, 15 n. 49 ... 130 „
zur Rückzahlung bestimmt worden. Es werden nun die Besitzer dieser Obligationen hiervon mit dem Anfügen in Kenntniß gesetzt, daß sie ihre Kapitalbeträge sammt Zinsen am 1. November d. I., unter Rückgabe der betreffenden Schuldverschreibungen und Zins-Coupons, bei der Stadtkasse dahier in Empfang zu nehmen haben, da mit diesem Tage die Verzinsung aufhört,
Gießen den 21. Juli 1841.
Der Bürgermeister
' Schneider.
ioo5) Verlegung deö Schotter Sommermarkteö.
Dec in dem Großherzogl. Hess. Lanokalender irrthümlich auf den 17. und 18. August eingetragene Schotter - Sommer markt soll,. nach eingelangter höherer Geneymigung, 8 Tage früher, nämlich:
Dienstag den 10. August, Vrehmarkt,
Mittwoch den 11. August, Krämermarkt, abgehalten werden, welches man mit dem An
fügen zur öffentlichen Kenntniß bringt, daß der gewöhnliche Vormarkt Tags zuvor Statt findet. Schotten den 10. Juli 1841.
Der Großh. Bürgermeister K r o m m.
Versteigerungen.
1072) Auf freiwilliges Ansuchen des Wilhelm und Philipp Mai dahier, soll deren Hofraithe nebst Hausgarten in der Mühlgaffe:
1) 46,1 Klftr. od. 13,10 Ruth. Vorderhaus, 2) 46,1 Klftr. oder 13,10 LH Ruth. Hinterhaus nebst Scheuer und Stall,
Montag den 9. August d. I., Nachmittags 2 Uhr, auf dohiesigem Nathhause im Ganzen versteigert werden. Gießen den 19. Juli 1841.
Großh. Hess. Stadtgericht. Müller.
1019) Die der Großh. Landes-Universität zu- stehenden Triebstücke, und zwar:
34 Stück hinter den Eichen am Schießhause u.
6 „ auf der Licher.Chaussee rechts, auf dem Nußlandsweg,
welche bis Michaeli dieses Jahres in einen 6 jährigen Temporalbestand verpachtet waren, sollen
Montag den 26. Juli d. I., Vormittags um 8 Uhr, an Ort und Stelle selbst, auf weitere 6 Jahre, an den Meistbietenden verpachtet werden.
Pachtliebhaber, welche sich über die Lage und Beschaffenheit der Grundstücke vorher rinterrichten wollen, haben sich an den Flurschützen Jung dahier zu wenden, welcher ihnen jede nöthige Auskunft ertheilen wird.
Der Versammlungsort ist am Schießhause.
Gießen am 15. Juli 1841.
Der Großh. Universitäts-Rechner Martin.
1053) Dienstag den 27. d. M., Vormittags 9 Uhr, sollen nachfolgende, zur Chauffirung des Hohlwegs am Friedhof erforderliche Arbeiten, als:
1) Steinbrecherlohn .... 126 ff. 30 fr.
2) Fuhrlohn ...... 385 „ — „
3) Setzerloh»......22 „ 40 „
4) Chauffirarbeit . 265 „ — „
auf der Bürgermeisterei dahier, an den Wenigst- Nehmenden vergeben werden.
Gießen den 19. Juli 1841.
Der Bürgermeister Schneider.


