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93) Citronen sind wieder ganz frisch ange, kommen bei Ioh. Welch. Noll
in der Sandgasse.
88) Mousselin de laine, INapolitaine und Mantelstoffe verkaufe ich zu herabgesetzten Preisen, so wie ich meine Strickwolle in allen Farben empfehle und solcke, um damit aufzuräumcn, unter den Fabrikpreisen abgebe.
M. Heß, Lit. A M. 55.
«94) Bairisch Bier, Holländische Vollbückinge, Häringe und Sardellen, so wie feinster saftiger Schweizerkäse sind angekommen bei L. Iah reis.
93) «Häringe
a 3 fr. per Stück bei I. ®. Appel.
94) Instrumenten - Saiten.
Äusser meinen bekannten holländischen und deutschen Violin-, Guitarr-, Violoncello« und Baßsaiten, führe ich nun auch
ächte Englische Klaviersaiten, welche nach dem Urthcile hiesiger Musikverständi- gen, in Haltbarkeit, Ton und Stimmung ausgezeichnet sein sollen. L. Jahr eis?
96) Braunschweiger und Böppches»Flachs, Straßburger Hanf und Harz bei
L. Jahr eis.
Optisches Waareii-Iager.
94)- Dem verehrten Publikum mache ich Die ergebenste Anzeige, ti daß mein hiesiger Aufenthalt R nur noch bis zum 26 d. M. dauert, und erlaube mir deshalb meine Instrumente und B- namentlich auch meinen Optimeter (Augenmesser), welcher die Sehweite ganz genau bestimmt, wodurch man in den Stand gesetzt wird, die richtigsten Brillen zu erhalten, in empfehlende Erinnerung zu bringen. Bei dem Beifall und der gütigen Aufnahme, welche sowohl mein Optimeter, als überhaupt meine verschiedenen Augengläser, die ich überall so lange auf Prob? überlasse, bis man sich von ihrer Tüchtigkeit überzeugt hat, Fcrnröhren, Mikroskopen, Theaterperspective, Schicßgläßer, Brenn- und Hohlspiegel, Barometer und Thermometer, worin ich auch alle Reparaturen übernehme, Lorgnetten für Herrn und Damen u. s. w., —gefunden haben, schmeichle ich mir auch hier mit der Hoffnung eines zahlreichen Besuches, lieber genannten Augenmeffer und meine Gläser können auf Verlangen Zeug
nisse von sehr berühmten Herrn Doctoren und Professoren ausgestellt und amtlich legalisirt, v»r- gclegt werden.
Mein Waarenlager befindet sich dahier im Gasthaus zum Einhorn, woselbst ich Morgens von 8. bis 9 und Mittags von 11 bis 2 Uhr zu sprechen bin.
Leopold Tiefenthal,
aus Mühl a. R.
Zu vernuetben.
Gasthaus - Verpachtung.
91) Der Unterzeichnete ist Willens, das ihm eigenrhtzmlich zustehende Ga flhaus
zum goldnen Löwen
dahier, von Petriiag d. Z. an, auf 15 Jahre, mit oder ohne Withsioaftsmobiliar, zu verpachten.
Die Lage desselben auf dem Marktplatz, gegenüber der Post, dein belebtesten Theile der sehr frequenten, auch mit einer Garnison und Gerichtssitz versehenen Stadt, welche durch drei Hauptstraßen: von Elberfeld, Cassel und Hersfeld rc führen, macht es zu einer Gastwirthschaft sehr geeignet, womit sich vortheilhaft eine Fuhrmanns- Wirthschaft verbinden läßt.
Dieses Etablissement bietet einem geschäftsge- wandteu Manne einen schönen und sicheren Erwerb.
Sowohl, das Wohngebäude, wie auch die sonstigen Gebäulichkeiten, als: Stallung, Scheuer, Heuboven :c. sinv sehr geräumig und von einem circa * Morgen haltenden, zur Hosraithe gehörigen Garten begrenzt.
Einlreteiiben Falls wird diese Localität, unter sehr vorthiilhaften Zahlungsbedingungen, auch käuflich abgegeben.
Butzbach im Januar 1841.
Ter Großh. Bürgermeister Zahn.
ii) Wirthschastsverpachtung.
Meine, unmittelbar an dem Scheidepunkt der beiden Straßen von Gießen nach Hungen und Grünberg, neu errichtele Wirthschaft wünsche ich zu verpachten. 'Auch können die Räume zur Betreibung einer ansehnlichen Oekonomie, auf Verlangen, mit in Pacht gegeben werden. Dazu Lusttragende wollen sich persönlich an mich wenden.
Gießen den 11. Januar 1841.
Daniel Stamm.
83) In der Wallthorstraße sind mehrere Zimmer, mit oder ohne Möbel, auch eine Fa- milienwohung zu vermiethen, und kann Ende Aprils bezogen werden.


