Ausgabe 
4.12.1841
 
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werden kann, Ansprüche bilden z« könne» glau« bett, hierdurch aufgefordert, dieselben fogewiß binnen acht Wochen geltend zu machen, als sonst die erwähnten Immobilien als freies Eigenthum des Postmeisters Kempf I. betrachtet und der Anschlagsbrief unbedingt bestätigt werden wird.

Gießen am 14. Octobcr 1841.

Großb. Hess. Stadtgericht. Gr. Hess. Landgericht. Müller. Haberkorn. Plvch.

4637) Auf eine, von der Ehefrau des Fär­bers Christian Berger, Maria geborne Ludovici ru Wetter, wider gedachten ihren Ehemann auf den Grund der böslichen Berlassnug bei dem un­terzeichneten Gerichte erhobene Ehescheidungsklage, und den von dem Untergerichte deßfalls eingc- qangenen ordnungsmäßigen Bericht, wird der Färber Christian Berger aus Wetter hierdurch vorgeladen, um binnen einer Frist von drei Mo­naten sich fogewiß auf erwähnte Klage durch ei­nen hiesigen bevollmächtigten Obergerichts-Anwalt vernehmen zu lassen, als sonst in seinen Unge­horsam er der böslichen Verfassung für geständig erachtet, mit seiner Vernehmlassung ausgeschlossen und weiter w. R. erkannt werden wird.

Marburg am 16. November 1841.

Kurfurftl. Obergericht, Civilfenat.

B i ck e ll.

Besondere Bekanntmachung.

1647) Zur Bezahlung der Zinsen, welche von den bei der hiesigen Sparkasse angelegten Kapi­talien bis zu Ende dieses Jahres fällig werden, sind nachfolgende Termine festgesetzt und zwar Bormittags von 712 Uhr:

1) Mittwoch den 1. December 1841,

2) Samstag den 4. »

3) Mittwoch den 8.

4) Samstag den 11. ,,

5) Mittwoch den 15. »

6) Samstag den 18.

7) Mittwoch den 22.

8) Mittwoch den 29.

Die Interessenten werden daher aufgefordert, die Zahlung an diesen Tagen in Empfang zu nehmen und hierzu durch Vorzeigung der Schuld­scheine sich zu legitimiren.

Diejenigen, welche ihre Zinsen dem Capital zugefchrieben haben und nicht persönlich sich einfin­den wollen, werden ersucht, ihre Schuldscheine vor- zeigen zu lassen, damit in diese der nöthige Ein­trag gemacht werden kann.

Die Zinsen werden nach dem Kalenderjahr berechnet und sind deswegen auch dann zu empfan­

gen, wenn das Capital im laufenden Jahre erst eingelegt wurde und volle Jahreszinsen noch nicht verfallen sind.

Zugleich muß ich die hiesigen Einwohner darauf aufmerksam machen, daß sie sich an den bestimmten Geschäftstagen des Morgens von *1 bis 10 Uhr cinfinden wollen, weil später der Andrang von auswärtigen Zinsenempfängern zu groß wird und diese alsdann vorzugsweise befördert werden müssen.

Gießen den 26. November 1841.

Der Rechner der Spar- und Leihkasse Kehr.

Versteigerungen.

1704) Auf Ansuchen des Großh. Professors Dr. Plagge dahier, soll

Dienstag den 28. December l. I., Nachmittags um 2 Uhr, dessen Hofrauhe

jo 39 Klftr. Haus mit Nebengebäuden, neben Großh. Hofgerichts-Advocat Welker und Wernhard Dietz, gicbt dem Fiskus jährlich 3 fl. 36 fr., unter den im Termin bekannt zu machenden Be­dingungen, auf dahiesigem Rathhaufe öffentlich versteigert werde«.

Das Haus enthält 2 große, 14 größere und kleinere heizbare Zimmer, 8 Kammern, 3Küchen, eine Waschküche mit einem guten Brunnen, einen Heränmigeu gewölbten Keller, einen Pferdestall für 4 Pferde, 1 Wagenremise nebst Hoizstallen, und eignet sich zu jedem Geschäft.

Gießen den 2. December 1841.

Großh. Hess. Stadtgericht. Müller. Hab erkorn.

1670) Nächsten Dienstag, den 7. December l. I., lasse ich im Gasthause zur Krone dahier, iit Auftrag meiner Schwiegermutter, das ihr zustehende Rindvieh, als:

1 Paar Fahrochsen,

2 tragbare Kühe und

1 Rind, sowie auch

Wagen, Pflug und Egge, Weißkraut, Wür.- sing, Sellerie, Zwiebeln und Fleischzwiebeln, gegen gleich baare Zahlung versteigern.

Gießen den 3. December 1841.

P. Opperman», in der Krone.

1686) Montag den 13. December l. I., soll die Lieferung von 1000 Pfund Flachs und 20 Fuder Roggenstrvh, welche für die Marienschlvs. ser-Anstalt udthig sind, sodann

Mittwoch den 15. desselben Monats, die Lieferung von 200 Stecke» Bucheir-Scheit-