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1375j Forderungen an den Nachlaß des dahier verstorbenen Friedrich Manz aus Heidelsheim, gewesenen Kellners im Gasthaus zum Einhorn dahier, sind im Termin
Donnerstag den 7. October d. I,,
Morgens 8 Uhr anzuzcigen und zu begründen.
Gießen den 29. September 1841.
Großh. Hess. Stadtgericht.
Müller.
B. Das Passiv-Vermögen beträgt:
1) an Einlagen, welche von 1007 Creditoren znr Caffe gegeben worden, nnd von dieser mit 3| Procent verzinset werden, und zwar:
a) an Capitalien nach §. 43 der Vereins- statuten
b) an Ersparnißkapitalien ....
2) an fälligen, aber von den Gläubigern noch nicht empfangenen Zinsen
3) an Reservefond ...... .
fl. kr.
3,000 - 116,889 24
24 04
2469138
Summa: 1122,383106
1374) Der Nachlaß der Wittwe des Christoph Hoch, geb. Schneller dahier, ist von der Bruders Tochter derselben ausgeschlagen worden; man sordert daber diejenigen, welche Ansprüche aus irgend einem Grunde machen, auf,
Montag den 18. October d. Z., Vormittags, dieselben anzuzeigen und zu begründen, bei Meldung des Ausschlusses, und daß, ohne Rücksicht auf sie, über den Nachlaß verfügt werden wird. — Angefügt wirdF daß der ganze Nachlaß in einem kalben Gartön,^tarirt zu 270 fl., besteht, worauf eine Hypothek-Schuld von 225 fl. häftct und nach Abzug der bisherigen Kosten die Masse erschöpft werden dürfte.
Gießen den 24. September 1841.
Großh. Hess. Stadtgericht.
M ü l l e r.
Besondere Bekanntmachung.
Bekanntmachung.
In der am 20. September l. I dahier ab- aehaltenen Hauptversammlung der Vereinsmitglieder der im Sabre 1834 für die Kreise Gießen und Grünberg begründeten Spar- und Leihkasse, wurde die Necknung über die Verwaltung des Sabres 1840 statutenmäßig abgeschlossen, deren Ergebnisse in nachstehender Nebersicht dem Publikum vorgelegt werden:
A. Das Activ-Vermögen beträgt:
1)
2)
3)
4)
an Cassevorrath . . ••*••• • an Capitalien, welche von 21oo Debitoren — also durchschnittlich mit 52 fL 48 Er., von einem Einzelnen, verschuldet und mit 5 Procent verzinset werden . . ... . an ausstehenden, aber noch nicht fälligen Stückzinsen ...... . . . - an Jahreszinsen, welche zwar fällig, aber noch nicht bezahlt worden sind . . . .
Summa:
fl. kr.
4,427 30
114,802 33
3,032 30
120 33
122,383 06
Au Ersparniß-Capitalien find zur Ver- eins-Casse eingelegt:
1) von öffentlichen Dienern
2) von Künstlern, Professioni- sten und Landwirtheu . .
3) von Curatoren Minderjähriger, Abwesender rc. und von Eltern für ihre Kinder . .
4) von Rechnern für Privat- Unterstützungs-Vcreine . .
5) von Dienstboten, und zwar:
a) von männlichen Dienstboten
b) von weiblichenDienstboten
Summa:
j 10021 116,889 [241116 '39
Zahl
Summe
Im Durch-
Crc-
schnitt.
diior.
fl. 1 kr.
fl. 1 kr.
65
11,947 -
183
48
189
37,078 -
195
42
262
19,753 —
75
24
9
1,110 — 1
123
15
134
* 1
13,487'-
100
36
343
33,514 24
97
42
Eine Vergleichung mit der Nachweisung für das Zabr 1839 ergiebt, daß die Summe der ausgeliehenen Capitalieu um 17,097 fl. 25 fr. und die Summe der eingelegten Capitalieu um 14,062 fl. 58 kr., sowie die Zahl der Debitoren mit 341, die Zahl der Einleger aber mit 158, im Jahr 1840 sich vermehrt hat.
Auch der Neservefond ist von 1960 fl. 05 fr. auf 2469 fl. 38 fr. gestiegen, und da hiernach mögliche Verluste der Anstalt voraussichtlich bin- länglich gesichert sind, so ist beschlossen worden, daß von den Einlagen, welche Dienstboten, Taglöhner und andere znr weniger bemittelten Elaste gehörige Leute gemacht und fünf Sabre ohne theilweise Zurücknahme bei der Sparkasse stehen gelassen haben, Ein Procent Zinsen, als Prämie und zur Anerkennung nnd Aufmunterung der betätigten Sparsamkeit, für die verflossenen fünf Sahre nachbezahlt und auch künftig bewilligt werden soll, insofern die Verhältnisse der Anstalt dieses erlauben werden.
Gießen den 26. September 1841.
Der Director des Ausschusses Hofmann.


