Ausgabe 
10.3.1798
 
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thaische Reichsanzeiger hat, hauptsächlich wegen dieses fünftes , so gro,es Gluck ge­macht. Sollte nicht bei uns em vater­ländische» Blatt dieser Art fern Publikum

^ü0C.i2) Neu erschienene Fürstliche Ver­ordnungen , oder auch Polizeiverordnun- oen , erfodern jedesmal eine Anzeige. Ael- tere ober nur in so ferne, alö sie auf die laufende Zeit Bezug haben.

iz) Aller Verkauf, Versteigerung, Bekanntmachungen, Anerbietungen, Ge­suche erfodern, vollständig inserrrt zu wer­den , die Gegenstände mögen mfnanu«- lisch, literarisch oder irgend einer andern Art seyn. Auch die benachbarten Stc dte und Dörfer dürfen davon nicht ausge­

schlossen seyn.

14) Die alte Geschichte der hiesigen Stadt, alte Gebräuche, Rechte, Urkun­den , Anekdoten , welche auf den chtmali- qen Zustand Bezug haben, verdienen eine vorzügliche Stelle. Denn wer sollte nicht ttn Freund des Altcrthum» und der Ge­schichte und Gewohnheiten unserer Vorfah- tCU ^15) Da dieses Blatt auch für den ge­meinen Mann bestimmt ist, io verdienen Belehrungen bei vorkommenden Gelegen­heiten , Widerlegungen von Aberglaube und Vorurtheilen, hauptsächlich einen Platz.

16) Die Viclualien - und Markr- Dreise, hauptsächlich von auswärtigen L-tad- len, erfodern eine richtigere, aus den Quellen jedesmal gezogene Angabe.

Akademische Neuigkeit.

Am $ten dieses hielt der neue ordenft liebe Professor der Theologie, bisherige Lehrer am hiesigen Pädagog, Hr. Iohsn Ernst Christian Schmidt seine feyerliche Antrittsrede auf dem Colleggebäude Sie handlte de indole moruin difciplinae, quam lefus tiadidit.

Den yten dieses trat der auftrordent- liche Professor der Rechte , Hr D Kat! Grolman, sein neue» Amt ebtnfuU» mit einer feyrrlichen Rede an, deren Inymt war, de legum Boi ufficarum intantici- dium proprie üc diftnm concetncntiutn praeftantia atque defectibus,

Anzeige. r

Diejenige Eltern, die so unglücklich sind, taub und stumm gebohrne Kmder zu haben, und solche gerne zu nüzi.ch- brauchbaren Menschen bilden wollen, zeigt ich hiermit an , daß ich noch immer unun­terbrochen fortführe, jelbige im <S<t)reibfn, Rechnen, liefen, Geographie, Sprachen, in der Religion u s. w. Unterricht zu er- theilen. Diejenige Eltern nun, die solchen bedaurenswürdigen Kindern- dieser Wohl- hat und Vonhkile theilhafliq machen und sie meinem Unterricht anvertrauen wollen, können sich unter der hierunter stehenden Addrrsse an mich wenden.

Carl Aug. Heinicke in Ereyfeld in der Grafschaft Morms ohnweit Cleve gelegen.

Bekanntmachung.

Ein junger Mensch, welcher eine schöne Hand schreibt und Musik verstehet, wünschet als Schreiber oder Bedienter bei einer Herrschaft angestellt zu werden. Bei Ausgeber dieser kan man das Weitere ver» nehmen.

Gottesdienst am n. März.

In der St Pancratiuskirche. Mor- -ene Heer Professor Palmer. Nachmittags Herr Superintendent Müller

Inder Burgkirche. Morgens Here Superintendent Schulz. Nachmittags Herr Pfarrer Buff.

Morgen den 11. Marz hat da» Frisch­backen der Beckermeister Lehrmund/ m der

Neustadt.

Ein-