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pfindet; wenn man früh und nüchtern sehr müde, verdrossen und unbrauchbar ist, welches sich sogleich nach dem Genuß ft* Niger stärkenden Nahrung, odereiner Tasse Kaffee, oder etwas geistigen verliert; wenn man große Neigung zur Einsamkeit und zum Nichtreden, oder eine Schüchtern- beit, ein gewisses Mistrauen gegen Menschen verspürt; wenn Zwiebeln, Hülsen- srüchte, Hefengebacknes, immer große Beschwerden und Beängstigungen erregen; wenn die Ausleerungen durch den Stuhl träge, selten oder ungleich und trocken sind.
Ein solcher meide ganz vorzüglich da- sitzende Leben; und wenn dies nicht mög* lich ist, so muß er wenigstens stehend an einem Pulte, oder noch besser auf einem hölzernen Bock reitend arbeiten und dabei das Gesetz unverbrüchlich beobachten, sich alle Tage i — 2 Stunden in freier Luft Bewegung zu machen; man muß immer menschliche Gesellschaft suchen, besonder- einen Freund; Reisen, Veränderung der Gegenstände, und vor allen Dingen der Genuß der Landluft, sind hauptsächliche Präservative der Hypochondrie; man vermeide vorzüglich Kuchen, Käse, Mehlspeisen , Hülsenfrüchte, Fett, schwere- Bier.
Der Verfolg künftig.
Bekanntmachung von verschiedenen Sacken.
1) Freitags den i6len dieses, Morgens 10 Uhr, soll auf dahiesigem Rath- haus das, dem Burger und Eiftnhändler Simon Flett, zustehende Wohnhaus, in der Wallpförter Strafe, neben dem Sergeant Münch und Sternwirth Magnus, öffentlich an den Meistbietenden verstrichen werden. Giessen den Sten Februar 1798.
Fürstl. Hess Oderamt das.
R a p ss.
2) Dienstag den sofen dieses, Nachmittags um 2 Uhr, sollen in des Fürstl. Regierung« - Secrerair Oßwaids Behausung dahier, 2 Wagenpferde, i Wagen nebst allem Zugehör, 1 Pflug und Egge, sodann Wagen- und Ackergeschirr, öffentlich an den Meistbietenden gegen baare Zahlung verstrichen werden, welches hiermit bekannt gemacht wird. Giessen dm Llen Februar 179g.
. 3) Wer aufö Frühjahr recht schöne zweijährige Spargelpflanzen von der besten Art verlangt , Vas Hundert zu Einem Gulden ; der beliebe sich in Zeiten zu melden bei
Balthasa r Döpfer
in Nro. 19. Hintee der Stadtkirche wohnhaft.
. 4) Bei dem Polizei - Aufseher Sauerwein in Dillenburg, ist Kiefern- auch Weistanuen-Saamen, von eigener Sammlung, in billigem Preise , käuflich zu erhalten.
In der Rrieger'schen Buchhandlung iß neu erschienen und für beigesezreu preis zu haben.
Neue Ausgabe von dem vortreflichen Buch: Hufeland Kunst sein Leben zu verlän- gern, 8. ifL 12fr.
Drei Abhandlungen für Baumeister, Po- lizeibeamten und Aerzre, 8. Marburg 1798. 24 fr.
Magazin für Wochen- und Leichenpredig- trn, 4N Bandes 2s Stück, gr. 8. 1798. 24 kr.
Gottesdirnl? am ir. Februar.
In der ©t. Pancratiuskirche. Morgens Herr Professor Palmer. Nachmittag- Herr Superintendent Müller.
In


