Ausgabe 
6.10.1798
 
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Fermentation ftnM man das Oel klar und im Geschmacks angenehm. Es erhält sich auch lange bei feinen neuen Eigenschaf­ten. Die Erdbeeren halten die Währung schon langer auf ; doch auch dies kann man Lurch einen kleinen Zusatz von Honig he­ben. Besonders gut sind die Himbeeren dazu > da sie tu dem Oel? ihren feinen Ge­schmack zurück lassen. Man muß aber dies Oel in wohlverschloßnen Gefäßen «ufbewahren, da es sich auf seinen Hefen lange gut erhalten wird, von denen man es jedoch nach einiger Zeit absondern muß, um nicht aufs neue |u verderben.

Leberflecken unv Sommersprossen ju vertreiben.

Sie entstehen und vermehren sich, wenn man sich mit warmem Wasser wäscht, durch das Waschen mit kaltem Wasser wird ihnen vorgebauet. Man hat verschiedene Mittel versucht, worunter folgende die be­sten sind; sie setzen aber voraus , daß man dabei eine blutreinigende Kur gebrauche und sich aller scharfen , salzigen und fetten Speisen enthalte. Man löse ein halbkoth gepulverten Bora-.' in sechs Loth Rosen­wasser auf, und wasche sich täglich 3 bis 4mal damit, vermeide aber die Sonne. Sind.sie einzeln zerstreut, so macht mau folgende Salbe. Man nimmt ein halb Loth Hechtgalle, zwei koch Seife, ein Quent Weinstemsalz, frisches Mandeloel soviel als nöthig ist, und reibt in einem steinernen Mörser zusammen.

Ein halb Quent Weinsteinsalz in ei­nem Schoppen kalt Wasser aufgelöst und sich öfters damit gewaschen , ist auch ein dienliches Mittel. Noch besser ist Meer- rettig in kleine Würfel geschnitten, schar­fen Weinessig darüber gegossen, das Glas wohl verstopft, vierzehn Tage lang an ei­nem kühlen Orte stehen lassen , und hernach heim Schlafengehen die Flecken mit diesem

Essig gewaschen. Sie vergehen in kurzer Zeit, und die Haut wird rein.

Bekanntmachung von verschiedenen Sacken.

1) Da mein neuliches Bitten wegen Rücksendung der entlehnten Bücher, zur Aufstellung, noch von niemanden erhört worden, so sehr ich mich gedrungen, sol" ch^ö allhier bestens und dringend zu wie» derholen. Jnsondcrheitfehlen mit von Ci- ceronis Opp. iura Erneüi frcr III. Theil in Englischem und von der Haberlinischen Rrichöhistvne der XL in halb Franzband.

von Senk.e.n berg.

2) Anfang Novembers dieses Jahrs wird in Marburg die Bibliothek des in Herborn verstorbenen Prof. med. Hofman öffentlich verkauf. Der Katalog ist bei Ausgeber dieses zu haben. Er enthält mehrere kostbare und rare Sachen, be­sonders aus der Anatomie und Botanik.

Litter-arische Anzeigen.

Hiftoire de Pierre 111, Empe- rcur de Ruffie. Imprimee für uii Manufcrit trouve dans les papiers de Monmorin , ancien mmiüre des affai- res etrangeres , et compofe par un agent fecret de Louis XV. ä la conr de Petersbourg. Avec des e'claircif- femens et des Additions importantes; fuivie de lHiftoire fecrete des amonrs et des principaux amans de Catherine II. Par lAuteur de la Vie de Fre- ddric 11. roi de Pruste. Drei Bde. in gr. 8. mit Kupfern, ä 7 fl. 12 fr. Paris.

Das Werk, welches wie hier ankün­digen, gehört nicht in die Klasse jener Kompilationen/ welche nach dem Tod ei­ner berühmten Person, mit großer Eile fertigfeit zusammen getragen werden. ES enthalt vielmehr hie Bemerkungen eines Manneß