Ausgabe 
26.8.1797
 
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N-chrLcht von dem Gebrauch der Steinkohlen.

Verfolg.

Es werden aber die Steinfohlen i) zu Feuerung der Stuben und Zimmer in runden eisernen Qefen, welche man häufig anhero bringen lassen wird, gebrauchet. In gedachte Orfen ober müssen nicht allein nach Maaögabe der Größe und Mündung derselben eiserne Roste angeschaffet werden, welche man füglich in dieselbe hineinschie­ben , und wieder herausnehmen könne, da­mit das Steinkohlen-Feuer einen guten Zug bekomme, und der Dampf davon um so ehender und leichter in den Schornstein steige, sondern man hat auch ju Verhü­tung des Geruchs, welcher sonsten leicht- Mlich in die Zimmer eindringen könnte, ing- besondere darauf bedacht zu seyn, daß solche mit keimen wohl verschmieret werden mö­gen. Auch von diesen und den unten an­geführten Rosten wirdmanverschiedenean- hero bringen und auf jedesmaliges Ver­langen vorzeigen lassen.

Mit der Anfeuerung der Steinkohlen ftlbsten verführet man auf nachfolgende Art:

Man fezet auf den gedachten Rost ei­nige wenige trockene Steinkohlen, und ma­chet unter solche ein kleines Feuer von Holz-Spänen, sodann aber, und wenn solche in den Brand gekommen, leget man andere Steinkohlen, welche vorhero mit Wasser angefeuchtet worden sind, auf sel­bige. Dabei bedient man sich eines eiser­nen spitzigen, von vorne aber in etwas ge­krümmten Stabs, um in den Kohlen, falls sie nicht Luft genug haben, herum zu stören, und solche damit in die Höhe zu heben. Dieser Stab dienet auch zu gleicher Zeit den Durchfall der Asche durch den Rost zu bewürken. Die viereckigte eiserne Oefen können auf gleiche Weise durch Steinkotzf

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len gehizet werden, wenn sie anders einen guten Zug Haden und wohl verwahret sind, daß kein Kohlen-Dunst in die Zimmer kommen könne.

2) Zu Erwägung der Camin-Zimmer, welche mit gut gebauten ssammen verse­hen sind. In dergleichen Camine ist nolh- wendig einen besondern Rost, wovon man nach dem oben gethanen Versprechen ein Model, welches alsdann nach der Gröse des Caminö eingerichtet werden kan, bet# jubringen ecdötig ist, verfertigen zu lassen.

3) Zum Kochen. Hieju ist der eben beschriebene Rost erforderUch, und hat man nicht zu befürchten, daß die Speilen odsr das gekochte Wasser einigen Geschmack von den Steinkohlen annehmen, wenn übri­gens die Küchen-Schornsteine nur einen sehr guten Zug haben. Man stellet die­sen Rost auf den Heerd unter den Mantel, hangt über denselben, im Fall man Was­ser sieden will, den Wasser-Kessel, und stellt, sobald dte Steinkohlen brennen unD in einer guten G ut stehen, die Koch Töpfe mit den Speisen um den Rost herum. Weilen die Steinkohlen ein sehr stark und durchdringendes Feuer geben, so müssen die Töpfe, nachdeme eine Speise Hize benö- thigt ist, in einer gehörigen Entfernung vom Roste gestellet werden. Ebenermas- sen kan man auch bet diesen Rosten die Braten zubereiten, und den Erat.Spieß auf die Nkmitche Weise, beim Holz. Feuer, nur nicht in gleicher Nahe, an­bringen.

4) In Schmieden und Feuer # Werk- stkllen. Hier ist ihr Vorthetl noch ungleich gröser. Die Holzkohlen sind bekanntlich in einem übersteigenden, dahingegen die Steinkohlen in einem gemösigten Preise. Bei diesen kan nach Aussage aller Feuer- Arbeiter, welche nicht allein Proben damit aygestellet, sondern auch nunmehro bei fei*

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