Ausgabe 
23.12.1797
 
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trsrigen, kömmt t* auf drei Punkte an: auf den G sunohtjtszustand dkl E lern, den Augendkick der Zeugung und benZ-it- raum der Schwangerschaft.

i) Daß es auf den Gesundheitszu* stand der Eitern viel ankomme, lehrt die Erfahrung ; lehren die angebohrnen Krank- Heiken ; auch ein zu junge» oder |u hohes Alter der Eltern ist der Lellenslänge und Stärke der Kinder nachtheilig.

Der Verfolg künftig.

An das hiesige Publikum.

Die Gewohnheit, daß dir Apotheker Ne ul-hruge schenke an ihre Adnehmer her. umschicken, ist so alt, daß sie durch den langen Gebrauch gewissermassen sanktionirt ist / und daß das Publikum sich zu einer Forderung dieser Art berechtigt glaubt. Allein so wie nicht jede Sache wegen ihres langen Gebrauchs oder Misbrauchs gut und rühmlich ist, so ist es auch die gegen­wärtige. Schon vor einigen Jahren ha­ben die Apotheker in den vornehmsten Städten von Baiern und Franken,, von der Zweckwidrigkeit dieses Gebrauchs über­zeugt / sich erklärt und verbunden , Nie­manden er fey wer er wolle / wehr ein Neujahrsgeschenk zu geben: im Preussischen ist die Sache durch eine Königliche Verord­nung geschärftest untersagt; auch bei uns haben Aerzte sich öffentlich gegen diesen Misbrauch erklärt und sie haben/ da sie doch vielleicht eher, als Andere/ Anspruch hätten machen können/ solche Geschenke un­ter jeder Form auSgeschlaqen. So lange es nicht Mode ist, daß der Advokat seinen Clienten/ der Kaufmann seinen Käufern/ der Wirth seinen Gästen / der Fleischerund Becker seinen Kunden/ Neujahrsgeschenke machen; so lange kann eine Sache dieser Art/ zu welcher man den Apotheker ver­bunden glaubt, nicht anders/ als unge­reimt seyn. Wir wollen nicht einmal da­von reden , daß solche Geschenke durch Nach­

eiferung und Ueberbr'etung von Coklegm die Quellen von MiSverstundulssen und gurn seyn können. Die Sach^schr-rdk sich vielleicht nhch auS den a-ien finstren Zöl­len her / da Pferde - und Menjchenknvchen, Mujchelschalen und falsche Edelsteine noch gangbare Waaren waren/ und der Apothe­ker feine Arzeneimittel sich noch nicht durch ein drückendes Meßkonto von dem Mate­rialisten verschaffte. In einer Stadt von so mittelmäsiger Bevölkerung / wie die hie­sige , worinn Drei Apotheken nicht anders, als wenig beschäftigt seyn können; beider gegenwärtigen Ibeurung aller ^benenoty- wendigkeiten und bei den hohen Preisendes Zucker«/ der Spezereien/ der Gummiar- ten kann eine Sache vieler Art nicht ohne großen Aufwand bestritten werden; einen Aufwand, der/ so gering die Gabe für einzelne Interessenten ist/ für den Apothe­ker sehr drückend ist / und der entweder blot dem Apotheker/ oder am Ende dem Publikum selbst wieder zur Last fallen muß. Wir sind versichert/ daß das Publikum sich nicht wegen Ueberforderung eines von unS wird beklagen können.

Die eigentliche Sa<re (die Wurtenber- gische, welche ohnehin die billigste von allen ist) ist nie überschritten, vielmehr sind die Waaren unter dem erlaubten und festge­setzten Preisetaxirtworden: wie jeder/ nach einer beliebigen Taxation der Rezepte von Kunstverständigen/ sich davon wird über­zeugen können. Wie sollte man aber von irgend einem Kaufmann / welcher billige und gewiffenbafte Preise macht, welcher kein Monopol / sondern eine Menge Mit- genpssen seine» Gewinnes hat, verlangen können/ daß er jedes Jahr / mit Aufwand einer beträchtlichen Geldsumme, feine Käu­fer bei guter Laune erhalte oder besteche?

Wir Endesunterschriebene haben un< daher aus diesen Gründen verbunden und erklären hiermit feyerlich, daß wir Nie­manden irgend em Neujahrsgeschenk geben oder