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Wie man zeitigen Blumenkohl habe» fann.
Verfolg.
13) Siebt es Stämme, die sich gleich vom Monat Marz oder April , ehe noch die Blätter heraus sind, zeigen. Bei diesen ist nun weiter nichts zu thun , als sie zu beschneiden, ehr sie aufschießen, und sie wieder einzusetzen. 15) Muß man sobald der Winter vorbei ist, und die Witterung es erlaubt, die Erde etwas aufret- ßen, sowol um das Wachsthum schädlicher Kräuter zu verhindern, al» auch um die durch das schlimme Wetter festgetretene Erde wieder in Stand zu setzen. 16) Die Stämme, die sich einander wieder zeigen, al» wenn die Pflanze gegen die Hälfte de» Maie» die nöthigen Blätter treibt, geben im Monat Mai und Iuniu» den besten Blumenkohl; die aber welche sich nicht eher zeigen al» bi- gegen die Mitte de» Junius , kommen zum Theil zu frühzeitig wegen der großen Hitze. Damit man also weder zu zeitige, noch zu späte Früchte bekomme, so muß man dahin sehen, daß im -all sie noch nicht genug angesch^ssen waren, um die Größe eine» halben Fuß,» im Umfang zu haben, der Kreiß sich nicht theile, und muß die Blume adschneiden. 17) Daß die Semmerfrüchle nicht so schnell wachsen oder gelb werden, so muß man sie vor der Sonne bewahren, und mir einem leichten Bande niedrig erhalten 18) Wenn man die Früchte nicht sogleich genießen will, so muß man sie mit Blattern und Wurzeln ausreissn, und sie im Keller aufbewahren, uns sie mit jufam- mrnzrbundenen Blättern in Sand setzen.
Die Runs? zu Heimchen.
D»r Ehestand ist von jeher der wahre Beruf der Frauenj'MMer , und da» eigentliche Ziel aller ihrer Bemühungen und Wünsche. Dre Mutter Natur will es so.
und man hat bemerkt, daß die schöne Hälfte de» menschlichen Geschlechts in keinem Punkte so viel Folgsamkeit äussert, als in diesem, folglich auf jeden auch kleinsten Wink von ihr überaus aufmerksam ist. Allein, um glücklich zu seyn in dieskM Geschäfte, dieß ist und bleibt doch immer em Werk der Vernunft, der Klugheit. Die Rechte, welche da» weib» liche Geschlecht in der Wahl eine» Galten mit dem männlichen gtnmnschaftlich hat, sind schon oft genug in ein so klare» Licht gesetzt worden, daß sie keiner Erläuterung wehr nölhig zu haben scheinen. Dem ohn- qeachtet dürfen sie in Rücksicht auf die Ausübung noch manchen Schwierig?,i- ten unterworfen seyn: ein Schicksal, das sie mit den besten Entwürfen, die je gemacht worden, gemein haben. Bi» nun jener glückliche Zeitpunkt erscheinen wird, wo man beyderlrits über diesen streitigen Punkt vollkommen wird einverstanden se'yn, würde es dem schonen Geschlechte ungemein vortheilhaft seyn, romn es folgende Maximen einsweilen befolgen wollte. Sie haben ein Flauenzimmer zur Verfas- sermn, da» viel Weltkenntniß verräth, und ich hoffe, daß di, Unparth-ylichkeit, mit welcher ich diese Gedanken mitthkile, mein kleines Verdienst am die weibliche Welt gewiß nicht verringern werde. Ich will diese für da» Interesse ihr,» Geschlechtes so sehr eifernd, Schrisrstellerinn nun selbst in dem vertrauten und offenherzigen Tone reden lassen, der ihr so allerliebst anffeht. So sehr e» sie auch befremden möchte, daß einer von ihren Aufsätzen, ohne ihr Wissen, durch mich zum öffentlichen Druck befördert worden, so hoffe ich doch-ihr, Gewogenheit dadurch zu behalten, weil ich so gewissenhaft bin, das Gute, was etwa au- diesem nützlichen und lcdenswerthen Raub entstehen dürfte, alle- auf ihre Rechnung zu schreiben.
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