) !9 c

Im Frühjahr muß man die Hühner vor allen Gelegenheiten, wo Weinstöcke stehen, hüten, man behauptet, daß sie davon un» fruchtbar werden, und es laßt stch auch vermuthen, denn die Weinblätter Haden eine sehr zusammenziehende Kraft, sie ver- mindern das Blut.

Ferner muß man ihnen fleißig reines und klares Wasser geben , denn die Hühner lassen keinen Urin fahren, sondern die Zeuch- tigkeit zieht sich in die Federn, auch Ko­riander und Feldkümmel ins Saufen und Fressen gegeben, davon legen sie fleißig.

Der Verfolg im nächsten Stück.

Bekanntmachung von verschiedenen Sachen.

i) Nachdem« Mittwochs den r;ten dieses verschiedenes Weiszeug, einiges Sil­ber und verschiedene Bettdecken, öffentlich und meistbietend gegen gleich baare Bejah» lung in Buzbach in des Kaufmann Jung- Han S Behausung versteigt werden sollen» als wird dieses hiermitbekanntgemacht« da­mit diejenige, welche auf erwähnte Sachen zu steigen Lüsten Haden, sich auf den be» merkten Tag in loco Buzbach einfinden, und dem Verstrich beiwohnen können. Sig­natum Langgöns am Nm Februar 1797.

Von CommifsionS wegen C- G. von Zange n.

2) In Di llenburg soll Montags den 2vten Februar, nachstehendes qeräum- liches mitten in der Strafe und zur Wirth- fchaft besonders wohl gelegenes Wohnhaus, unter die Meistbietende öffentlich verkauft werden.

Das Haus bestehet und hat folgende Eigenschaften:

1) großen gewölbten Keller,

2) zwei Balken-Keller.

a) Erste Etage.

3) 2Stuben, 2 Kammern, sämtlichmit Oefen, gegen einander über, nebst geräu­miger Küche, Speisekammer und 1 Abtritt.

4) Gesindestube.

b) Zweite Etage.

5) Ein Saat mit 4 großen Flügelfen­ster, 1 Kabinet am Saal.

6) Ein groß Zimmer, ein kleines mit Ofen und ein Vorzimmer.

7) Eine große Stube auf den Hof und inö Feld, mit Wandschränken versehen/ und noch ein klein Kämmerchen, nebst r Abtritt.

c) Dritte Etage.

8) Eine große Stube von 3 Fenster, auf die Strafe gehend.

9) Eine ditto ohne Oftn , nebst Kam­mer und Rauchkammer.

d) tiin

großer Speicher über das ganze HauS- e) Ein

Anbau im Hof, mit Stall für 3 Pferd« und 2 Böden, 1 Holzschoppen mit Boden, einen qeraumlichen Hof, freie Einfahrt.

Das Haue steht auf 2 Seiten frei, ge­hen 2 Strafen darauf, und liegt nah am Wasser.

3) Es sucht eine Gräfliche Herrschaft am Niederrhein einen qualifieirten Bedien­ten, protestantischer, wo möglich refor- mirler Religion, der schon mehrere Jahre gedient, mithin in Aufwartung und aller­lei Vorfällen gewandt ist der unverdäch­tige Zeugnisse seine» WohlverdaltenS bei- dringeli kann Herren frifirt und wo möglich auch rasiren kann eine gute korrekte Hand schreibt und etwas Musik versteht, der von miktelmüsiger Statur und gesunder Constitution nicht unter 24 und nicht über goIahr alt ist.

Die Dienst - Bedingungen sind nicht schwer und die Vortheile des Dienstes guter Lohn hinlängliche Kleidungsstücke und gute Kost; kurz, in allem wehr als gewöhne