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tions-Bestellungen werden sich kostenfrei gusgebeten.

Kriegersche Buchhandlung.

Litterärische Anzeigen.

Herr Salz mann in Schnepfen- thal wird in künftiger Ostermesse ein Buch herauSgeben , in welchem die Vortheile an- geführl werden, die man bei der Erzie­hung zu beobachten hat. ES wird unter dem Titel erscheinen: Conrad Riefer, oder Anweisung zu einer vernunfrigeu Erziehung Oer Rinder. Unter dem Ge­wände der Geschichte des jungen Kiefers, von seiner Erzeugung an bis zu seiner Hoch­zeit, werden die vorzüglichsten Grundsätze und Vortheile vorgetragen, die daö Ge­schäfte der Erziehung erleichtern und ver­süßen. Es wird 17 Bogen stark werden, und 12 Groschen kosten. .

Diejenigen, die glauben, daß dadurch Gutes, besonders in den niedrigen Stän­den, könne gestiftet werden, werden freund­schaftlich ersucht, für die Verbreitung des Buchs zu sorgen, und Pränumeration darauf anzunehmen. Der Pränumera­tionspreis ist 8 Groschen. Wer auf 6 Exemplare pränumerirt, erhält das sie­bente frei, und die Namen der Pränume- ranten werden dem Buche vorgedruckt. Bis zu Anfänge des' Märzes 1796. kann pränumerirt werden in der Kriegerfchm Buchhandlung zu Giesen.

Mittel wider die zerstörenden Rohlran- pen der Garten. /

Man besäe das Kohlland rinael um­her mit Hanf, streue auch einzklne'Körner hie und da im Kohlfelde selbst umher. Dessen wilder Geruch hält die weißen fchwarzgeffeckten Schmetterlinge ab, an Kohlpflcmzen Eier zu legen. Auch lockt

der Hanfsaame, wenn er reift, eine Menge Vögel herbei, die den Raupen beschwer­lich sind.

Will man an den Bäumen das Auf­kriechen der Raupen aus den benachbarten ungeraupten Gärten verhindern; so mache man einen 2Zoll hohen Ring von unge- fponnener Baumwolle um die Stämme. Durch diese Flocken werden die Raüpen verhindert, verwickeln sich und sterben HungerS.

Anekdoten von Friedrich Dem Zweiten.

Als Friedrich noch zuweilen die Re­douten besuchte, erschien auf einer dersel­ben unerkannt ein Offizier von der Garde. Der König fragte die Maske nach ihrem wahren Namen, die ihn unvcrholen sagte, aber mit dem Beisaz: ein Hundsfott, der es wieder sagt." Nun erst erkannte der Offizier seinen Herrn, und befürchtete schlimme Folgen. Er entfernte sich so­gleich und ritt eiligst nach Potsdam. Der König schikte sogleich einen Jäger an den Obrisien der Garde dahm ab, mit dem Befehl, eine genaue Untersuchung anzu­stellen , ob die Gardeoffiziers alle anwe­send wären. Es geschah, und der Kom­mandeur fand sie alle zu Potsdam. Als der König selbst wieder dahin kam und auf der Parade erschien, schlug dem Offi­zier gewaltig daS Herz, als der Monarch auf ihn zugteng und ihn auf die Seite zog. Er ist Hauptmann, sagte ihm der König ins Ohr, aber ein Hundsfott, der wieder sagt. Jeder wollte nun wissen, was der König heimlich mit ihm gespro- khen hätte, aber er blieb verschwiegen. Nachdem der Offizier ein ganzes Jahr das tiefste Stillschweigen beobachtet hatte, ließ ihn der König rufen, überreichte ihm nun selbst das Kapitainspatent und fügte demselben noch ein Geschenk von 1000. Thlr. für seine Verschwiegenheit bei.