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Vom Lorttwttrme.
Verfolg.
In der Lausitz findet, sich der schwarze Kornwurm schon im Frühjahr als Käfer auf den Kornböden ein. Aus dem emge- schütteten Korn werden kleine Bergrücken gebildet r und lange Späne darem gesteckt. Die Käfer kriechen daran in die Hohe, und werden abgelesen; auch können sie den Geruch von wildem Hopfen nicht vertragen.
Noch ein Mittel ist nicht zu verwerfen! Man gräbt einige gläserne Weinbou- teillen bis an die Mündung in den Kornhaufen. Sie kriechen hinein und die Bouleillen werden bis oben voll. In einigen Tagen hat man sie alle aus dem Korn- Haufen weggebracht.
Wasserpfefferblätter mit anderthalb Pfund Meersalz, zwei oder drei Bündeln Knoblauch mit 12 Eimer Wasser in einem großen Kessel gekocht, und mit der Brühe, Balken, Bretter, Wandere, selbst Vie Kornhaufen , ohne sie umzustechen, tüchtig besprengt , ist beinahe allem vorzuzrehen. Kaum ist dies geschehen , so kriechen sie alle ouS dem Haufen. Man umziehe diese mit einem Kreise dieser Feuchtigkeit, daß sie Darüber kriechen müssen. Sobald dieftS geschieht, sterben sie, und werden roth, wie ein gekochter Krebs.
Vom Brande im "&otn.
WaS man eigentlich Brand im Korn Kennt, befindet sich vorzüglich im Walzen rind der Gerste, nicht aber im Haber, Es findet sich aber im Rocken und Haber eine Art von Brand, der aber von dem Brande jm Walzen und der .Gerste zuverlässig ver. schieden ist, und ebenfalls aus der Unvollkommenheit der Pflanze entsteht. Das Korn ist inwendig Noll von einem schwarzen rusichten Staube, und zu nichts zu '.■?» brauchen. Man hak lange darüber gestut-
ten, ob der Brand von der Witterung, oder inwendig aus dem Korne selbst, oder von Insekten entstehe. Bisher ist aber noch nichts gewisses darüber ausgemacht. Vielleicht tragen alle drei Ursachen zum Brande bei. Wie viel aber eine ieöe 7 Zu welcher Zeit und unter welchen Umständen? Das ists, was ausgemacht werden müßte.
Die Erfahrung lehrt, daß der beim Westwinde gesaete Waizen viel leichter und v,el mehr Brand erhalte, als der, den man beim Osiwinde gesäet hat. — Eden so lehrt die Erfahrung, daß der Brand aus der Übeln Beschaffenheit des Korns selbst entsteht. Ein Oekonem hat in seinen großen Waizenbreiten noch nie ein Körnchen Brand gehabt. Er nimmt aber auch nie zur Aussaat frischen, noch weniger feuch- ten Waizen. Sein Saamwaizen hat immer einige Jahre gelegen, und ist so trocken als möglich. Will er säen, so nimmt er auf eine Metze zwo Handevvll ungelöschten Kalk, der nicht über drei Tage alt seyn muß. Diesen läßt er zu Körnern einer Bohne groß zerklopfen- Dazu kömmt eben so viel reine Büchenasche, wenn e» seyn kann, und halb so viel gewöhnliches Küchensalz. Erst wird der Saatwaizen mit der Gieskanne angesprengt, und dann mit diesen Sachen recht durchgehäufelt, des Abends, wenn des andern Morgens, und des Morgens wenn noch auf den Nachmittag gesäkt werden feil. Wenn alle seine Nachbarn Brand haben, so bat er keine Spur davon. Isis nicht offenbar, daß in dem feuchten Korn eine Art von Fäulnis entsteht, welche zulezt in Brand und Staub ausartet? Was unter dem guten Saatwaizen schlecht , taub und zum Brande geneigt wär, wird durch das Kalken völlig getödtet, daß eö nicht sufqehen und andre Körper anstecken kann. — Daß der schwarze Brand auch von Insekten entstehen könne, ist daher wahrscheinlich / weil man bei Un-


