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Bekgntttmgchtrng von verschiedenen Sachen.
i) Nachdem- künftigen Dienstag, den lyten dieses, Nachmittags i Uhr, in des Brandeweinbrenner Friedrich Thomas Behausung,^ allerhand Hausrath undWeibs- kteidung öffentlich verstrichen werden so!« len, sv wirv dieses hierdurch bekannt gemacht. Gießen den Uten April 1796.
Fürstl. Hess. Oberamt das.
Rayß.
2) Folgende Gütherstücke sollen Freitag den 6ten künftigen Monats öffentlich an den Meistbietenden verkauft werden.
I) l/2 Morgen, lz Ruten , !2Schu Acker in der Lichtenau, neben Ioh. Adam Noll und dem nachfolgenden Stück, (zehnd- bar.)
2) 1 1/4 Morgen, 22 Ruten, 8Schu Acker neben vorigem Stück und Hieroni- mus Römer Bals. S. ju Wieset, (adlich- frei.)
g) 1/2Morgen, irRuthen, rz Schu Acker hinter der Warth, neben Philipp Römer zu Wiesek und Peter Vogt dahier. (zehndfrei. )
4) l 3/4 Morgen, 2yRuthen, 2Schu Acker an der Marburger Straft bei dem Gericht, neben Maria Reuterin zu Wieset und Magnus Schäfer dahier, (zehndfrei.)
5) 3/4 Morgen, 18 Ruthen, gSchu Acker am Wingert, rechts an der Chaussee, neben Ioh Konrad Vogt, (zehndfrei), Siebt 2 Mesten unständig zur Fürstl. Kel- lerei.
6) 2/4 Morgen, 25 Ruthen hinter der Warth, neben Ioh. Philipp Schäfer und Ioh. Melchior Völgel zu Wieset, (zehndfrei und adlichfrei.)
.Da der Beständer dieser Güther die dieS- tährige Erndte zu thun hat, so wird die Bezahlung des Steiqschillings erst den rstrn Sept, dieses Jahrs geleistet. Die
Kauflustige haben sich in dem bestimmtem Termin, dahier im Gasthaus zum Rapv pen t Nachmittags um 2 Uhr einzufindew» Gießen den röten April 1796.
Von Ausartung der Rartoffeln r und den Mitteln, solches ;u verhindern.
Die Klagen über das Ausarten der Kartoffeln sind fast in allen Gegenden allgemein , und der Schade ist unbeschreiblich groß, welchen der Landmann durch den Mißwachö dieses vortreflichen Nahrungsmittels für Menschen und Lieh hat. Da fb| viele dagegen vorgeschlagene Mittel bisher vergeblich waren, so hat die, um die Landökonomie so sehr verdiente, churpfälzische physikalisch - ökonomische Gesellschaft darüber Untersuchungen angestellt, und Mittel vorgeschlagen, die wegen ihrer Wirksamkeit allgemein bekannt gemacht zu- werden verdienen.
Die Ausartung der Kartoffeln besteht vornämlich darin, daß dieselben i) kleiner als gewöhnlich, 2) von unkräftigerm Geschmack sind, und z)die Stöcke sich weniger voll hängen. Die Ursachen hiervon sind in der gewöhnlichen Behandlungsart der Landleutr zu suchen.
Erste Ursache. Man nimmt zm den Kartoffeläckern jedes Land ohne Unterschied und Auswahl.
Es qeräth zwar diese Pflanze im Lehm • Sand • und Torf - ja sogar in steinigte« Boden, wenn es entweder m Neubruch ist, oder der Acker vorher gehörig zubereitet und wohl gedündt worden ist ; im feuchten Boden aber darfman sich keine Rechnung auf eine eegiebige Erndte machen. So aber bauet man ost 4 bis 6 Jahr lang nichts als Kartoffeln aufeinem und ebendemselben Acker, ohne mit andern Früchten abzuwechseln, und aus Mangel des Dungs wird der Boden so auSgesaugt, daß er zulezt keine Nahrungs- süfte


