Ausgabe 
2.7.1796
 
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Bekanntmackmng.

i) Das auf Petritag künftigen Jah­res wieder leihfällig werkende Herrschaft- liche Meierei Guth allhier, bestehend:

r. in einem Wohnhaus, zwei Scheu­ern, einem Futtcrdau, hinreichenden Stal­lungen und einer geräumigen Hosraiche,

2. in 262 Morgen i Viertel Ru­ten Ackerland,

3. in H2Morgen 1/2Viertel 6^^Ru» ten Wiesen und Garten,

4. in dem halben Nutzen einer Schäferei von 400 und mehreren Stücken,

5. in hinreichendem Waidgang für Schaaf - Rind - und Schweinvieh rc. hat zwar schon am yten v. M. dem Meist, bietenden in eine weitere neun;ahrigePach* rung überlassen werden sollen: es ist aber damals kein annehmliches Gebot geschehen; weshalben man auf höheren Befehl einen nochmaligen Termin zu Versteigerung die­ses Guths auf Montag den iZten Julii d. I. anberaumt hat, welches hiermit öffent­lichbekanntgemacht wird, damit die, welche gedachtes Guth in Bestand nehmen wollen, sich an vorbcmerktcm Tage Morgens um io Uhr in dahiestg Fürst! Hess. ÄmthauS einfinden, ihr Gebot thun, und sich nach Befinden des Zuschlags unter Vorbehalt höherer Ratification gewärtigen.

Man verlangt übrigens auch , daß je­der Mitbietende über die Unstrafiichkeit sei­nes bisherigen Lebenswandels glaubhafte Zeugnisse beibringt und zugleich bescheinigt, daß sein Vermögen nicht allein zu Anschaf­fung beS nöthigen Viehs, Schiffs undGe- schirrö - sondern auch zu Sicherheitslei­stung für die Summe von 1000 fl. anrei­chend ist. Cleeberg am Yten Jun. 1796.

Fürstl. Hess. Amt daselbst.

G. F. Müller, Amtmann.

vorstchtsregeln ;ur Seit eines Ge* wrcrers.

Verfolg.

Jede schnelle Bewegung verursacht eine Art eines luftleeren Raums, den wir hin­ter unfcrm Rücken selbst dadurch machen, daß wir die Luft vor unftrm Gesichte zu­sammen drücken und verdichten, und eS verfolgt uns ein kleiner W>nd von hinten. Em Luftzug verursacht, daß der Blitz dem­jenigen, der elftem macht, auf dem Fuße nachfolgt. Rechnet man nun noch zu die- . fern, mit jedem Schritte »erneuertem lee­ren Raume den Schweiß von Menschen und Thieren, und den durch Angst und durch das Laufen beschleunigten Athem; so entstehen die natürlichen Ursachen, wel­che uns der Gefahr unterwerfen, vom Blitze getroffen zu werden. Die allen Ge­schöpfen gegen dir Macht des Blitzes von Natur eingepflanzte Ehrfurcht, gebietet uns Ruhe und Stille, und eine morali­sche kindliche Ergebung in den Willen des Vaters der Natur. Daher ist alles Rei^ ten, Fahren, so wie das Glockenläuten, Elektrisiren zur Zeit der Gewitter gefährlich.

Große Bäume saugen mit ihren ho­hen Zweigen und spitzen Blättern, und die Harzbaume noch mehr durch ihceHarzauS- dünstungen , die Blitzmatcrie herab. Folg­lich ziehen Fichten und Tannenwälder durch ihre Harzwolken das Gewitter mehr an sich, als die Laubwälder. Wenn man sich also unter hohe Baume rettet, und darun­ter Schutz gegen den Regen sucht; so ver­bindet man die phlogistischen Ausdünstun­gen seines Körpers mit der Atmosphäre des Laubes. Folglich ist unrecht, unter hohen Bäumen, besonders unter einzeln stehenden, Schutz zu suchen.

Nöthige Regeln beim Versetzen junger Obstbäume.

Die beste Jahrszeit zum Verpflanzen der Baume hängt von der Beschaffenheit der