Ausgabe 
27.6.1795
 
Einzelbild herunterladen

) 102 (

Fürst!. Verordnung.

Von Gottes Gnaden Wir Ludwig Landgraf ja Hessen rc. rc.

Uns ist feines ausführlichen Inhalts -orgetragen worden, was ihr vor ein Bedenken auf die von Unserm Kriegs« rotbei* Collegio wegen den Unfern Regi» menten und Corps in prima inftaitiacom» pekirenden Jurisdiction und Cognition in canfis civilibus et voluntariae iurisdi- dionis übergebene unrerthäniqste Anzeige unterm 4ten May >. I- erstattet» und was ihr dagegen vorstellig gemacht habt. So wenig es nun di« Meynung Hatmise, ren bestätigte» Justiz»Coltegns d,e Co. gnitionu Jurisdiction in omnibus caufis civilibus et adionibus perfonalibus, t8 betreffen nun solche Civil» oder Mil,cair. Bediente, diSiputirUch zu machen oder in Contrstation zu ziehen, in so ferne nemttch solche ädionesiirihrer grhörigen Ordnung an dieselbe gelangen Ebenso wenig mögen Wir im Gegentbril finden, Wie Unftrn Regimentern und Corpe^eine Untergerichtsbarkeit five prima intlantia in omnibus caüüs mi)itescöncerfiVntibus möge adgesprochen oder entzogen werden, dazumalen nicht allein die gemeine Rechte sondern auch die Observanz fait bei allen Truppen, wo eine reg»rlaire Krieasver« faffuna 'st, dem Soldatenersry« Officirr oder Gemeiner, sowohl zn Kriegs- als M Frtedensze'ten <m Forum privilegta- turn zueiqnen, womit - d«e Verfassung bei unseren Truppen gar wohl übereinkommt auch das Canzlei-Ke^ement de anno 1744. § 95. sodann die denen Auditeurs de» unsekn Truppen von alten Zeiten her ertheilte Instruction dahin Anleitung ge. geben, noch we»,iger aber mögen W'r adfe« hen, wie alle adufc.voluptariaeiurisdidio- nis, wohin insonderheit die O Nanatio. nen, Inventarisationen und Erbvrrthej. lungen betreffenden Todesfälle derer Offi«

der undSoldattn zu referiren, unfern Re. gimentern u»rd Corps so schiechterdmas «Nt - und per lalturn ad regimen gezogen Werden mögen; da doch der Articuls. Brief darunter ebenermaßen ganz klar MaaS ohne D'stmct vu, ob unsere Trup» pen zu Feld oder in Garnison stehen? ange. zeigt. Gleichwie bann auch unier L'ohe- gium militare < gleich demselben in euerem ißtOeuten contra exprefl'air. litteram zenes übergebenen Anzeige zur Last gelegt wer. den will) ganz nicht gemeinrt einige Pro. ceßsachen so auf einer rechtlichen Diecus. (ton und Deciston beruhen, an sich zu ziehen oder sich bereu anzumassen, äusser daß nach der bisherigen Observanz das. selbe in Schuldsachen der Officier auf einqekommene Implorntion mandata de foluendo täglich erkennen und nach derer Umstände wo das debitum liquid noch bis. führt werden mögen, ohne prvcessuali. sche Weikläuftigltit und Kosten die oh. jung oder den Abzug gegen den debito- rern verfügen, in andern Fällen auch bei Lebzeiten odarirken Okficiers, wo fein förmlicher concurfu? creditoruin »crban* den noch sc^cheerg^stale fiudLN wöaen un» serer Kriegs Casta Interesse oder Nach» theil aber in Ansehung der Compagnie» Schulden darunter Mit versiert, zu deren Zahlung gir.cn gechissetr Gage, Abzug d«m debnon aussitzen, et ratione collocatio- chis et prioritatis creditorum der Billig, leit und denen vorwaltenden Umständen nach eine gewisse Ordnung wohl fiat ui» ren und die Zahlung verfügen können und mögen, wobei Wir >es auch bewrn. den i ssfn i überhaupt aber Unsere gr.L. digste Intention dadiN gehet, daßincri- minalibus et confiüorialibus nach der diSh.rig'N Observanz und Ordnung ver. fahren, in civilibushingegen wann Schul» de» eingeklagt oder andern adiones per­sonales gegen Officier oder Soldaten in» stitmret werden, alödann die vorkom,

mende.