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Vort dem Krebse der Bäume. (ÄuS dem Volksfreund.)

(Beschluß.) aber der überflüssige Saft Ursache, so muß man im Februar unten in oen Stamm mit einem ohngefabr ei« nes kleinen F-ngers dicken Bohrer schräg, von unten auf, ein Loch bohren, einen oder zwei Tage (nachdem der Baum stark ist) offen stehen lassen, hernach aber einen Zapfen von festem Holz und 9^** eher D cke hinein schlagen, und mit Baumwachs bestreichen. Wer dieses Nicht thun will, der kann auch, nach weggeschafftrr Erde, mit einem jakteN Meissel eine starke Wurzel, «inen halben Schuh lang, behutsam spalten, einen von festem Holze sudtilgeschnittenen Keil Nach und nach, daß die Wurzel nicht ausbreche, hinein treiben, die Oeffnung von oben her mit Baumwach« verwah« t«n, auf diese Stelle einen Ziegelstein le- gen, und mit der vorher weggenomme« nen Erde wieder bedecken, da dann der überflüssige Saft unten adziehk und Ott Baum gesund werden wird.

Die Griechischen Ammen.

Schon zu Homers Zeiten schämten sich die Griechinnen ihrer süßesten Mut« terpflicht und überließen sieden AmMeN. Allein diese waren bei ihnen nicht, was sie leider! bei uns sind, sie waren nicht Miethlinge, welche das Haus so bald verlassen, als Vas KinV entwöhnt ist. Nein! sie wurden alS ein Glied der Fa« Milie angesehn, das Leden, Vie Gesund« heil desSäugliNgsverschaften ihnen Vek« «instim Alter ruhige Lage undgiückliches Loos. Es wa' d veö gewesenen Säug, kings heiligste Pflicht, die Amme als «ine zwote Mutter zu lieben, sie hatte daü Recht zur ächten Vertraulichkeit, in ih« NU SchovS fchülMtu, rvit Wir im Hy»

Mer lesen können , oft bärtige Heiden ih­ren Kummer aus um Rath und Trost zu suchen. Der Pflegling betrachtetest« immer als seine Hofmeisterin, unbestech­liche Freundin und Ralhgrberin. Das Mädchen nahm bet seiner Vermählung die gewesene Amme mit in das Haus des neuen Gemahls und folgt« auch izt noch mit großer Anhänglichkeit ihrer Leitung. Welch «ine edle Behandlungsart! welch ein edler Zug ! Milchbrüder liebten sich wie Zw,ll»ng6g«schwister und gewöhnlich unterbrach nur der Uebergang in eine des« ftr«, vollkommnere Welk ihre Freund­schaft hienieden.

Problematisch ist die Frag« : rot« kam ein unverderbtes Volk als die Grie­chen noch waren auf die Idee, seine Kin­der durch Ammenmilch zu erziehen? Uep- pigkeit, Weichlichkeit, Kränklichkeit der Mütter konnten hier Vie Veranlassung nicht dazu seyn. Vielleicht verursachte aber der allgemeine Wunsch der Natio« nen des Alterthums, recht viele Kinder und Nachkommen, recht viele Zeugen der ehelichen Liebe zu erhalten, diese Ge« wohnheit, denn es ist ausgemacht, daß eine Mutter die durch Stillen nicht auf« gehalten wird, mehr Kinder zur Welt zu dringen Zeit genug hat, als solch eine, die sie selbst stillt. Merkwürdig ist, waS schon vor mehr als tausend Jahren ein Philosoph vomAmmenhalten gesagt hat, mit ihm stimmen nur zu sehr die gerech­ten Klagen neuerer Menschenfreund« und Aerzte überein.

Laß doch, sagt Favorlnus zu btt Mutter der Wöchnerin, die nachdrück« lich aufelne Amme dringt, laß doch deine Tochter ganz Mutter ihres Kindes seytt. Ein Kind gebühren und dann sogleich von sich entfernen, heißt dieses nicht «ine unvollkommene, «in« halbe Mutter seyn? Ei« di« in ihrer Schwangerschaft ein« Frucht, hie sie nvch nicht lanrtt«, mit

. ihrem