mehrt, wirb abgeschabet, und der un, irre Theil des Stammes rings herum verschmiert, einer Hand breit mit einer aus Kienruß und Fett verfertigten Salbe, über welche keine Ameisen noch svge, nannte Ohrhüier steigen können; unter Dem Stamme aber wird ein Wanst von einem geschlachteten Schaaf oder Ham, mrl gestreut, wovon alles Ungeziefer so fett und groß wird, daß es sich nicht mehr in die Höhe machen kann, und der Acker oder Grasboden zugleich gedün- get wird. Was aber böse Nebel und verderbende Thaue an den Bäumen scha« den/ dieses ist wohl wieder gut zu ma, chrn; doch kann man dem daraus ent» stehenden Schaden in etwas zuvorkom« men. Man bohrt Z. E. im Herbst un« ten gegen das Herz des Baums ein Loch/ gießt 'in dassclbig« Ort gutes Baumöl, und verstopfet das Loch mit einem Hage« dornenen Zäpflein, damit der Saft des Baumes im Frühling nicht auslaufe, und dec Baum dadurch Schaden leide. Dieses Baumölverursacht dem Laubund der Blüthe eine Härtigkeit, jenes bleibt bei allen Umständen grün, diese aber schrumpft nicht so leicht zusammen, daß das Geschmeiß sich darinn aufhalten kann. An etlichen Zwetschenbäumen wurde die Probe gemacht und gefunden , daß die Blätter schön, die Frucht vollkommen reifund schmackhaft und das gewachsene junge Holz gesund und treibend gewesen.
Dem Geschmeiß ist nichts so ver« träglich als Pferdemist/ daher solcherauf den Landgütern mehr schadet als nützet. Der Pferch mag hierzu weit besser seyn.
Ungeziefer in Gärten zu fangen, als Feldmäuse, Ratzen, kriechende In, sekten und Gewürms kann man abgän, gige Kochtöpfe in den Boden graben, in dis Geitenrahatten der Erbs gleich, und
halb mit Wasser gefülkt. Das Ungeziefer fällt nun hinein und ersäuft.
Mücken, Spinnen, Skorpionen und andere dergleichen Ungeziefer zu ver« treiben, dient/ Federn anzuzünden, da» mit die Gemächer ober Stuben zu be» räuchern/ sie fliehen darauf hinweg und kommen nicht mehr.
Vogel vom Ausstössen des Gaamensab- zuhalten.
Wann man auf dem Felde den Saa» men auf «in zubereiketes Land hinsäet, ihn so die Nacht über unbedeckt liegen läßt, und Morgensfrüh vor Sonnen» aufgang ihn unter die Erde bringt, so werden, wenn anders die Nacht über der Thau auf den Saamen gefallen ist. Und dieser mit Thau wirtlich befeuchtet unter die Erde kommt, die Vögel in Zu» fünft dem Saamen dieser Pflanzen nicht schaden. Lüders versichert, daß seine Erbsen, die er so gesaet, in zwanzig Jahren im Garten nicht Noch gelitten haben.
Bekantttmachttnst von verschiedenen Sachen.
i) Montags den 26ten Mal soll ln Hermanstein in dem adlich von Schenkt, schen Hof verschiedene Kleidungsstücke, Weiszeug, eine goldene Uhr, ein Rohr mit einem goldenen Knopf, ein silberner Hirschfänger mit reichem Koppel, silberne Schnallen rc. nebst etwas Dettwerk, Mor« gens von9Uhran, öffentlich an den Meistbietenden von Vormundschaftswegen ver« strichen werden, welches den Kauflust»» gen hierdurch bekannt gemacht wird.
. 2) Dem hiesigen katholischen G--lst» lichen, Hrn. Labroisse, ist von löbl. Uni, versität die Erlaubnis ertheilet worden, in der Zricherikunst Privat-Unterricht zu errhei»


