— ) i85 l
und glücklich spielt, ein öffentlicher Nau« brr. <£r spiele sehr fein, heißt, er weiß den Leuten das Geld aus der Tasche zu nehmen, ohne daß sie es gewahr werden, wollen wir nicht ein Spielchen machen i ist dre gewöhnliche Losung zum plündern. Er spielt ehrlich, ist eben so widersprechend, als wenn man von jemand sagen wollte, er stiehlt ehrlich.
Studieren: heißt drei Jahre auf Universitäten nach Wunsch sich lustig ma- chen. Wer diese Zeit gehörig ausgehal. ren hat, von dem sagt man, Erhacaus- stuviert. Er hat sich ;u Tode studrcrt, heißt so viel, er hat hauptsächlich durch den Trunk seinen Tod befördert. Daher sagt man auch von einigen Universitäten, wo ein schlechter und geringer Wein ist, es ist ungesund daselbst ;u studieren. „Verzeichnis was Ihr Herr Sohn an Rhein - und Franzwein bei mir verstu- hjert hat," ließt man oft auf Rechnungen , die die Wirthe dem Vater nach Hause schicken. Er har alles verstudiert, jst so viel, als, er hat sein ganzes Ver. mögen auf Universitäten durchgebracht. Geistlich studieren, hälteinen offenbaren Widerspruch in sich, und man gebraucht ihn Heutzutage nicht mehr.
Verstand. Bei den Philosophen hat dies Wort eine andre Bedeutung, als ' im gemeinen Leben: hierverstehrmanun- ter einem Menschen ohne Verstand einen Armen, der kein Geld hat. DerMensch har einen sehr guten natürlichen verstand, heißt so viel, Er hat von seinen Eltern eine reiche Erbschaft gethan. Was es also heißt: Er wuchert mit sei- riem verstände, bedarfkeinerErklärung. Der Lerl hat seinen Verstand verloben, sagt man von einem banqueroutten Kauf- mann. Seine Zran har noch Verstand sagt man dagegen, wenn diese ihr ein,
gebrachtes Vermögen vorher in Sicher« heit gebracht hat. Das Mädchen hat verstand, sagt man von einem Mädchen, wenn es reich ist, ob es gleich oft nichts weiter thut, als Caffce trinkt, Triset svielt, tanzt, im Fenster sieht, und über den Anzug andrer spottet. Er hat nicht für einen Heller verstand, pflegt ein reicher Kaufmann von einem armenGriehr- ten zu sagen.
Akademische Neuigkeit. -
Unter dem 8ten diesi.s wurde dem König!. Preussischen Pensionarchirurgus, Herrn Anton Philipp Engel aus Schlesien, die Doilorwürde in der Medrcm und Chirurgie ertheilt.
Bekanntmachungen.
i) Ein beträchtlicher Vorrath von juristischen, medirinischcn und andern Dissertationen , von hiesiger sowohl, als Von auswärtigen Universitäten, steht einzeln zu verkaufen, das Alphabet zu 16 fr. bei des Buchdrucker Brauns Witkwe.
2) Es ist hier die vollständige Aus- gäbe von volrärs fämmrlichen werken, so zu Zweibrücken in 10c-Bänden heraus- gekommen ist, um einen noch wohlfeileren Preiß, als seldsten derSuoscr-pticus- preis war, zu verkaufen. Liebhaber können sich bei dem Hcrausgeder dieses Blatts melden.
3) Eine kleine Sammlung von Mineralien, bietet jemand für einen billigen Preis feil. Der Herausgeber dieses Blatts,wird den Namen des Eigenthü- mers bekannt machen»
Gottesdienst am 16. LLovembr.
In der St. Pancratiuskirch-e. Mor- gens Herr Superintendent Bechtold. Nachmittags Hs- Supllintrnd. Müller.


