Ausgabe 
15.3.1794
 
Einzelbild herunterladen

) 4» (

i) Anfang, Mittel noch Ende eine- Saamenkörprrsfennen oder esverkennen.

2) Düß sie männliche und weibliche Geschlechte in der Fruchkerde nicht iuun# kerscheiden w ssen, und

3) das Getreide unter der Erbe nickt Wachsen gesehen habende.

-,De^e Oelsaamenkorper saugt schab- Nche Materie e,n, wird krank, begeneri« ret, und erzeugt das schädliche Unkraut Vie Seide im Flachse, und befördert auch durch die oliatey Ausdünsie ein Insekt, so man den Erdfloh nennt.

Die spirituösen Früchte, vermöge dieser herrschenden geistischen Eigenschaft, sind obigen ölichten Früchten völlig gleich, Insten ans und saugen andere ihnen schädliche Dinge, aus der Atmosphäre, ^ichwie ein Mensch, ein, so die guten Säfte verderben, und den Körper also inftc.ren, eben so, wie den Menschen, er­kranken oder gar tödten. Nun wachsen gesunde und schon inficirte Körner aus dem Stocke der Pflanzen hervor, diese werde» wieder zum Fruchtbringen aus, ^läet, und so gehr bas Nakurspiel bei t>«si Menschen und Pflanzen fort, wenn nicht Hulssmrttel angewendct werden.

Ctockbrand ist die rechte Benennung, Werl er sich aus dem Stocke generiret, und dieser ist beim Weizen und Hirsen an. steckend, aber der Flugbrand, der sich nicht allein im Weizen, sondern auch im Hafer und Gersten, durch die Auodün. stunq, brfönoere in derBlükhezeir, gleich, w>e im Weizen und Korne, den Honig, tvau erzeuget, und weil diesen, vermöge seines süssen Geschmacks viele Insellen lieber«, und also auch den sogenannten Mehlthau, dessen Speise er ist, hervor, bringen, wodurch das Korn ein chrum, pfend wird, aber dieses Körnchen weder L»m Gebrauche, noch zur Saar ganz ver, dirbt,

Ueber sammen, folglich saugt »«iuund Mnfiit

Ven Braud im Eetreide. au»«

Es fehlen die ^rösten Naturforscher schäft oder wesenttich/"Bestandteile', und Oekonomen mehrentheils darinnen, bei den Oelfrüchten, das Oel ist, so ist daß sie weder fcag Herrschende bei dem spirituösen

Fruchtsaamen, bas Gristische.

Mithin, da diese Erfahrung fehlet, Was dieser oder jener Frucht ihre Eigen, schäft ist, und was diese Eigenschaften für Folgen haben: so folget hieraus gan- natürlich , baß keine Begriffe vorhanden; und daß sie weder die wesentlichen, noch Pie zufälligen Dinge zu beurtheilen verste­hen, willkührliche Sätze annehmen, und die Krankheiten der Pflanzen zwar sehen, aber nicht den Grund der Entstehung, noch viekweniger die Mittel zur Heilung (gleich einem Arzte) wissen anzuwenben, und daher die desperaten Hülfsmittek, Mit Kalke zu beitzen, bestens «mpfehikN, und da cs ihnen geschienen gelungen zu seyn, sie bei dieser Methode so fort ver, bleiben, M'llionen Saamenkörper mit dem Kalke tödten, und den überwunde­nen Tb«'t, Welcher die Kalkdeitze über, standen, und folglich ihnen Frucht brin get, nur ansehen, und also, probatum eft, tagen, so fort mit Morden des Saa« mrnwerzens continuiren, und ihren eige­nen Schaden unvermerkt mit Vergnügen tragen.

Der spirltuöse Fruchtsaamen hak seine Poren <btn fo , wre der Oelfrucht saamen» er schließt sich auf und zu, oder tr dehnet sich bei feuchter Lu't aus, und -ei trockener Luft ziehet er sich wieder zu.