Ausgabe 
15.2.1794
 
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Uebtt

OM vsktherlsiaften Anbau der Erdäpfel oder Grundbieren, und von der Erzeugung des Erdäpfelfaamens.

(Verfolg.)

3) Lauge rothe Erdbieren , ober fo* genannte Mauser. Sie haben wenig und keine tiefliegende Keimaugen, und sind auch ergiebig. Zum schälen sind sie we­gen ihren kleinen und wenigen Keimau» gen sehr beliebt. Sie werden sehr spat reif.

7 In gutem Erdreich werden sie ost r Schuh lang und noch länger. Sie wach, (kn im Boden auf einen Haufen, als ob Man sie jusammengrlesen hatte;; daher Dürfen sie nicht so weitläufig gesteckt werden.

§. 5-

Erdreich, verfahrungsart beim Aus- fiecfen.

Wer eine gute Gattung Saamerd- Lpfck aussteckt^. .und dabei nicht kärglich sondern reichlich aussteckt, der wird sich LuO einer reichlichen Erndte zu erfreuen Haden. Das Erdreich hat freilich auf Qualität und Quantität Einfluß. Die Erdäpfel, wenn sie gut Mrden sollen, müssen in einen lockeren sündigten Boden gepflanzt werden. Man bedenke, daß P^ru ihr Vaterland ist Überhaupt be obachte man beim Anbau der Erdäpfel folgendes.

i) Man wähle, wenn man kann, lockeres sandigtes L'dreich dazu. Hat man kein solches, so kann man das Erd­reich durch Holzasche erhitzen , und durch häufiges Stroh oder Tannen-Reissig, oder mit Sand locker machen. Aufwei» ses Erdreich nimmt man Rothkannen* Reissig, und auf rothes Erdreich Weiß, tannen-Reissig. Auch mit lebendigem KgjHrnrhl mach.ro ich Versuche, die nut»

»er Erwartung entsprachen.. Ich streute etwas Kalchmehl in bas Loch, odir ich brstreuete den aussteckendcn Erdapfcj da- mit, und solche Stöcke waren sehr ergie­big. Ziemlich gedüngt muß das Land in jedem Fall ftyn.

In Haberstoppeln , und in lockerem Boden im Wasen, der im Spätjahr ge­stürzt wurde, geralhrn sie gar wohl.

2) NebenguterWahiundBereitung des Landes ist es eben so nothwrndig, auch gute Saamerdäpfel zu haben.

Viele, die nicht wissen, was das Kärglichsäen für Folgen hat, wählen kleine, schlechte, ja oft die schlechten Erdäpfel zum AuSsteckcn.

Viele verschneiden große Erdäpfel in Stücken; viele stechen die Keimaugen aus und setzen sie; viele setzen nur Keime, die im Keller getrieben wurden.

Es giebt der Meinungen so viel, und es ist schwer eine Gewohnheit, die sich durch die Länge der Zeit festsejke, auszu- rotten; und wenn die Antwort noch gut ausfällt, so ist sie gewöhnlich cie: D ich bekomme alle Jahr Erdäpfel genug."

Genug ist relativ, und wer behau- ptet, daß er von schlechten, kleinen Saamerdäpfel oder von Keimen so viel einerndte, als von großen reifen Erd- äpfeln, der weiß nicht, wieviel man einrrndten kann, wenn man in gutes Erdreich reichlich säet.

Wenn ich meinen Zweck beimReich- lichsäen mit r/2Morgen erreiche, den ich sonst auf 2 Morgen nur erreichen konnte, so wollte ich doch lieber das erste wählen.

Man beobachte selbst, ob ein großer reifer Erdapfel nicht einen stärkern, dau, crhaftern Keim treibt, als ein kleiner, der erst spat zu wachsen anfieng, und folglich nicht reif ist. Man beobachte dies, und belehre sich dann selbst, wie mem ausstecken müssen

Man