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Lieber, wärmer uns Schnecken.
e Man kann zur Vermehrung der" Würmer und Schnecken, nichts taug!», chers thun, als wenn man sie durch Schneiden, Zerstechen u. f. w. m meh, rere Theiie vertheilet. Sie verhalten sich, wie das bekannte Wasserinsekt, der Vielfuß (Polype) das man in so viele Theite, als man will, veetheilen kann,, daß dennoch jeder Theil ein vollkomme» nes lebendiges Thier verbleibt. i Schnei» drt man einem Erd-- oder Wasserregen» wurme den Schwanz lang oder kurz ab, so wüchset er wieder. Das geschieht,, wenn man Kopf und Schwanz zugleich abschneidet, sie wachsen beide wieder auH dem übrigen Rumpfe heraus. Ja fTc wachsen wieder ins ganzL,. wenn man sie gleich der Länge nach durchschneidet. Eben das findet man an den Killfrösche'n (Froschfischen), den jungen Kröten und' Fröschen ; an diesen wachsen die abge» schnMenen Füße wieder. So wachsen auch Kopf und Schwanz an den Erd- undWegschnecken, dinnan zu essen pflegt, am leichtesten wieder^ an den übrigen Schnecken aber etwas schwerer. Wie thörichd handelt man also, wenn man heim Umschoren eines Gartens die Wür, mer mit der Schaufel zrrtheiltk Bessern Erfolg hatte jenes Verfahren eines Sächsischen Landwirths. Er verdünnet« eine starke Maas Mistlachenwasser, durch Hinzugießung von ein wenig reu »em Wasser, und ließ daS mit zwei Loth zerstoßenen T^ufelsdreck (afafoetida,) sie» den, nah ms vom Feuer, und als ed er» kältet«, Oaß e-F drei Quentchen Hirsch» hornöl dazu, schüttete alles in ein Faß. eben, worinn ungefähr ochr SÄäas mit Wasser verdünnetes Misilachenwasser war, machte das Faß zu, und bewegte es einige Stunden hin und wieder, baß
sich alles reche mit einander vermischte, jn d-eser Brühe weichte er iine Halbe Stunde lang, die Saamen ein,i die er hernach an der Luft trocknete, in einen frischen gearbeitet™ Boden säete, und drei Tage nacheinander frühe undAdends Mit" dieser Brühe begoß. Die Pflanzen, die er versetzen wollte, tauchte er auch in diese Brühe und begoß sie eben so, wie die Saamen damit.. Auf dies« Art rettete erseine Pflanzen, die ihm sonst jahr. lrch von Schnecken, und andern Wür, mern gefressen wurden^
2) Uebersäet man einen Rübenacker mit Asche, und zerstoßenem Hühnerkoth; so weichen alsbald von demsriden kleinen schwarzen Würmer, welche sdnst in wenigen Tagen), alles Kraut der Rü-^ ben abfressen..
' , 5) Mittel wider den WurmfraßNm Holze. Man bestreicht mit einem nicht gar zu weichen Haarpinsel, den man in Brankewein eintaucht, drei bis viermal die Oerter, wo der Wurm Löcher gemacht hat; wenn sich der Brantewein hinein« ittzogen , und trocken worden, hält man eine Cpickschwarte über Kohlen, daß sie ganz heiß wird, bestreicht damit die Wurmlöcher, bis man sieht, daß sie durch den Speck verstopft sind, wichset darauf das Holz mit Wachs, wiederho't das Wich,en fleißig, und hält das Holz rein vomi Staube. Gutes gesundes Holz frißt brr Wurm nicht an, aber altes ver» siocktes, wenn etwas daraus gemacht wird»
4) Den Käse und- das Frisch vor den Würmern zu erhalten, sie zu tilgen tote die Maden: Man nimmt den achten Theil Salpeter vom Gewicht des Was, fers, toorinn man ihn avflösen will, oder ein Viertelpfund zu einer Maas Wasser
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