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rttittel gegen die SpLnnr-üpen.
Die Spannraups , phatacna briv inäta, welche von dem Dlattwrckler zu Ankerscheiden ist, gehört in manchen Ge, genden zu den größten Plagen derer, die sich mit dem Obstbau beschäftigen. Sie nagt die Obstbäume so ab, daß auch nicht ein einziges Blatt an ihnen übrig bleibt, und kann dem Besitzer eims mäßigen §aumgartens in einem Jahre leicht einen rrlust von T.oo auch mchrerrr Lhakern Verursachen, nicht zu gedenken, daß st-, wenn sie etliche Jahre hintereinander Zahlreich erscheint, selbst dsngesundesten und schönsten Obstdaumen, den Tod. bringt. Zu ihrer Vertilgung hat man allerhand Mittel vorgeschlagen. Eins her wirksamsten iß noch dieses, daßman von der Mitte des Oktobers an bis ge» gen Ende des Novembers (in welchem Zeitraum der Schmetterling, dessen Weibchen nicht fliegen kann, aus der Erve kömmt^) um die Stämme der Bäume-Ltwa eine Elle hoch von der Erde einen Hand breiten Gürtel oder Ring von Rothtannen- oder Birken - oder einer andern glatten Rinde, mit Bind' faden befestiget, und diesen Ring mit einer klebrichtrn Materie, z. E. Theer, vder VLgMeim und Terpentin, od-r Prch und Leinöl, bestreicht, wovon dann die Echmetterliiigsweibchen, wenn sie den Baüm hinaufkrirchen wollen, kledsn bleiben und ihre Eier an den Baum zu legen, verhindert werden. Nur Leigt sich bei Anwendung dieses sonst ganz zweckmäßigen und wirklich zu empfehlen, den Mittels eine Schwierigkeit? die kleb, ■ richt* Merrerw' 5 bts ^Wochen lang bei allen Veränderungen der Witterung ge. uau in dem Grade von Flüssigkeit und Klebrichkeit zu erhalten, daß.drr darüber kriechenden Schmetterling« festgehalterr Wtr&cnt Ändert Miltch nie-Schießen mit
Pulver (ohne Pfropf,) Rauchen (mit Schwefel, spanischem Pfeffer u. dergl.) Besprengen der Bäume vermittelst eirvkc Handspritze (mit starker Lauge, Salz, wasser, und dergl.) sind nicht ganz un. wirksam, und besonders ist das öfter wiederholte Bespritzen mit blossem Was, fer den von SponnraupZn abyefressenen Bäumen sehr heilsam, und kann das gänzliche Absterben derselbrn verbinde-, Inzwischen ward bei Anwendung dieser Mittel die Absicht )mmcr nur in gezjn, gern Grade erreicht, und meistens blieb es zweifelhaft, ob das versuchte Mittel oder die Witterung und zufällige Um, stände am meisten gewirkt hätten. Die Hauptschwierigkeiten, die sich der V-r, tilgung diefeS unbeschreiblich schädlichen Ungeziefers in den Weg stellen, entsprin. gen aus der Natur der Raupe. Denn erstens werden die Eier, woraus die Rau- pen entstehen, schon im Herbst, an die Zweige des Baums, und sogar in die kaum sich zeigende Knospen hinein ge. legt. Ehe noch die Knospe im Früh, ling sich entfaltet, ist- das in ihr ver, fchloßne Räupchen schon mit Zerstörung derseiden beschäftiget, und viele Bäume kommen daher, wenn sie gleich voller Knospen sind, gar nicht einmal zue Blühte. Man schneide im Februar ei. neu Zweig mitKnospen von einemApfel- oder Kirschenbaum ab und lasse ihn in der warmen Stube im Wasser treiben. Giebt es in demselben Jahre Spannrau^ pen an diesem Baum, so werden die kleinen Räupchen, sobald sich die Knospen in der Stube öffnen, sich zeigen, und durch ihr Dasein die Meinung widerle. gen, als wenn sie erst im Frühling durch gewisse Att/n vvp RtAen erzeugt wurden. Zweitens hat diese Raupe ein sehr hartes Leben. Weder Nasse noch mäßige Kälte ist ihr sonderlich schädlich, undbei aiigesisssttst Versuchen hat sich gezeigt,
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