** 5 71 (

gekehrt verhaften. Der Leuten, die eine sitzende Lebensart führen, ist eS nicht so häufig, als bet solchen, di« sich viel Be« wegung machen. Das Product, an dem es sich aufhält , und ohne das es gar nicht existiren kann, fein ttcfr, seine Mutter, wenn ich so sagen darf, berei­tet ihm der Mensch, und nimmt den Stoff dazu bald aus dem Pflanzen - bald aus dem Thierreiche, insonderheit auch von den Jnsectett.

Vielleicht ist manche Dame, während der Zeit, da sie sich dieses Näthsel vor» lesen läßt, damit beschäftigt, Dingen von der beschriebenen Akt ein solches Nest 'zu bereiten-

Llnttkricht allerhand schädliche Thiere zu vertreiben.

Ü n g e z i e f e k.

Mittel, Wiesen und Aecker voMUn» geziefer frei und recht fruchtbar zu ma. chen: daß die Brachwürmer, Engerlinge oderKaywürmer, wie sie sonsten genannt werden, auf stark bedüngten Wiesen, die sie vor den magern vorzüglich lieben, am besten durch das Gipsen oder ungelösch» ten Kalk vertrieben werden können, habe ich in einet beliebten ökonomischen Schrift mit Vergnügen gelesen, und die Probe davon zu einer Zeit gemacht, wo diese schädliche Gäste ganze Wiesen umkehrten, und solche gleich einem Brachacker machten.

Ich ließ die Hälfte meiner Wiese, die sumpfig war, und bisher bloßes Schwel» jengrüs mit vielen sogenannten Küheitrrn vermischt, gab, im November statt des Dungs, mit ungelöschtem Kult stark be» streuen, und die andere Hälfte im Februar «ach Abgang des Schnees mit Gips. Die Kaywürmer, denen diese Art Dung» Masse entweder nicht behagen oder gar tödlich lM muß/ zogen rmdimHm

fand ich unter dem Heugras Klee der Menge, wo ich doch keinen Saamen ausgestreut hatte, und die Heu - und Grummeterndte war überhaupt sehr er» giebig.

Da ich nun für bas Gipsen zu ge* höriger Zeit, und wann damit mit dem eben so nöthigen Bedüngen jährlich abge» wechselt wird, schon eingenommen war und mich durch das bekannte Sprichwort: Gips macht reiche Väter und arme Kin» der "nicht adschrecken ließ, so kam mir der Gedanke, ob nicht auch die Saat« früchte, wenn sie mit ungelöschtem Kalk eingebeitzt würden, vor den Kaywür» mern, die auch in den Aeckern sich hau» fig zeigten, verwahrt werden könnten.

Gedacht , grthan! ich ließ einen Scheffel, Maizen in einen großen Zuber schütten, solchen wie den Kernen in der Mühle, mit Hellem Wasser annetzen und' dann mit ungelöschtem Kalk bestreuen, und so lang unter einander mengen, biS jedes Saatkorn etwas Kalkmehl bekom» men hat, solches hierauf in Säcke fas» sen, und gleich a^ssäen. Die Haupt» fache ist, daß diese angenetzte Saatsrucht Noch feucht in Boden kommt, und nicht über Nacht angemacht werden darf, weit Man sie sonst vor Staub nicht säen könnte»

Die auf diese Art angenetzte Saat» früchte ließ ich nicht auf die besten, son» der» auf die schlechten Aecker säen, der' Ekfolg war eben so gut, daß solche soviel gutes Korn wie die besten Aecker getra» gen, und ht der Scheuer gaben zehn Garden ein Malter, da man sonst fünf» zehn bis zwanzig brauchte.

Gleiches Einbeltzen schlägt auch inf- Hgberfeld an, bei Haber, Gersten, Spelt, und Wicken, und wann fein unge»- loschter Kalk zu haben ist , so thut das Einbkitzen mit Gips hlk NtMlichtüDienste,- b'lson»