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sie recht hungrig und durstig werden laßt, so greifen sie zu, und gewöhnen sich all« mahkiq daran, bis sie es endlich für ihre beste Leckerbissen halten, und selbst dar. nach langen. Wie diese Fichtenreiser im Winter bei strenger Kälte in Achtzu nrh. menflttb, daß sie nicht erfrieren, und also unfreßvar werden, solches überlas» set man einem jeden solchergestalt zu de« sorgen, wie eslhm am besten dünket, und am leichtesten fällt. In Viehstallen ist <6 gemeiniglich so warm, daß es senken dann gefrieret. Em jeder, derscinVrey srlbst futtert, kan den größten Nutzen davon haben, denn er kau dasselbe, wenn er w'll, daran gewöhnen, indem er selbst Hand an die Fütterung leget. Herrschaft len aber und alle diejenigen, die sich auf ihr Gesinde, verlassen müssen, werden die größte Schwierigkeit finden, ihreKnechtt itnb Mägde dazu überreden zu können.: Denn diese bilden sich ein, daß ihre Ar. freit dadurch vermehret und schwerer gemacht wird^ darum sind sie geneigt^ die Bewerkstelligung einer solchen Fütterung tuif alle ersinnliche Weise zu verhindern; sie geben vor, und schwören auch wohl darauf, daß es niemals angehen könne, daß es den Pferden oder dem Vieh ganz und gar nicht schmecken wolle, daß sie dabei mißgedeien, und zu Tode hungern müssen, nebst mehr andern solchen erdich. teten, ja zuweilen auch, ihrem Dünken nach, wohlgemeinten' Einwürfen und Vorwänden: Kluge und ernsthafte Hausmütter aber , werden allen dergleichen Unmöglichkeiten, wo nicht anders, doch damit vorzubeugen und abzuhelfen wis- sen, daß sie sich die Mühe geben, selbst daraus zu sehen und darüber zu halten, daß solches geschehe. Die .Gewohnheit macht nachgehends alles, sowol dem Ge. finde als dem Viehe leicht. Denn daß solches wirklich, wo nicht auf eine, doch auf die andere Weise, wo nicht mit einer
andern Lockspeise, wornach das Vieh am meisten gelüstet, angebe, das ist eine, viele Jahreher, von verschiedenen Haus- Haltern geprüfte Sache, worauf sich ein jeder sicher zu verlassen hat. Nur bar* auf muß le ein vorsichtiger Besitzer von Landgülhern genau Achtung geben , daß schlimme Einwohner oder übelgesinntes Gesinde keine Erlaubnis haben, zum Schaden und Verderb der Waldung alle junge Fichten un-zudauen und auszurotten, sondern dieselben nur sparsamlich zu beschneiden. Auf welche Weife denn auch diese Fütterung von Fichtenreiftrn, der Waldung, durch Abkappung und Weg- räumung der untersten Zweige, zum größten Nutzen gereichet.
Bekanntmachung »on verschiedenen Sachen.
i) Nachdem- Samstag den Ziten dieses Nachmittags 2 Uhr in der Behausung des gewesenen XVlnrr Schmers da- hier nachstehende, den Erben des Burger und Beckermeister Johann Peter Kemps justehend.e Zeldgürher, als:
1 i/4 Morgen, 33-Ruthen, 6. Schuh Acker am Wezlarcr Weg im Eisefeld, netzen Johann Daniel Höstreichs Wittwe und Jost Peter May gelegen,
1/2 M. 33 9?. 4 Sch. Wiese unter dem Weyher neben Hrn. Johann Philipp Dusch Md Johannes Stammen Kinder,
Z2R. i3^Sch- Wiese unter dem Wei- her neben Johann Philipp Reuschling zu Linnes und Joh. Adolph Seipp ,
i/Ij M. 2yR. 13 Sch- Acker auf der Warth neben Johann Daniel Hostreichs Wltkwe und Wilhelm Schwan. .
1/4M. 1 R. 15 Sch Garten am Hamm, neben Joh. Moriz Sack und Margaretha Seipp!".
2M. k2R. 15S6). auf den 2oMor- flen, neben Johann Daniel Hosireichs Wittwe und Henrich Wilhelm Rinn.
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