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Die foAettSttttte Gansepeff.
Beschlus.
Ein alter erfahrner Lanöwirth versichert aus eigener Erfahrung zu wissen, daß folgendes Mittel alles Sterben ver, hindere, wenn man nemltch den jungen Gänsen, zur Zeit, wenn sie die ersten Spulen treiben, etwas Äupferrauchzwi, fchrn Häher mischte, und sie selbigen fres, fen liesse, zugleich aber auch den (Sanft# stall mit Brennesseln agsstreuete.
, Er bestimmt die Quantität für 40 Stück etwa auf 4Kreuzer, sagt, daß sie darnach ein Erbrechen bekamen, unddenn noch etwa 8 dis 14 Tage alle Abend mit etwas Haber gefuttert werden müßten.
0b das Mittel zuverlässigsey, und ob der Kupferrauch nicht vielleicht nur als Mejgigunasmittcl diene, der Haber aber die besten Dienste leiste, lasse ich dahin gestellt fepn , und begnüge mich bamit, dieses Mittel zum etwanigen Versuche bt# kannt gemacht zu haben.
Endlich soll auch das Saufen des Donnerwassers, das ist , solchen Regen# Wassers, weiches nach erfolgten'Gcwit# tern in. den Pfützen stehen bleibt, den jungen Gänsen den Tod verursachen- Man wendet schon fett einigen Jahren gegen das aus dieser Ursache entstehende Gän# sesterben folgendes Mittel an. f Man treibt bei e'nem aufsteigenden Gewitter die Ganse in den Stall, -sperrt sie bis nach vorübergegangenem Gewitter darin ein, unD läßt sie vorher, ehe man sie wieder ausläßt, Wasser saufen, worin Schieß, pulver aufgelöset ist; aisdrnnschadetih# tien das in den Pfützen stehen.gedlrebrne Donnerwaffer nichts: In jedem Eimer ', voll Wasser löset man^ungtzfe^r ein Loth Schießpulver auf.'
Auster den bisher beschriebenen Zu# Men, sind die Gänse noch einigen mm#
Her gefährlichen Krankheiten, nemlich dem Blrndwerden, dem Durchfall, den ga.iir ftn und dem Kopfschwellen unterworfen.
Die Gnusechekommen zuweilen einen Geschwulst am Kopfe, woraus endlich eine Blindheit entsteht.' So bald man dieses merkt, setzt man sie in einem Korbe zweimal täglich^ jedesmal eine Stunde lang , in den Schornstein über gelinden Rauch von ganz' dürrem schwielendem Holze, giebt ihnen gequollene Gerste mit zerhaktem Knoblsüche, Kümmel, Jfvp . und Rübesaamen vermischt zu fressen; imgleichen ein Laxativ, das aus etwas ' Honig sind Sauerteig, oder auch aus frischen Fliederbeeren besteht. Auch ist es gut, wenn man' ihnen das kranke Auge ' mit alten Hün'er- Hafen- oder Gänsefett einschmiert.
Der Durchfall entsteht von verdorbenem Futter, oder mit Ungeziefer bt- fchmiztem Grase. Btichweizen und ge# psilvertes weisses Moos mit einigen Tro» pfen Brandtewein vermischt, welches man den Gänsen eingiebt, sind ein sicheres Mittel dagegen.
Läuse bekommen die Ganse von Verstopfung der Nahruugedrüsen und Ver- fäurung des Bluts, daher auch die Magerkeit zugleich enlstcht. Alle diese Zu# fälle aber rühren von schlechtem Futter, Kälte, schlechter Verdatung bei Ueber- fluß u. b. gl. her. Brod, Honig, Lauch, Mstch, Hadergrütze, Leinsaamen, Rü# besaamen , Speck und dieWarmr machen es zuweilen wieder gut; die Läuse aber werden dadurch vertrieben, daß man die Ganse zuweisen mit Tabä?s- und Pot, afthenlauge wascht, oder ihnen Morgens und Ab.ends zw^i .Fingerhut voll reinen guten Kornbeandtewein giebt, wornach sie gelinde abführen, und wodurch sich Pie Verhärküng im Kropfe auflöstt; zu.
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