Ausgabe 
13.7.1793
 
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) III (

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beendigrer Auctiorr der Ordnung nach dorgenommen.

tteber das waschen der Ruhe mit Arsenik.

An verschiedenen Orten ist die son. derbare Methode eingeführk, das Horn» Vieh jährlich einmal $u einer gewissen Zeit mit Arsenik waschen zu lassen. Gewöhn« lich geschieht dies um W-i0nachten, °d-r wenn die Sommer- und Herbstwitte« runa schlecht gewesen ist, noch eher. Man thut es um das Ungeziefer wegzuschaffen, das sich vornemlich am Halse des Vie- hes defindet. Man kocht den Arlenik mit Wasser, und nun wäscht man das Vieh damit. Ich habe Leutegesehen, die sich das Ding recht hatten angelegen ftyn lassen, und denen die Haut an den Han« den und das Fleisch unter den Nägeln zer­fressen war. Es ist also klar, daß ein solches Verfahren sehr schädliche Folgen haben, und aus diesem Grunde nicht ge­duldet werden sollte. .

Wenn in Absicht auf bas Vieh die schädlichen Folgen auch nicht so sehr in die Augen fallen; so glaube ich doch, daß deren sich ereignen müssen ; und von man» eher Krankheit, deren Ursache man nicht ru enträthseln weiß, möchte wohl der Ursprung in dem Waschen mit Arsenik gefunden werden.

Man hüte sich also vor diesem flt« fährlichen Mittel! Kan man das Wa. sch^n nicht unterlassen, so koche man eine starke Lauge von Tobaksstengeln, oder man koche schlechte grüne, oder schwarze Seife; damit kan das Vieh einige Tage gewaschen werden, und das Ungezieser "wird sich sicher verlieren.

Allein alles Waschen ist gänzlich un.

nöthig, wenn man sein Vieh nur gut

im Futter, Tränken und Streue machet» abwartet. Wird eine gute Ordnung m diesen Dingen gehalten, dann wird auch das Vieh nicht mit Läusen geplagt wer. den. Denn fast immer sind diese Gaste ein Zeichen des Mangels-

Bis Neujahr füttere man gutes Heu mitRockenstroh, und tränketäglichzwer. mal, zu festen und bestimmten Zeiten. Das Sommersiroh und das Grummet sind nicht so kräftig, und vor Neujahr gefüttert ist es eher schädlich als nuzlrch- Giebt man es aber nach dieser Zeit, so bekommt es ihnen sehr wohl. Ueber« Haupt ist es gut, das Vieh imHerbst und Anfänge des Winters gut zu verhalten, indem ihm dies aufs ganze Jahr gut thut.

Die neueste und vorzäglickffe Art Hanf zuzubereiten.

Man läst zwar beim gewöhnlichen Rösten den Hanf lange genug im Wasser, um dessen Rinde, die den Hanf gehen soll, desto leichter losgehen zu machen; es bleibt aber doch diese Rinde oft hart, elastisch und untüchtig, einen guten Fa< den zu geb^n. Man hat erprobt, dem Hanfe mit leichter Mühe und geringen Kosten all die Eigenschaften, dieihmfeh. len, zu verschaffen, auch die Gesundheit der Arbeiter, welche oftmals durch den schädlichen Staub des Hanfes in üble Krankheiten verfallen, dabei zu schonen, wenn man den auf gewöhnlicht Art ße# brochnen Hanf luppenweise in ein Gefäß mit Wasser legt, und datinne einige Tage einweicht, auch ihn dabei fleißig reibt und ringt, ohne ihn untereinander zu bringen. Diese Arbeit vertritt gleichsam die Stelle einer zweiten Röstung, inwek* cher das Harzige des Hanfes, welches die Fäden zusammenhälr, und Ursache ist, haß her Hanf nicht so fein wird, als er