Ausgabe 
7.9.1793
 
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Verfolg.

Wenn es die guten Haushaltungs- regeln erfordern, daß ein jeder vernünf­tiger Landwirth allemal eine Erndte auf seinem Boden liegen hat, damit er durch eine mißgerathene Lrndte nicht über den Haufen geworfen werd«; so muß man Dieses noch eher in Ansehung der gro­ßen W'rthschaft deS Staats behaupten, als bet welcher um so mehr Vorsicht und Maasregeln gegen künftige Ungiücksfälle nörhiq sind, je mehr damit das Wohl und Weh so vieler tausend Menschen ver­knüpfet ist. Das Getreide in diesen Hauptmagazinen kann io bis 12 Jahr aufbewahret- werden, wenn man sich da­bei der Dühamelschen Erfindung bedien net; und nach dieser Zeit kann es bei dem Anschein einer fruchtbaren Lrndte, ent­weder vor derselben verkaufet oder zum Vortheil des Kriegesheeres angewendet und die Anfüllung nach der Erndte wie­der besorget werden.

Die kleinen Magazin-, die alle Jahre gefüllet und wieder ausgeleeret werden, find um folgender Ursache willen nöthig. Die meisten Landwrrthe sind nicht also eingerichtet, daß sie nach denen guten Haushaltungsregeln allemal eine Erndte auf dem Boden erhalten könnten, son­dern so bald die Erndte geschehen istund sie wegen der Feldarbeit darzu gelangen können , so sehen sie sich wegen der Größe der A aaben, oder wegen ihrer schlecht beschaffenen Wirthschaft genöthiget, thr

btnenjStäbten, ja die wenigsten Becker und Brauer selbst sind im Stande ihren "othrgerr Vorrath von Getreide zu dieser woh.serlen Zeit auf das ganze Jahr ein- zukaufen. Im Frühjahr , von Ostern zur Etudte, kommt also viel weniger Getrerdr zum Markte als im Herbst: Und da das Consumo zu allen Zeiten gleich

H um dies« Zeit am stärksten ist, weil das Obst und Gemüje ermangelt, so kann es mcht fehlen, daß nicht um diese Zett das Getreide viel höher im Preis« steigen sollte; wie man denn fast alle ^ahr- einen sehr merklichen Unterschied des Getreidepreises im Herbste gegen das Frupjahr und besonders gegen die Erndte wahrnlmmt. Dieser erhöhet« Getreide- k"^»bat einen nachtheiligen Einfluß in das Aufnehmen der Gewerbe und des Nahrungsstandes; und besonders hat er m solchen Städten viele nachtheilige Folgen, die wegen der Bergwerke, we­gen der Manufakturen und Fabriken, oder wegen der sich daselbst aufhaltenden Stu. direnden volkreicher sind, als andere, und der geringste Umstand, der in dem Ge­treidepreis einen Einfluß hat, kann zu dieser Zeit erne wirkliche Theuruna ver. aniaffen. In solchen Städten leisten demnach die kleinen Magazine, die alle Jahre gcfüllet und wieder ausgeleeret werden, einen vortreflichen Nutzen. Di- Regierung, oder auf deren Anordnuna die Stadtobrigkeit, muß als ein Irebrei. eher Vater mit der Übeln Haushaltung ihrer K'nder so wol auf dem Lande, alS in dm Städten, die sich schwerlich abän.

del n läßt, Gedult kragen und die nackt» Getreide-auszudreschpn und loszuschla. tbeiligen Foiaen davon ru verbinderr.su. gen. Die Menge des Getreides, so im eben. Sie muß im Herbst bei wohlfeilem Herbst zu ve kaufen kommt, verursachet Getreidepreis das Getreide in diese Ma. also, M der Preis desselben sehrherun. gazine aufkaufen und solche auf Ostern ter fallt, und daher wegen seineswohl wieder -röfnen lassen, und das Getreide ftilen Preises großtn Theils äusser Lau- hatatts in solchem Pttlfe »ersaufen, daß

von D-u Knfialttn und Mitteln wider des gehet. Die wenigsten Einwohnerin Die Thenrung des Getreides. h,«.» .iac -