Ausgabe 
27.7.1839
 
Einzelbild herunterladen

216

Literarische Anzeige.

949) Elegantestes Geschenk für Damen.

Bei C. F. Etzel in Stuttgart ist so eben erschienen, und bei G. F. Heyer, Sohn, zu haben:

Ein artig Lob, Du wirst es nicht ver­wehren rc. neuestes Gedicht von Ed. Mörike, mit allegorischen Randzeichnungen von Z. N i ssle. Tert in Gold, die Randzeich­nungen von verschiedenen anmuthigen Far­ben, feinster Glanzkarton, elegantes Couvert, klein Quartformat. Preis 48 kr. ob. 12 ggr. Die ganze Erfindung empfiehlt fich als ein schmeichelhafter Scherz, dem ein völlig neuer, und eigenthümlich artiger Gedanke zn Grunde liegt, ein Witzspiel, welches einer Dame über­reicht zu werden bestimmt ist, und, Anfangs räthselhaft, auf sinnreiche und angenehm über­raschende Weise zum Verständniß der Leserin ge­bracht wird.

Zu vermiethen.

930) Eine kleine Familienwohuung, welche den 15. September bezogen werden kann, ist zu vermiethen bei Carl Vogt,

in der Waüthorstraße.

937) Bei Ludwig Becker auf dem Rcichensand ist eine Stube mit Kabinet, verschließbarer Küche, Keller und Holzplatz, welche sogleich bezogen wer­den kann- an eine stille Familie zu vermiethen.

861) Lit. A. M.. 145. ist der mittlere und obere Stock zn vermiethen, welche sogleich be­zogen werden können.

E, L. Kämmerer, auf dem Scltersweg.

949) Lit. A. M.. 2. ist ein Logis zu ver­miethen und sogleich zu beziehen.

950) Anfangs October d. Z. ist das Pro­fessor Lochercr'sche Haus anderweit zu ver­miethen; auch kann dasselbe käuflich überlassen werden. Näheres hierüber bei Z. G. Appel.

Vermischte Nachrichten.

951) Die in dem Wochenblatt AL 5 eingerückt gewesene Anzeige AL 102:

Eine frischmelkende Ziege nebst Lamm bin ich Willens zu verkaufen.

Gott fried Felsing ist, da Schuhmachcrmeister und Bürger Herr Gott­fried Felsing zu der damaligen Zeit keine frisch­melkende Ziege nebst Lamm gehabt, fälschlich auf

eine, die Ehre des Schuhmachermeisters Herrn Gottfried Felsing im höchsten Grade beleidigende Weise eingerückt worden.

Diese Anzeige wird daher, unter ausdrückli­cher Anerkennung der Ehrbarkeit des Herrn Fel­sing, hiermit zurückgenommen, und gebeten, Den­selben über weitere Nachfrage wegen einer frisch­melkenden Ziege nebst Lamm zu verschonen, in­dem es ihm nur unangenehm sein kann.

P h. Verger.

905) Einem geehrten Publikum mache ich die ergebenste Anzeige, daß ich gesonnen bin, außer dem Hause zu bügeln. Ich verfehle daher nicht, mich hiermit zu empfehlen und um gütiges Zu­trauen zu bitten.

Marie V o l p, wohnhaft auf dem Seltersweg.

938) Conzert in Salzhausen.

Unterzeichneter hat die Ehre, Sonntag den 28. d. M. ein Vocal- und Jnstrumental-Conzert im dortigen Kursaale zu geben, wozu alle Mu­sikfreunde ergebenst eingeladen werden.

G. Schierholz.

933) An der Nacht vom 4. auf den 5. Juki sind aus einem Garten am Leihgesterner Weg circa 24 Ellen neues Wergen-Tuch gestohlen wor­den. Wer zur Herbeischaffung dieses behülflich sein wird, erhält in Lit. Ü AL 33 eine Beloh­nung von 2 Berl. Thaler.

941) Auf dem Balle vom 16. Juli ist ein weißes Florshäwlchen vertauscht worden; man bittet um Rücktausch in Lit. C AL 42.

946) Ein geschickter Brandwein-Testillateur kann dauernde Beschäftigung finden. Näheres in der Expedition dieses Blattes.

945) Es ist ein Kinder-Regenschirm mit carrirtem Ueberzuge in der Nähe des Braugäß­chens verloren gegangen. Der redliche Finder wird gebeten, denselben gegen eine Belohnung an den in der Erpedition zu erfragenden Eigen- thümer abzugeben.

926) Kunstfeuerwerk.

Da wegen eingetretener Hindernisse das auf Sonntag den 28. Juli angekündigte Kunstfeuer­werk nicht abgebrannt werden kann, so wird dasselbe Sonntag den 4. August Statt finden.

Ernst Matthias.

Hierzu eine Beilage.