Ausgabe 
23.2.1839
 
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rc., folgendes Holz meistbietend versteigert wer­den , als:

50 Stecken Buchenscheidholz, 35% Stecken Buchenprügelholz, 59% Stecken Buchenstock­holz, 2500 Bucheuwellcn, 18 Stecken Eichen- schcidholz, 25% Stecken Eichenprügelholz, 1 Stecken Eichenklotzholz, 55 Stecken Etchen- stockholz, 5725 Eichenwellen, 9 Stecken ge­mischtes Scheidholz, 5% Stecken gemischtes Prügelholz, 6% Stecken gemischtes Stock­holz, 325 gemischte Wellen, 4625 Radel- holzwellen, 36 Hainbuchen-, Buchen- und ELchen-Stämme, mit 991 Cubikfuß Inhalt, 19 Buchenstangen mit 68 Cubikfuß Inhalt, 675 Dorn- und Wachholderwcllen.

Der Sammelplatz ist auf der neuen Straße nach Steinberg, am s. g. Lumpenmannsdorn.

Gießen den 19. Febr. 1839.

A. 93. d. Bürgermeisters der Beigeordnete Christian Schneider.

187) Fruchtversteigerung bei dem Rentamte Gießen.

Montag den 4. März d. I., 93ormittags 10 Uhr, werden

350 Malter Korn,

200 Gerste und

300 Malter Hafer, unter den bekannten Bedingungen, auf dahiesigem Nathhause versteigert.

Gießen den 21. Februar 1839.

Ter Großh. Rentamts-Bicar. G. L e i ch t w e i ß.

Feilgebotene Sachen.

145) Die Erben der Feldwebel Löhr'schen Wittwe beabsichtigen, ihren in dem alten Schlag gelege­nen Garten, % Morgen 10 Ruthen 5 Fuß hal­tend, aus freier Hand zu verkaufen. Liebhaber können sich deßhalb an Schreinermcistcr H. Hell­mold wenden.

Gießen den 14. Februar 1839.

189) Mockkrägen-Neinigungs-Flüsfigkeit.

Dieses Fabrikat bringe ich hiermit in empfeh­lende Erinnerung.

I. G. Appel.

191) Frisches Schwalheimer Wasser ist ange- kommeu in der Niederlage bei

E. Trapp.

192) Bei Daniel Becker auf dem Asterweg sind zwei Chaisen, halb und ganz gedeckt, wovon eine ein- und zweispännig gefahren werden kann, zu verkaufen.

166) Dachschiefer.

Auf der Grube MMMm bei Pfaffen­wiesbach, Herzoglichen Amtes Usingen, sind nun­mehr Dachschiefer vorräthig und zu verkaufen. Dieselben zeichnen sich durch ihre Güte und blaue Farbe aus.

Die Grube ist 272 Stunden von Homburg, 2% Stunden von Friedberg und 2% Stunden von Butzbach entfernt.

Nähere Auskunft ist auf frankirte Briefe bei dem Eigenthümer der Grube, Hofgerichtsprocu- rator Cramer in Usingen, sowie auf der Grube selbst bei dem Steiger Berg zu erhalten.

Größere Quantitäten bittet man im Voraus zu bestellen.

188) Cement - Miederlage.

Cement ist eine Art Mörtel, welcher vor dem gewöhnlichen den wichtigen 93orzng besitzt, nicht allein in der Luft, sondern auch unter Was­ser zu einer fast fteinartigen, dem Wasser un­durchdringlichen, fest und dauerhaft bindenden Masse zu erhärten, deren Härte und Dichtigkeit nicht, wie bei gewöhnlichem Mörtel, unter Was­ser ab-, sondern immer mehr zunimmt. Hier­von ist sich von öffentlichen Baubehörden über­zeugt und dieser Cement namentlich mit Nutzen angewendet worden:

a) beim Einbinden von Ziegeldächern;

b) bei Ueberzügen oder Betünchungen von Schornsteinen äusser dem Dache;

c) bei Betünchungen der, dem Wetter sehr aus­gesetzten, ausgemauerten Fachwände an Ge­bäuden;

d) bei Ueberzügen feuchter Wände, namentlich um das Eindringen der Feuchtigkeit von Aussen zu verhindern;

e) bei Trockenlegung von feuchten oder wasser­haltigen Kellern;

f) bei Wasser-Kanälen;

g) bei Anfertigung von, aus Back- oder Bruch­steinen verfertigten, Wasserkümpfen;

h) bei Schleusten und Brückenbauten rc.;

i) bei Anfertigung von Gesimsen.

Indem ich ein verehrliches Publikum hier­auf aufmerksam mache, halte ich mich zur geneig­ten Abnahme bestens empfohlen.

Gießen den 22. Februar 1839.

I. G. A p p e l.