Ausgabe 
21.9.1839
 
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1006) Peter Anton Kissel, geboren zu Ginseldorf am 20. October 1768, Sohn der verstorbenen Eheleute Johann Eckhard Kis­sel und Anna Elisabeth, geborne Fensncr, ist unbekannt wo abwesend und einer der näch­sten Zntestat-Erben hat auf eine Verschollenheits- Erklärung, sowie um Aushändigung des in circa 369 Gulden bestehenden, unter Curatel befind­lichen Vermögens angelragen.

Es werden demnach

1) oben benannter Peter Anton Kissel von Ginseldorf,

2) dessen unbekannte Vertrags-, Testaments­und Jntcstat-Erben

hierdurch öffentlich vorgeladen, im Termin Montag den 25. November d. I., Morgens 9 Uhr,

dahier vor dem unterzeichneten Gericht zu erschei­nen, unter dem Rechtsnachthcile, daß der erstere für todt erklärt, die Curatel seines Vermögens aufgehoben und solches den bekannten Zttte- stat-Erben eigenthümlich überlassen werde und die Letzteren mit ihren Erb-Ansprüchen ausge­schlossen und nicht weiter gehört werden.

Marburg den 29. Juli 1839.

Kurfürstlich Hess. Landgericht.

Hille.

vdt. Löwenstein.

1096) Alle diejenigen, welche an den un­bedeutenden Nachlaß der dahier ledigen Stan­des verstorbenen Helene Geißler, nachgelassenen Tochter des gewesenen Schneidermeisters Lud­wig Geißler dahier, Erb- oder sonstige Ansprüche zu machen gedenken, haben diese binnen 3 Wochen vom Tage der Bekanntmachung an, bei der un­terzeichneten Behörde sogewiß geltend zu machen, als sonst, ohne auf später gemachte Ansprüche Rücksicht zu nehmen, über den Nachlaß verfügt werden wird.

Gießen am 5. Sept. 1839.

Groß!). Hess. Stadtgericht. Müller.

1100) Forderungen an den Nachlaß der dahier verstorbenen Sophia Schwan, Tochter Ir Ehe des Gastwirths Konrad Schwan jun., sind binnen 4 Wochen anzuzeigeu, widrigenfalls ohne Rücksicht auf solche der Nachlaß den Erben ab­gegeben werden wird.

Gießen den 31. August 1839.

Großh. Hess. Stadtgericht. M ü l l e r.

1134) Die Vormünder der Kinder lr. Ehe des Anton Nompf, Gastwirths im Grünenbaum zu Langgöns, entliehen unterm 3. Juli 1807 bei einer Jungfer Leo zu Hanau ein Kapital von

500 fl., welches angeblich auch wieder abgetra­gen, die Hypothek aber nicht gelöscht worden ist. Es werden daher alle, welche aus irgend einem Nechtsgrunde Ansprüche aus besagter Hypothek bilden zu können glauben, aufgefordert, solche sogewiß binnen 4 Wochen, vom Tage des Er­scheinens dieser Aufforderung an gerechnet, da­hier geltend zu machen, widrigenfalls das Ka­pital als abgetragen angesehen und der Eintrag im Hypothekenbuch unbedingt gelöscht werden wird.

Gießen den 7. Sept. 1839.

Großh. Hess. Stadtgericht. Müller. L i m p e r l.

1144) Alle, welche Forderungen an den seit­herigen Gehülfen des Großh. Stadtgerichtsac- tuars dahier, Anton Kliugelhöffer aus Gladen­bach, haben, werden aufgesordert, solche sogewiß zum Zwecke eines aufzunehmenden Inventars, im Termin

Donnerstag den 1. October d. I., Vormittags, auf Großh. Stadtgericht dahier an­zuzeigen, als sonst dieselben unberücksichtigt blei­ben müssen.

Gießen den 16. Sept. 1839.

Großh. Hess. Stadtgericht.

Müller. L i m p e r t.

Versteigerungen.

H40) Verkauf getragener Montirung re.

Dienstag den 8. October, Vormittags von 9 bis 12 Uhr und Nachmittags von 1 bis 5 Uhr und in den folgenden Tagen zu gleicher Zeit, soll in der hiesigen Cavallerie-Cascrne eine be­deutende Quantität alter Montirung, Reitzeug und Caftrne-Reguisiten, meistbietend gegen gleich baare Zahlung versteigert werden.

Butzbach den 16. September 1839.

In höherem Auftrag

C c l l a r i u s, Unterquartiermeistcr.

1173) Versteigerung von eichenem Bau­holz zu Londorf im Kreise Grünberg.

Montag den 23. d. M., Vormittags von 9 Uhr an, soll eine große Parthic altes, bereits gezimmertes und an einem Hause schon gestande­nes, eichenes, noch sehr gutes, gesundes Bauholz, circa 5000 Cubikfnß enthaltend, in kleinen Quan­titäten gegen gleich baare Zahlung öffentlich ver­steigert werden. Die Holzsortimcnte bestehen in Schwellen, Eckbändern, Dohnen, Zügen, Petten,