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1422) Geschäftliche Anzeige.
Länger noch als ein halbes Jahrhundert hat mein Vater mit Thätigkeit und Liebe seinen Geschäften allein vorgcständen. Sein vorgerücktes Sliter hat jedoch nun denselben bewogen, mich als Theilhabcr an seinem Verlags - und Druk- kerei-Geschäft anfzunchmen. Es wird mir eine heilige Pflicht sein, den Wünschen meines Vaters, nach Möglichkeit und Kräften, ;u entsprechen, um ihn so, durch Geschäfts-Erleichterung, den Abend seines thätigen Lebens vcr- annehmlichen zu helfen. — Damit ich die Lokalitäten der sämmtlichen Geschäfs-Branchen, denen ich von nun an, theils in Gemeinschaft mit meinem Vater, theils allein vorstehen werde, in meiner Nähe habe, verlegte ich meine Sortiments- Buchhandlung, welche sich bis daher in dem Hause Eit. B. JNro. 6, der Kirche gegenüber, befand, in das seitherige Geschäfts-Lokale meines Vaters in den: „Neuen-Bauen Eit. B. Nro. 77."
Um allen etwaigen Verwechslungen und Mißverständnissen vorzubeugen, halte ich es für geeignet, ausdrücklich hier noch zu bemerken, daß meine Sortiments - Buchhandlung, von den Geschäften meines Vaters, auch ferner firenqe getrennt bleibt, und — mit Beibehaltung meiner seitherigen Firma: „G. F. Heyer, Sohn" —' nur unter meinsr peesoNli- chen Leitung und Verantwortlichkeit, in der bisherigen Ausdehnung und Weise, sowie für meine eigene Rechnung von mir fortgeführt werden wird.
Meine verehrlichen Geschäftsfreunde bitte ich, das Vorstehende gefälligst zu beachten, und mir auch ferner ihr geschätztes Wohlwollen gütigst zu schenken, welches durch reelle Handlungsweise und prompte Besorgung der mir crtheilten Aufträge ich mir zu bewahren stets mich bestreben werde.
Gießen, den 15. Nov. 1839.
G. F. Heyer, Sohn.
1327) Da trotz der in Nr. 43. d. B. an die Viehbesitzer ergangenen Warnung und dem darin weiter ertheilten wohlge- meinten Rath, dennoch viele derselben dieses unbeachtet gelassen haben, leider aber dadurch thatsächlich in die verwarnten Unglücksfälle neuerdings wieder gekommen sind, so findet sich der unterzeichnete Vor
stand, mit Hinweisung auf jene Mittheilung in Nr. 43. d. Blt-, hierdurch verau- laßt, zu bemerken, daß, wenn bei Viehbesitzern, welche sich in der hiesigen Assccu- rauz-Eefellschaft befinden, Unglücksfälle in der Art wieder ereignen sollten, daß deren Thatbestand eine augenscheinliche Nichtbeachtung jenes Raths voraussetzt, diese nach den Statuten geahndet und die darin weiter angedrohten Nachtheile sie treffen werden.
Gießen, den 8. Nov. 1839.
Der VorstmsZ der Affecnranz- Gesellschaft.
1437) Ich mache hiermit die ergebene Anzeige, daß ich mir nunmehr auch ein gutes, einspänniges Chaisen-Fuhrwerk angeschafft habe, womit ich dem Publikum meine Dienste offerire.
Wilhelm Rühl.
1438) Morgen, Sonntag den 17. November, findet
Gntr 6 e Ball
im Saale zum Prinz Carl Statt, wozu die Einlaßkarte 18 fr. kostet, welche aber als Zahlung wieder angenommen wird.
Wilhelm Schwan, zum Prinz Carl.
Frischbacken.
Den 17. November. Conrad Ufer am Lindenplatz. Johannes Noll in der Neustadt. Johannes Jughard auf dem Sellersweg.
Kirchliche Notizen.
Evangelische Gemeinde.
Gottesdienst. Am 17. November. Morgens: Pfarrer Bonhard. Nachmittags: Kandidat Lingeldey.
Kopulirte. Den 14. November. Heinrich Nicolaus Hansisch, Bürger und Schubmachermeister dahier, des verstorbenen hiesigen Bürgers und Schuhmachermeisters, Heinrich Jakob Hansisch, ehelicher Sohn, und Karoline Seitz, des Bürgers und Schuhmachermeisters, Johanne- Seitz in Grünberg, eheliche Tochter.
Getaufte. Den lO.November. Dem Bürger und Schreinermeister, Georg Tränknerl, eine Tochter, Anna Marie, geboren den 3. November.
Beerdigte. Den 31. October. Johann Heinrich Neidet, gewesener Gensdarm von Großeulinden, alt 43 I. 4 M. L gestorben den 29. October.


