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Besondere Bekanntmachungen.

146) Die Zinsen, welche von den bei der hiesigen Sparkasse angelegten Kapitalien zu Ende dieses Jahres fällig werden, können Vormittags von 8 "bis 12 Uhr, und zwar:

Montag den 16. Dezbr.

Dienstag den 17. Dezbr., Monrag den 30. Dezbr. und Dienstag den 31. Dezbr. , , in Empfang genommen oder den Kapitalien zu- geschrieben werden.

Die Dienstherrn werden daher ersucht, drestö ihrem Gesinde bekannt zu mackwn.

Gießen den 13. Dezbr. 1839.

Der Rechner Kehr.

1562) Zur Unterzeichnung der Patente für das Jahr 1840, werden die hiesigen Gewerbe­treibenden auf Montag, Dienstag, Donnerstag und Samstag künftiger Woche, mit dem Anfügen eingeladen, daß nach Ablauf dieser Tage die Patente an Großh. Steuer-Commiffair zurückge- sendet werden. Gießen den 12. December 1839.

Zn Verhinderung des Bürgermeisters der Beigeordnete Christian Schneider.

Versteigerungen.

1549) Dienstag den 17. d. M., Vormittags 10 Uhr, sollen im Gasthaus zur Krone in der Neustadt dahier zwei Kühe, im Wege der Hülfs- vollstreckung öffentlich an den Meistbietenden, gegen gleich baare Zahlung versteigert werden.

Gießen den 5. Dezbr. 1839.

Großh. Hess. Stadtgericht. Müller. Limpert.

1566) Montag den 16. Dezbr. d. I., Nach­mittags 2 Uhr, sollen auf dem Nachhaus zu Heuchelheim 20 Mltr. Korn, 5 Mltr. Waizen, LO Mltr^ Gerste und 4 Mltr. Hafer, öffentlich an die Meistbietenden versteigert werden.

1524) Das der Wittwe des Großh. Pfarrers Koch zustehende, früher sreiherrlich von Busecki- sche Gut zu Höringhausen in der Herrschaft ^tter, l1/ Stunden von Corbach, soll Wohnungsver­änderung halber

Montag den 23. December l. I., öffentlich an den Meistbietenden, unter den im Termin bekannt gemacht werdenden Bedingungen, versteigert werden.

Dasselbe besteht in einem ganz neuen, gegen 100 Fuß langen Wohngebäude von 2 Stöcken, wovon das Erdgeschoß von Quadersteinen gebaut ist, Scheuer, Stallung, Brennerei und großem Hofraum nebst anliegendem schönen Obstgarten,

sodann in wenigstens 225 Morgen Ackerland und Wiesen, 40 Morgen haubaren Waldes; das Acker­land liegt größtcntheils geschloffen in Parzellen von 70 Morgen, 30 Morgen u. s. w., und ist beinahe ohne Ausnahme zehntfrei; auch gehören zu dem Gute sehr bedeutende Schäfercinutzungen.

Unter Umständen kann auch vor der Verstei­gerung ein Kauf aus freier Hand abgeschlossen werden.

Nähere Auskunft ertheilt auf portofreie Briefe der Unterzeichnete. Gießen den 30. Novbr. 1839.

Koch,

Großh. Hess. Hofgerichts-Advocat.

1563) Mittwoch den 18 d. M., Nachmit­tags 1 Uhr, und an den darauf folgenden Ta­gen, sollen die zum Nachlaß der Wittwe des Großh. Hauptmanns Raabe gehörigen Mobilien, nemlich: Weißzeug, Bettung. Frauenkleider, Bett­stellen, Tische, Stühle, Sopha's, Schränke, Kommoden, Spiegel, Zinn, Porzellan, Silber, Küchengeräthe, etliche Stecken gehauenes Brenn­holz, und eine Quantität Braunkohlen, in dem Hause der Wittwe des Lederhändlers Joh. Keil in der Marktstraße, an den Meistbietenden ge­gen baare Zahlung öffentlich versteigert werden.

Zugleich werden diejenigen, welche aus irgend einem Rechts-Grunde Forderungen an gedachten Nachlaß zu haben glauben, hierdurch aufgefordert, solche binnen 6 Wochen, von heute an, bei dem Unterzeichneten anzuzeigen und zu begründen, widrigenfalls bei der Erbvertheilung darauf keine Rücksicht genommen werden wird.

Der Großherzogl. Hofgerichts-Commissär Stürz, Hofgerichts-Sekretär.

1547) Das Färben und Walken der für die Marienschloffer Anstalt im Jahr 1840 nöthigen Materialien, soll Freitag den 20. d. M., des Vormittags 9 Uhr, öffentlich an den Wcmgst- nehmenden, in meiner Wohnung dahier verstei­gert werden, welches ich hierdurch bekannt mache.

Marienschloß den 9. Dezember 1839.

Funk.

1546) Donnerstag den 19. dieses Monats, des Vormittags um 9 Uhr, soll

1) die Lieferung der für die Marienschloffer Anstalt nöthigen harten und Schmierseife, öffentlich an den Wenigstnehmeudcn,

2) das vorhandene Abfallstroh, öffentlich an den Meistbietenden versteigert werden.

Ich bringe dieses mit der Bemerkung zur öf­fentlichen Kenntniß, daß Derjenige, welcher bei der Versteigerung mitbieren will, nachweisen muß, lieferungs- und zahlungsfähig zu sein.

Marienschloß den 6. Dezember 1839.

Funk.